Kane kündigt es als Generationenprojekt an: VLM nimmt sich das komplette MCU vor – in chronologischer Reihenfolge der erzählten Geschichte, nicht nach Erscheinungsdatum. Erster Film: Captain America: The First Avenger (2011) von Joe Johnston. Mike anmoderiert die Hosts als „heilige Dreifaltigkeit der Podcast-Szene“, Korbi und Kane sind dabei. Erwartet euch: Tesseract-Eröffnung, 1933er-Comic-Cover-Hommagen, Hugo-Weaving-Maskenfrust, gestrichene Wolverine-und-Magneto-Cameos, Korbis Daniel-Brühl-Hass und ein Wilhelm-Schrei bei genau 1:30.
Das Format: MCU-Rewatch in chronologischer Reihenfolge
Statt Erscheinungsdatum-Ordnung wird die Marvel-Saga so durchgegangen, wie die Geschichte sich tatsächlich entwickelt: Captain America (1942-1945) → Captain Marvel (1995) → Iron Man (2008) und so weiter. Disney+ hat die „MCU chronologisch“-Kategorie bereits etabliert; VLM folgt dieser Reihenfolge.
Korbis Disclaimer: „Ich bin so gespannt, ich verstehe nur die Hälfte immer von den Filmen und ich denke immer nur, boah Lecker, da blitzt und Farben und alles. Und endlich reden wir mal drüber und du erklärst uns, wie das Ganze so vonstatten geht.“ Kane dient als MCU-Comic-Experte, Korbi und Mike als interessierte Generalisten.
Plot: Vom Würstchen zum Captain
Der Film öffnet 1942 mit einer Bergungs-Sequenz: Johann Schmidt birgt ein „etwas seltsam anmutendes Artefakt“ (Korbi) – den Tesseract, einen würfelförmigen Cosmic Cube, der seine Energiewaffen-Forschung antreibt. Dieser Cosmic Cube ist das wichtigste MCU-Foreshadowing überhaupt: Er taucht später in The Avengers, Captain Marvel, Avengers: Endgame und allen Loki-bezogenen Storylines wieder auf.
Steve Rogers (Chris Evans) ist parallel dazu in Brooklyn ein 1,50m-Würstchen mit unerschütterlichem Sinn für Gerechtigkeit. Er will zur US Army, wird aber wegen seiner körperlichen Verfassung ständig abgelehnt. Sein bester Freund James „Bucky“ Barnes (Sebastian Stan) wird selbstverständlich genommen.
Durch Dr. Abraham Erskine (Stanley Tucci) bekommt Steve einen Hintertür-Eintritt. Erskine sucht keinen Schrank – er sucht jemanden mit großem Herzen für sein Super-Soldat-Serum. Steve fällt durch Tapferkeit auf (Granaten-Sprung). Eine Behandlung mit Serum + Vita-Strahlen später ist Steve Rogers 2 Meter groß, sieht aus wie ein Adonis und kann brutal viel.
Erskine wird sofort ermordet, das Serum nicht reproduzierbar. Steve wird zum Symbol gemacht – als singender Tanzmützen-Captain America in einer Werbekampagne für Kriegsanleihen. Was Korbi „Käschball-Kostüm“ nennt, ist im Original-Comic-Kostüm von 1941 verwurzelt.
Wendepunkt: Bei einem Auftritt vor echten Soldaten erfährt Cap, dass die 107. Infanterie-Division hinter feindlichen Linien gefangen ist – inklusive Bucky. Cap geht solo, befreit alle, schlägt eine Hydra-Festung kurz und klein, und kommt als echter Held zurück. Ab da: Howling Commandos-Spezialeinheit, anti-Hydra-Operationen, Final-Showdown gegen Red Skull mit Eis und Versenkung im Polarmeer.
Red Skull / Johann Schmidt
Hauptantagonist: Johann Schmidt alias Red Skull, Kopf der Nazi-Wissenschaftsorganisation Hydra, gespielt von Hugo Weaving. Schmidt hat sich selbst eine frühe Version von Erskines Serum gespritzt – mit dem Resultat, dass seine Haut buchstäblich abfällt und ein roter Schädel darunter zum Vorschein kommt.
Cool: Im Film wird das Make-up sukzessive enthüllt. Die Latex-Maske auf Hugo Weavings Gesicht ist deutlich sichtbar (wenn man’s weiß), und beim ersten Konfrontationskampf reisst Schmidt sein Gesicht ab. Korbi: „Dieses Make-up von dem, richtig krass. Wenn er das Gesicht das erste Mal abzieht und dann drunter dieser rote Schädel ist, das schaut wahnsinnig realistisch aus.“ Mike: „Man sieht ja auch schon am Ohr runter über den Hals, dass sich da das aufmacht.“
Hugo Weaving Cross-Connections – Mike: „Vater von der unglaublich charmanten und hübschen Samara Weaving. Wup, wup.“ Korbi: „Jetzt ist nur geiler geworden. Krass, durch die Tochter ist er nur geiler worden.“ Bekannte Hugo-Weaving-Rollen: Agent Smith aus der Matrix-Reihe (Korbi-Version: „Schmidt“), Elrond aus Herr der Ringe (Korbi-Wahnsinns-Variante: „Elron McBong“), V aus V for Vendetta.
Wichtiger Punkt zum Hugo-Weaving-Schmuser: Er hat in Interviews bekannt gegeben, dass er die Rolle nicht länger spielen wollte. Die Maske ging ihm „auf die Nerven“. Konsequenz: Bei späteren MCU-Auftritten des Red Skull-Charakters wird Hugo Weaving NICHT mehr als Schauspieler genutzt.
Foreshadowing zum Mitlaufen
Kane macht den Foreshadowing-Detektiv:
- Hydra-Logo Blut-Spritzer: In der Eingangs-Szene, als Schmidt einen Mann erschießt, spritzt das Blut nur auf den Schädel-Teil des Hydra-Logos. Das kündigt sein wahres Gesicht an.
- „In die Zukunft“-Bucky-Spruch: Bucky sagt zu Steve auf der Stark-Expo: „Wir gehen jetzt direkt in die Zukunft.“ Foreshadowing auf den 70-Jahre-Sprung am Filmende.
- Steve auf dem Recruiting-Tisch: „Ich könnte den ganzen Tag so weitermachen.“ Diese Phrase taucht in Endgame wieder auf – da ist Captain America gegen sich selbst und sagt sie wieder.
Mike: „Das sind so Sachen, so Kleinigkeiten, wo mir einer jetzt eine Gänsehaut läuft, weil durch jetzt die Bedeutung mancher Worte, Sätze und Taten erst bewusst werden, weil du weißt, wie es ausgeht oder weitergeht.“
Easter Eggs & Comic-Hommagen
Captain America hat 1941 in Comic #1 von Joe Simon und Jack Kirby sein Debüt gegeben. Hier die Verbeugungen im Film:
- Comic-Cover #1 wird im Film nachgestellt: Wie Cap auf Hitlers Kiefer haut. Im Original ist auch Bucky als Sidekick mit dabei – im Film-Cover entfernt, weil Bucky an dieser Stelle der Storyline noch nicht da ist.
- Original-Kostüm: Das Cashball-Kostüm aus den ersten Comics von 1941 – mit Flügeln am Helm und einem dreieckigen Schild – wird im Film für die USO-Tournee benutzt.
- Schild-Evolution: Vom dreieckigen 1941er-Schild zum klassischen runden Schild aus Vibranium.
- Original Human Torch: In der Stark-Expo-Szene sieht man im Hintergrund einen Anzug in einer Showcase – das ist die Hommage an die menschliche Fackel aus den Timely Comics, dem Vorläufer-Studio von Marvel. Cool: Chris Evans hat in den Fantastic-Four-Filmen (2005/2007) selbst den Human Torch gespielt – Kreis schliesst sich.
- Howard Stark: Tony Starks Vater, gespielt von Dominic Cooper. Sein fliegendes Auto auf der Stark-Expo verweist auf die Repulsor-Technologie, die später Iron Mans Anzug antreibt. Das gleiche Auto erscheint später in Agent Carter und Agents of S.H.I.E.L.D. (Kulson hat einen davon).
- Wilhelm-Schrei: Bei genau 1 Stunde 30 Minuten in der Hydra-Festungs-Befreiungsszene. Kane: „Da kommt der Wilhelm-Schrei voll!“ Der berühmte Stock-Sound aus westlich-Pferd-runter-Szenen, der seit den 50ern in tausenden Filmen wiederverwendet wurde – inklusive einer eigenen Galileo-Folge darüber. Plus: Vergleichbar mit dem Tarantino-Carcrash-Sound, der ebenfalls in jedem Tarantino-Film auftaucht.
X-Men-Rechte und gestrichene Cameos
Saftiger Comic-Nerd-Deep-Cut: Aufgrund der Weltkriegs-Handlung hätten sich Wolverine und Magneto als jüngere Versionen perfekt einbinden lassen. Im Comic-Kanon war Logan im Zweiten Weltkrieg in der US Army aktiv, während der junge Erik Lehnsherr (Magneto) in einem Konzentrationslager gefangen war (siehe X-Men-Comics und auch X-Men: First Class 2011).
Das Problem: Die X-Men-Filmrechte lagen damals noch bei Fox, nicht bei Marvel/Disney. Deswegen mussten alle X-Men-bezogenen Easter-Egg-Cameos rausgekürzt werden. Disney hat sich die X-Men-Rechte erst 2019 mit der Fox-Übernahme zurückgeholt.
Noch krasser: Im Original-Comic ist Caps Schild aus Vibranium UND Adamantium – das macht es praktisch unzerstörbar (Vibranium absorbiert Vibrationen, Adamantium ist quasi unbrechbar). Adamantium ist aber das Material aus dem auch Wolverines Skelett besteht. Wegen X-Men-Rechte musste Adamantium aus dem Captain-America-Schild raus – im Film ist das Schild nur noch aus 100% Vibranium.
Mikes Frage zum Vision-Schild im späteren MCU: „Ist es dann auch so, dass dann der Vision quasi auch aus Adamantium ist teilweise?“ Kane: „Nein, der ist aus Vibranium.“ Auch Vision ist im MCU ohne Adamantium-Anteil ausgeführt.
Weitere gestrichene Bösewichte: Strucker und Zemo
Marvel hatte ursprünglich geplant, sowohl Baron Wolfgang von Strucker als auch Baron Helmut Zemo bereits in The First Avenger einzuführen. Beide sind klassische Hydra-Captain-America-Bösewichte aus den Comics.
Marvels Entscheidung: lieber für spätere Filme aufsparen, statt sie als Randfiguren zu verschwenden. Die Strategie zahlte sich aus: Strucker bekommt seinen Auftritt in Avengers: Age of Ultron (2015), Zemo wird zum Hauptantagonisten in Captain America: Civil War (2016) – dort gespielt von Daniel Brühl mit einer Performance, die selbst Korbi (nächstes Kapitel) als „cool“ bezeichnet.
Kane: „Die haben sich lieber für später aufgehoben, dass sie nicht jetzt da einfach nur als Randfiguren kurz auftauchen und dann sind sie weg.“
Stan-Lee-Cameo & der falsche Cap
Stan Lee taucht in Cameo Form als Veteran in der Menge auf, dem Captain America bei einer Propaganda-Tour vorgestellt wird. Aber: durch ein Missverständnis kommt nicht der echte Cap auf die Bühne, sondern ein dicklicher Imitator. Stan Lee schaut auf den Imitator und sagt: „Ich hab‘ ihn mir größer vorgestellt!“
Das ist ein doppelter Witz: Der „falsche Cap“ wird gespielt von Reb Brown, dem Schauspieler aus dem 1971er Captain-America-Fernseh-Film. Stan Lee ist nicht der ursprüngliche Erfinder von Captain America (das war Joe Simon und Jack Kirby) – aber er hat in den 1960ern die Figur für Marvel wiederbelebt und damit ihren modernen Status etabliert.
Hydra: Realität und Fiktion
Korbi-Disclaimer für Geschichts-Sleeper: Hydra ist erfunden. Aber: Die Tech-Konzept-Designs in Hydras Arsenal basieren auf echten Konzeptzeichnungen aus dem Dritten Reich. Kane:
- Mega-Panzer und Flugzeuge: Designs gab es in der Wehrmachts-Konzept-Phase
- Bemannte Torpedos: Im Film wollen die Hydra-Torpedos US-Städte bombardieren – das geht zurück auf japanische Kaiten-Selbstmord-Torpedos und deutsche Versuche im Kontext.
- Laserwaffen: Im Film fiktional, aber inspiriert von Wehrmachts-Wunderwaffen-Programmen.
Mikes Lob: „Das finde ich cool, dass das passt eben zu der Zeit. Und dass man da weiß, dass der Hitler eben auch so auf so okkulte Sachen gestanden hat und dass man das dann eben noch mit einbaut, finde ich super cool.“
Peggy Carter: Der Frauencharakter, der eigene Serie kriegt
Peggy Carter (Hayley Atwell) ist Mitglied der SSR (Strategic Scientific Reserve) und arbeitet an Erskines Super-Soldat-Programm mit. Sie und Steve verlieben sich – schon vor seiner Verwandlung, was Mike feinfühlig findet („Das Anbandeln passiert noch im Krischball-Stadium“).
Klassische Szene: Nach Steves Verwandlung tippt Peggy ihm zur Brust – die Reaktion (zurücklehnen, leicht verlegen) war angeblich nicht so geplant; Hayley Atwell soll wirklich von Chris Evans‘ nun-trainiertem Körper überrascht gewesen sein. Drinblieben.
Tragisches Ende: Cap stürzt mit der Hydra-Maschine ins Polarmeer und wird für 70 Jahre vereist. Peggy lebt das Leben, das er ihr versprach – aber ohne ihn. Cliffhanger: Steve wacht 2011 auf in einer New Yorker S.H.I.E.L.D.-Facility.
Spin-off: Agent Carter (ABC, 2 Staffeln 2015–2016) folgt Peggy in der Kalter-Krieg-Ära und verfolgt anti-Hydra-Operationen. Hayley Atwell als Hauptdarstellerin, Dominic Cooper als Howard Stark wieder dabei. Jarvis als Howards Butler und Quelle des späteren Stark-KI-Namens JARVIS. Kane empfiehlt: „Eine sehr coole Serie. Ich finde es schade, dass sie nach zwei Staffeln vorbei war.“
Bucky & der Wintersoldier-Hint
James „Bucky“ Barnes wird von Sebastian Stan gespielt. Mike: „Eine der sympathischsten Nebenfiguren neben Loki.“ Buckys Schicksal im Film: er wird während einer Hydra-Operation gefangen genommen, von Hydra-Wissenschaftler Arnim Zola (Toby Jones) experimentell behandelt, später von Cap gerettet, dann am Ende des Films aus einem Zug stürzend für tot erklärt.
Joe Johnston im Original-Interview: Buckys vermeintlicher Tod ist absichtlich offen gelassen. Zolas Experimente ermöglichen Buckys Überleben – was die Tür für seine Rückkehr als Wintersoldier in Captain America: The Winter Soldier (2014) öffnet. Sebastian Stan hat sich von Anfang an für 6 Filme verpflichtet.
Korbi (ohne Wintersoldier-Wissen): „Keine Ahnung, wer der Wintersoldier ist, aber ich finde den total sympathisch.“ Kane teasert eine eventuelle Falcon & Winter Soldier-Serie an, in der Bucky neben Falcon (Sam Wilson) Hauptrolle spielt – wovon Mike voll überzeugt ist: „Da bin ich total gespannt, ob da noch was kommt.“
Korbis Daniel-Brühl-Hass
Aus dem Nichts in der Folge: Korbi entwickelt einen plötzlichen Hass auf Daniel Brühl. Kontext: Mike hat verboten, dass Daniel Brühl als Bonus-Hauptbosewicht in zukünftige MCU-Filme eingeführt werden sollte (was später mit Civil War 2016 ja eintritt). Korbis Reaktion: „Ich mag einen Daniel Brühl in der Rolle nicht. Ich mag frühere Rollen nicht, die der Daniel Brühl spielt.“
Kanes Antwort: „Er selber ist aber eine coole Socke. Wenn er Bock hätte, dass er bei uns beim Podcast mitmacht, dann hätte ich wahrscheinlich Angst und du musst alle mitnehmen.“ Mikes Til-Schweighofer-Aside: „Dann hören wir aber gleich einen Schweighilfer ein, weil dann sage ich, was ich von ihm halte.“ Aufarbeitung der Daniel-Brühl-Hass in einer kommenden Folge – versprochen.
(Wichtig für Daniel Brühl: Falls du das liest – Korbi mag dich persönlich. Es sind nur deine Rollen.)
Box Office, Studio & Studio-Korrektur
Captain America: The First Avenger (2011, Joe Johnston). Budget: 140 Mio USD. Box Office: 371 Mio USD weltweit. Mittelmäßige Marvel-Performance, was zu Diskussionen über mögliche Sequels geführt hat – die durch den Erfolg von The Avengers (2012) erst gelöst wurden.
Studio-Korrektur (von Korbi gegoogelt): Marvel Studios hat produziert, Paramount Pictures war für den Verleih in den USA und Deutschland verantwortlich. Disney hatte Marvel zu der Zeit schon übernommen (2009), aber der Filmverleih lief noch über Paramount-Verträge. Die Disney-konforme Verleih-Konsolidierung kam erst später.
Joss Whedon-Twist: Whedon, der bei The Avengers Regie führte, hat das Captain-America-Drehbuch gegengelesen und die Charakter-Beziehungen für Franchise-Konsistenz angepasst. Sein Beitrag: die Cap-Bucky-Beziehung tiefer ausarbeiten, die Peggy-Cap-Liebesgeschichte fokussieren.
Captain Americas Sehfahrt: Mike & Kane Erfahrungen
Mike-Anekdote: „Ich habe ihn zum ersten Mal im Kino gesehen und auch das letzte Mal habe ich gestern bei der Zweitsichtung festgestellt, seitdem nimmer.“ Heisst: Mike sah Captain America genau zweimal in 12 Jahren. Was Kane veranlasst hat, ihn als „dummen MCU-Faulen“ zu beschimpfen.
Kane-Anekdote: „Ich hab den schon zweimal mit dem Kino gesehen, weil bei mir ist die Unart eigentlich, dass ich mir Comicverfilmungen mindestens zweimal, wenn nicht dreimal im Kino anschaue.“ Insgesamt schon ca. 6x gesehen. Klassische Marvel-Sammler-Mentalität.
Die Avengers-Cliffhanger-Szene
Klassisches Marvel-Post-Credits-Setup: Nach den Credits sieht man Steve Rogers im modernen New York mit Nick Fury (Samuel L. Jackson) treffen. Plus: Erste Avengers-Teaser-Szenen werden gezeigt, mit dem Text „Captain America will return in The Avengers“.
Kanes Kino-Erinnerung: „Das war so geil Gänsehaut gekriegt damals, das war ein richtig geiles Feeling. Wenn ich den Säge, dann lass ich extra bis zum Schluss laufen, weil das so cool war.“
Tops & Flops
Welche Subgenre-Vibes erinnern Mike beim Rewatch besonders an seine Kindheit (Tipp: Indiana Jones und James Bond, plus die Nazi-Antagonisten)? Welche eine Sache wird Korbi an dem Film zu wenig (Tipp: viele Charaktere, die danach nicht mehr aufgegriffen werden)? Und wie erklärt Kane die Frage, warum Tommy Lee Jones in einer Comic-Verfilmung so funktioniert (Tipp: „lange-aufs-Live-gestimmt-krantig-griesgrämig“)? Direkt anhören auf Podigee.
Triple Threat
Drei Kategorien: Titten? Trompeten? Tiere? Bei einem PG-13-MCU-Film ist die Antwort offensichtlich – alle drei: nein. Außer (Kane-Witz): „Die unglaublich muskulösen Männer-Titten von Chris Evans.“ Mike’s Triple-X-Parody-Hint wird gemacht, aber bleibt aus dem aufgenommenen Pinball-Universe heraus. Triple-Threat-Bewertung in der Folge.
Verdict & Howard the Duck-Spekulation
Captain America: The First Avenger ist der perfekte Auftakt zum chronologischen MCU-Rewatch. Der Film hat eigenes Setting (1940er-Vintage), klare Genre-Wurzeln (Indiana Jones / James Bond), gute Practical Effects (Miniatur-Explosionen statt CGI bei der Hydra-Festung), und einen idealen Origin-Aufbau für Steve Rogers. Tommy Lee Jones liefert tolle Komik als Colonel Phillips, Hugo Weaving ein überzeugendes Red-Skull-Schauspiel.
Kanes 4/5 Sterne, Mikes 3,5/5, Korbis 4/5. Pflicht-Sehung für MCU-Einsteiger und ein guter „Indiana-Jones-mit-Helden-DNA“-Nostalgie-Trip. Im Kontext des MCU steht er gut alleine – ist aber auch der Setup-Film für alles, was kommt.
Korbis pessimistische Marvel-Pandemie-Vorhersage zum Schluss: „Die werden jetzt noch einen Film aussehauen und zwar ein Remake von Howard the Duck. Und das war’s dann.“ Das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet – stattdessen kam Disney+, und die MCU-Maschine läuft seitdem auf vollen Touren weiter.
Outro-Anweisung von Kane (humoristisch): „Captain America hat Hitler 200 Mal umgehauen – wenn jemand sagt, unser Podcast wäre nicht ordentlich, der muss auch 200 Mal umgehauen werden, bis er ihn regelmäßig anhört.“ (Aber wie immer keine offizielle Aufforderung zu Gewalttaten – bleibt friedlich, macht’s verbal.)
Praxis-Tipp: Nach den Credits sitzen bleiben für die Avengers-Teaser-Sequenz. Plus: Aufmerksam sein bei genau 1:30 Uhr für den Wilhelm-Schrei.
🎧 Folge hören auf Podigee | Spotify | Apple Podcasts | YouTube
Eine kurze Bitte zum Schluss
Wenn euch die Folge gefallen hat, schenkt uns eine Minute auf Apple Podcasts und hinterlasst eine Bewertung. Jede Sternchen-Vergabe hilft uns enorm, neue Hörerinnen und Hörer zu erreichen. Vielen Dank!
Mehr MCU & Genre-Folgen bei VLM
- Zack Snyder’s Justice League: Der 4-Stunden-Cut – das DC-Pendant zum MCU-Aufbau
- Godzilla MonsterVerse: Drei Filme im Vorfreude-Check – Kaiju-Universum mit ähnlicher Multi-Film-Struktur
- Der Unsichtbare (2020): Leigh Whannells Horror-Hit – die Vorfolge mit Universal-Monster-Connection
- Wer bistn du? Simon Spachmann – Garden of Gore – die andere VLM-Premiere des Monats
Häufig gestellte Fragen
In welcher Reihenfolge sollte man das MCU schauen?
Es gibt zwei Empfehlungen: Erscheinungsdatum (am nächsten an dem, wie es geröstet wurde) oder chronologische Reihenfolge der erzählten Geschichte. VLM folgt der Letzteren: Captain America (1942-45) → Captain Marvel (1995) → Iron Man (2008) → etc. Disney+ hat die „MCU chronologisch“-Kategorie eingerichtet.
Was ist der Tesseract?
Ein würfelförmiges Cosmic Cube-Artefakt, das im Film von Johann Schmidt geborgen wird und als Energiequelle für Hydras Waffenforschung dient. Im späteren MCU stellt sich heraus: Es ist einer der sechs Infinity-Steine (der Raum-Stein) und das wichtigste Foreshadowing des gesamten Films – er taucht in The Avengers, Captain Marvel, Avengers: Endgame und allen Loki-Storylines wieder auf.
Was ist Hydra?
Eine fiktive Wissenschaft-Terror-Organisation, ursprünglich aus der Tiefe des Dritten Reiches als Geheimsekte herausgewachsen. Im MCU ist Hydra Cap’s Hauptfeind und kehrt später immer wieder in die Storylines zurück (z.B. Captain America: The Winter Soldier 2014).
Wer hat Captain America erfunden?
Joe Simon und Jack Kirby 1941 für Timely Comics (Vorläufer von Marvel). Captain America Comic #1 erschien im März 1941, vor dem amerikanischen Kriegseintritt. Das Cover zeigt Cap, wie er Hitler ohrfeigt – ein direkter politischer Statement-Akt.
Warum sind Wolverine und Magneto nicht im Film?
Aufgrund der damaligen Rechtelage: Die X-Men-Filmrechte lagen bei Fox, nicht bei Marvel/Disney. Cameos von Wolverine (im Comic-Kanon ein Army-Soldat) und Magneto (KZ-Insasse) müssten gestrichen werden. Genauso musste das Adamantium aus Caps Schild raus – im Film besteht es nur aus Vibranium. Disney holte die X-Men-Rechte erst 2019 mit der Fox-Übernahme zurück.
Welche Comic-Cover werden im Film nachgestellt?
Das Original-Cover von Captain America Comic #1 (1941) wird in der USO-Tournee-Szene direkt zitiert – mit der Hitler-Ohrfeige. Im Original-Comic ist auch Bucky als Cap-Sidekick mit dabei; im Film wurde Bucky herausretuschiert, weil er an dieser Stelle der Storyline noch nicht aktiviert ist.
Wer ist die menschliche Fackel im Hintergrund der Stark-Expo?
Der Original-Human Torch aus den Timely Comics (1939) – ein Android, der die Vorläuferfigur für Marvels spätere Fantastische Vier-Figur Human Torch ist. Coole Cross-Connection: Chris Evans hat selbst den Human Torch in den 2005er und 2007er Fantastic-Four-Filmen gespielt.
Warum macht Hugo Weaving Red Skull nicht mehr?
Er hat in Interviews bekannt gegeben, dass die Maske, die er in jeder Szene tragen musste, ihn auf die Nerven ging – plus, der Film-Stil entspricht nicht dem, was er gerne macht. Bei späteren MCU-Auftritten von Red Skull wird ein anderer Schauspieler eingesetzt.
Wer ist Peggy Carter und welche Serie ist Agent Carter?
Steve Rogers‘ romantische Partnerin und ein zentraler Charakter der MCU-Entwicklung. Hayley Atwell spielt sie. Agent Carter ist eine ABC-Serie (2 Staffeln 2015–2016), die nach den Ereignissen des Films im Kalten-Krieg-Setting spielt.



