Steady-Geschenk · Premiere
Diese Folge ist unser Dankeschön zur 100. Folge an die Steady-Crew – für alle frei zugänglich. Wer uns langfristig unterstützen will, bekommt bei Steady noch viel mehr exklusiven Content.
Premiere für die Gscheidhaferlrundn – das von Kane erfundene VLM-Format für alles, was nicht in die reguläre Filmpodcast-Schiene passt. Und weil die erste Ausgabe gleichzeitig das Dankeschön an die Steady-Crew zur 100. Folge ist, gibt's direkt den potenziell ehelich heikelsten Themeneinstieg, den sich Korbi und Kane einfallen lassen konnten: Sex während Homeoffice. Mit dabei: NTV als seriöses Recherchefundament, §183a StGB, ein Bankkonzept mit Spiegel-System und genau null Mike (der hat angeblich Arbeit, aber wir haben unsere Theorien).
Die Gscheidhaferlrundn: Was ist das für ein Format?
Korbis Idee war ein neues Format jenseits von Filmkritik, Serien-Reviews und Nerdscheiß. Vorschläge der ersten Stunde: Tiere. Möbel. Hausbau. Kanes Gegenvorschlag dann etwas direkter: „Sex während Homeoffice, ohne auszustempeln.“ Damit war das Format geboren, und damit gleich klar: in der Gscheidhaferlrundn wird gequatscht, was sonst in keiner regulären Folge Platz findet.
Als Dankeschön an die Steady-Crew zur 100. Folge kommt diese Premiere als Geschenk auf den exklusiven Feed. Bedeutet auch: wer das hört, hat schon gezeigt, dass er hinter dem Podcast steht. Dafür kriegt er hier auch ein bisschen lockerer-zynisches Stammtisch-Material, das in der regulären Sonntags-Folge wahrscheinlich genauso wenig Platz fand wie der Steady-CTA selbst.
Die seriöse Recherche-Grundlage
Korbi hat sich tatsächlich vorbereitet, und zwar mit dem äußerst überraschend gewählten Recherchemedium n-tv. Der Untertitel des Ratgeber-Artikels: „Lüsternde Kollegenleiber“. Wer auch immer das verfasst hat, hatte ein klares Anliegen: einen Erotikroman als Ratgeber tarnen.
Die juristische Hauptaussage lässt sich aber zusammenfassen: Sex am Arbeitsplatz ist in Deutschland verboten. Konkret fällt das unter §183a StGB (Erregung öffentlichen Ärgernisses), und der Arbeitsplatz gilt als öffentlicher Raum. Strafrahmen: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Und ja, der Job ist dann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weg. Ausnahme: das eigene Büro – das gilt als privater Bereich. Erwischt zu werden bringt dann zwar arbeitsrechtliche Konsequenzen (Abmahnung, Kündigung), aber zumindest keinen Strafrechtler.
Kane fasst das so zusammen: nicht im Drucker-Raum, nicht im Klo, nicht im Flur. Im Büro hingegen mit Tür zu. Reines Überlebensberatungs-Wissen.
Berufsgruppen, bei denen Sex am Arbeitsplatz dazu gehört
Im Gespräch wird klar, dass es Berufsgruppen gibt, bei denen die ganze Diskussion nicht greift:
- Beamte – Korbi und Kane sind sich einig, dass das ein eigenes Kapitel verdient
- Pornodarsteller und -darstellerinnen – mit der Corona-Situation auf OnlyFans als Hauptverdienst-Plattform für Solo-Shows verlagert
- Prostituierte – während Corona offiziell nicht erlaubt, in den lockereren Phasen nur mit Mundschutz
Kane hält nebenbei eine Statistik aus seinem früheren Job parat: in zehn Jahren beim ehemaligen Arbeitgeber wurden drei oder vier Fälle inoffiziell bekannt. Korbi zählt seine Geschichte aus dem Bekanntenkreis dazu: eine Frau hat bei einem großen Energiezulieferer gearbeitet, ein 20-Köpfe-Großraumbüro mit drei männlichen Kollegen und sehr vielen Damen. Eine Herpesinfektion ging einmal die ganze Belegschaft durch – eine Erkenntnis, die Korbi rückblickend mit gemischten Gefühlen kommentiert.
Homeoffice als rechtliche Grauzone
Hier wird's tatsächlich interessant: für Sex während Homeoffice gibt es keine klare juristische Regelung. Logisch – der Arbeitsplatz ist privat, der Wohnungsbereich ist privat, und das Ganze passiert in einer Zone, in der die Arbeitgeber-Kontrolle endet, wo das Privatleben anfängt.
Die einzigen Stolperfallen, die Korbi und Kane diskutieren:
- Webcam an: passiert immer wieder, dass irgendwer aus einer Videokonferenz raus geht, glaubt, die Kamera sei aus, und dann passieren sehr peinliche Sachen vor laufender Aufnahme. Kanes Tipp: Kamera mit Papier abkleben.
- Termine: wenn die Heimarbeit aus Konferenz nach Konferenz besteht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man dann eben während einer Konferenz erwischt wird. (Korbi sieht das Risiko bei sich selbst höher als bei Kane.)
- Ausstempeln: für Korbi der rechtssichere Weg – wer die Heimarbeit-Stempelung kurz pausiert, ist juristisch wieder im Privatleben unterwegs.
Kanes Gegenposition: ausstempeln ist für Schwächlinge. Eine Viertelstunde aufs Klo oder eine Viertelstunde mit der Liebsten ist arbeitstechnisch gleichwertig – man ist eh weg von der Tastatur. Und wer einen Kollegen fürs Flötenrauchen während der Arbeitszeit bezahlt, sollte das auch für andere Aktivitäten anerkennen. Mit dem Disclaimer: Kane macht das natürlich nicht selbst, weil er ein vorbildlich arbeitender Mensch ist und sogar während des Kackens weiterhin arbeitet, um die 112% Arbeitszeit zu erreichen.
Der Sexualforscher-Karriereweg
Korbi greift einen Side-Thread auf, den er ernst meint: Wie wird man eigentlich Sexualwissenschaftler? Konkrete Frage an die Steady-Crew: kennt jemand einen Sexualforscher oder eine Sexualforscherin, die mal als Gast in einer Folge dabei sein würde? VLM hätte echtes Interesse, mal aus erster Hand zu hören, was Menschen in dieses Fachgebiet zieht und worum es in den Studien wirklich geht. Vermutete Realität laut Korbis Halbwissen: zu 90% Sexualkrankheiten. Vermutete Realität laut Kanes Halbwissen: irgendwo zwischen Wikipedia-Artikel und Pornhub, je nach Tageszeit.
Falls also jemand in der Steady-Crew einen Kontakt hat: Korbis Postfach steht offen.
Warum Mike nicht dabei ist
Mike wurde extra eingeladen, hat aber dankend abgelehnt – offiziell wegen Arbeit. Kanes Theorie: Mike hat das Thema gerochen und ist deshalb nicht aufgetaucht. Was schade ist, weil Mike als Handwerker eigentlich genau die richtige Berufsgruppe ist, über die alle Welt im Pornoschema redet (Kichern einbauen, Schaumufangen, Rohrverlegen). Aber als Selbstständiger ist Mike auch nicht das beste Anschauungsmaterial fürs Thema „wenn ich erwischt werde“, weil sein Chef er selbst ist.
FAQ zur Gscheidhaferlrundn
Was ist die Gscheidhaferlrundn?
Das von Kane erfundene VLM-Format für Themen jenseits von Filmen, Serien und Games. Locker-zynisches Format, in dem Korbi und Kane (manchmal auch mit Mike, hier ausnahmsweise ohne) über gesellschaftliche, persönliche oder gerne auch absurde Themen plaudern. Die erste Ausgabe ist als Geschenk-Folge zur 100. Folge an die Steady-Crew gegangen.
Was heißt Gscheidhaferl?
Bairisch für Klugscheißer. Der Name ist also Programm: alle drei tun so, als hätten sie zu jedem Thema die abschließende Weisheit, während in Wirklichkeit Halbwissen, Wikipedia-Recherchen und Persönliches durcheinander geworfen werden.
Ist Sex am Arbeitsplatz wirklich verboten?
Ja. In Deutschland fällt das laut §183a StGB unter Erregung öffentlichen Ärgernisses und kann mit Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe belangt werden. Das eigene Büro mit verschlossener Tür gilt als privater Raum – dort drohen „nur“ arbeitsrechtliche Konsequenzen.
Bekomme ich diese Folge auch ohne Steady-Mitgliedschaft?
Aktuell nicht. Die erste Gscheidhaferlrundn ist ein exklusives Steady-Bonbon zur 100. Folge. Wer Mitglied wird, bekommt diese und alle weiteren Steady-exklusiven Folgen direkt im Feed – plus VLM-Support, der den Podcast am Laufen hält.
Werden Korbi und Kane einen Sexualforscher als Gast einladen?
Wenn jemand in der Crew einen Kontakt herstellen kann: ja. Bitte einfach über die VLM-Kanäle melden.
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💙 Danke an die Steady-Crew
Ohne euch gäb's keine Gscheidhaferlrundn. Diese Folge ist ein kleines Dankeschön für euren Support – und gleichzeitig die Premiere eines Formats, das hoffentlich noch oft zurückkommt. Habt ihr Themen-Vorschläge für die nächste Runde? Schickt sie uns gerne – gerne auch absurd, gerne auch heikel, gerne auch beides.


