Mike, Kane und Korbi (von Mike als „heilige Dreifaltigkeit der Podcast-Szene“ angekündigt) nehmen sich Der Unsichtbare (2020) von Leigh Whannell vor – die Modern-Universal-Horror-Premiere, die das gescheiterte Dark-Universe-Konzept retten konnte. Erwartet euch: O-Ton-Diskussion zu Elisabeth Moss als Cecilia, eine Speicher-Farben-Szene-Lobeshymne („Laola-Welle der Hoden“), Easter Egg-Suche, das End-Twist-Doppel-Mysterium und einen unsichtbaren Hund, der die Logik-Diskussion gewinnt.
Plot ohne Komplikationen
Cecilia Kass (Elisabeth Moss) flieht in der Eröffnungssequenz aus dem festungsartigen Küstenhaus ihres reichen Tech-CEO-Partners Adrian Griffin (Oliver Jackson-Cohen). Adrian – „das hat sie misshandelt, physisch, psychisch, ohne Ende richtig heftig“ (Kane). Sie versteckt sich bei ihrem Kindheitsfreund James Lanier (Aldis Hodge, San Francisco PD) und seiner Tochter Sydney (Storm Reid).
Wenig später Anruf von Adrians Bruder Tom Griffin (Michael Dorman, sein Anwalt): Adrian hat sich umgebracht. Vermächtnis: 5 Millionen Dollar für Cecilia. Sie glaubt es nicht. Hat recht.
Komische Sachen passieren im Haus. Decken werden weggezogen. Pfannen brennen an. Der Atem ist zu hören, wo niemand stehen sollte. Und niemand glaubt ihr. Adrian – ja, er lebt, er ist nur unsichtbar – isoliert sie systematisch von Familie und Freunden, schickt vergiftete E-Mails, schlägt ihre Schwester nieder während eines Restaurant-Dinners. Mit dem Messer. Sie kommt in die Klapse.
Korbi: „Die wird da isoliert von ihren ganzen Freunden und von ihrer Familie, da drängt das weg durch den Scheiß, weil natürlich glaubt ihr das keiner, bis irgendwann voll eskaliert.“
Lee Whannells Spiel mit den Erwartungen
Das wichtigste handwerkliche Highlight: Whannell und Cinematographer Stefan Duscio spielen permanent mit den Zuschauer-Erwartungen. Wo bei einem typischen Horror eine Jumpscare-Folge wäre, lässt Whannell die Kamera leer da stehen – und nichts passiert.
Mike beschreibt das treffend: „Es ist ja im Anfang, wenn sie auf das Auto flüchtet, dann gibt’s einen Kameraschwenk und sie strahlt von der Straße aus dem Wald, dann bleibt die Kamera einfach stehen. Eine Zeit lang, und du schaust die ganze Zeit auf das Bild und sagst: alle, geht’s hopp, wieder gleich da hundertprozentig… Wahnsinn.“
Kane: „Der spuit gern mit den Erwartungen. Macht James Wan auch – die zwei sind sich da relativ ähnlich. Du meinst die ganze Zeit, jetzt kommt gleich der Jumpscare, und es passiert dann halt einfach nicht. Damit spielt er mit ganz schaurig wuls auf.“
Visuelles Markenzeichen des Films: Cecilia ist nie zentriert. Sie steht außermittig, links oder rechts hinten ist immer ein leerer Raum. Der Zuschauer starrt instinktiv in den leeren Raum – weil dort doch jetzt gleich etwas passieren muss. Aber meistens passiert nichts. Und dann, wenn was passiert, ist es ein Tritt in die Bauchhöhle.
Whannell-Trivia: Im Original-Interview hat er gesagt, er wollte „den Zuschauer ohne Backstory in Cecilias Situation droppen“. Cinematographer Duscio bekam die Anweisung, dass dieser Horrorfilm „viel Licht haben“ sollte – weil ein Unsichtbarer sich nicht im Dunkeln verstecken muss. Duscio stöhnte angeblich vor Schmerzen – Cinematographen lieben Dunkelheit. Die Speicher-Szene war sein Gegengeschenk: nur eine Taschenlampe.
Die Speicher-Farben-Szene
Die meistgenannte Szene der Folge. Cecilia geht auf den Speicher, um Beweise zu finden. Sie kippt eine Farbendose um, und langsam füllt sich der Boden mit nasser Farbe – in der sich plötzlich Fußabdrücke abzeichnen, die niemand hinterlässt. Adrian ist da. Aber unsichtbar.
Kane mit der Kino-Anekdote: „Ich hab den im Kino gesehen und da sind wir auch reine Leute gewesen – das war wie eine Laola-Welle. Laola-Welle der Hoden, selbst die Weiber haben sich in den Bauch geschossen.“ Korbi: „Richtig. Besser hätte ich das Gefühl nicht beschreiben können.“
Wichtige Eintauchungs-Funktion: hier weiss man als Zuschauer mehr als Cecilia – ein klassisches Hitchcock-Suspense-Setup. Sie weiß noch nicht, was wir gerade sehen.
Die Bettlaken-Szene
Mike: „Die Szene, wenn sie im Zimmer vom Kind schläft – und dann reisst er ihr die Bettlaken weg, und dann sieht man auch die Abdrücke von den Pobacken im Sessel und auf dem Laken. Das ist eine von den besten Szenen vom ganzen Film.“
Auch hier: Cecilia ist allein im Bild, aber wir wissen, dass jemand bei ihr ist. Adrian’s Anwesenheit wird in negativen Spuren sichtbar: warmes Atmen, eingedückte Polster, weggerissene Bettlaken. Maximale Anspannung mit Minimal-Mitteln.
Hund-Block: Ist Zeus tot?
Mikes Anlauf: „Hund nicht streicheln“-Schreckmoment – in der Anfangsfluchtszene rennt Cecilia gegen den Hundenapf von Adrians Hund Zeus, was den Halsband-Glocken zum Klimpern bringt und Adrian fast aufweckt. Korbi: „Der hat mich nochmal beruhigt, weil ich mir gedacht habe, ach, wenn der Hund vorkommt in dem Haus, da werden nicht so schlimme Sachen passieren.“
Aber dann kommt das Logik-Loch der Folge. Cecilia bricht später ins Haus zurück ein – und findet den Hund noch da. Mikes Frage: „Warum ist der Hund in dem Haus, wenn es eigentlich heisst, er ist seit ein paar Wochen tot?“
Kanes Erklärung: „Der wohnt in Wirklichkeit noch da drin. Ich glaube, der überlässt die Pflege dann auch seinem Bruder Tom. Weil das ist ja sowieso sein Mädchen für alles. Der gibt dem Tom wahrscheinlich um 5 Uhr morgens eine Schicht und sagt: jetzt pass auf, du tyrannisierst jetzt mit mir mein Ex und dafür fütterst du ihn zwei mit dem Tag.“
Bonus-Witz: Der Hund ist „der Held in dem Film, der hat sich rettend in die Kugel geworfen, der hat sich zwischenhergestellt“ (Kane). Korbi findet’s super, dass der Hund am Ende in Cecilias Obhut landet.
Cross-Connect: Universal Monsters und das gescheiterte Dark Universe
Wichtiger Genre-Kontext: Universal hatte 2016 mit dem Dark Universe begonnen, ein MCU-ähnliches Horror-Universum auf Basis der klassischen Universal-Monster aufzubauen. Erste Filme:
- Dracula Untold (2014, mit Luke Evans) – Box-Office-Gurke, schon vor Dark-Universe-Branding gedreht
- Die Mumie (2017, mit Tom Cruise) – sollte das Dark Universe etablieren, wurde grandios verrissen und floppte
Mike (über die Mumie): „Das ist ja echt eine Frechheit, was der Film hebe. Das ist für mich eine persönliche Beleidigung gewesen. Als hätte mir der Regisseur ins Gesicht gespuckt.“ Kane: „Ich sag gerade, wenn der den Behindertenbus überschluckt und der Tom Cruise durch die Scheiben während dem Überschlag einspringt. Was ist denn das für ein Scheißtrick? Bleiben wir lieber bei Unsichtbaren.“
Dark-Universe-Trivia für Der Unsichtbare: Johnny Depp war ursprünglich als Adrian Griffin geplant, sollte mit dem Film das Dark Universe weiterführen. Nach dem Mumie-Flop kippte Universal das Konzept und ging zu eigenständigen Geschichten über. Whannell hat klargestellt, dass sein Film nie Teil des Dark Universe sein sollte. Ergebnis: bestes Universal-Monster-Update seit Jahrzehnten.
Kane: „Oliver Jackson-Cohen ist eindeutig die bessere Wahl als Johnny Depp. So einen Scheißträger, Gott sei Dank ausschaut.“
Universal Monsters Connection: 1933 als Easter Egg
Cool: Whannell verbeugt sich elegant vor dem Original-Universal-Monster-Klassiker The Invisible Man (1933, James Whale, mit Claude Rains). Easter Egg im Film: Cecilias Passwort lautet „1933“ – Sie verwendet es im Film, wenn sie etwas am Computer eingibt.
Kane hat den 1933er erst kürzlich nachgeholt: „Die Effekte damals – ich denk mir, Alter, wie geil haben die das damals schon gemacht, dass man echt meinte, der Typ ist unsichtbar die ganze Zeit unterwegs. Richtig richtig gut.“ Plus: das Original folgt der H.G.-Wells-Novelle (1897, nicht 1890), wo der Unsichtbare durch chemische Flüssigkeit unsichtbar wird, dann nicht mehr sichtbar werden kann und schließlich wahnsinnig wird. Whannells moderne Variante: ein Lichtbeugungs-Anzug mit hunderten Linsen, die das Hintergrund-Bild nach vorne projizieren.
Kanes weiteres Easter Egg: Beim Einliefern in die Klapse kommt auch ein Patient ans Bild, der bandagiert ist wie der Unsichtbare aus dem 1933er Original.
Mikes Lee-Whannell-Saw-Easter-Egg: Billy the Puppet. Im Hintergrund einer Regenkampf-Szene sieht man auf einem Bauzaun ein Banner mit der Saw-Puppe. Whannell und James Wan-Filme haben fast immer Billy-Cameos – selbst in Aquaman steckt einer im Schrott unter Wasser.
Paranormal Activity-DNA
Whannell hat in Interviews bestrebt, dass er sich an der Machart von Paranormal Activity orientiert hat – weil das Konzept dort auch ohne krasse Effekte oder Special-Score-Untermalung funktioniert. Der Film verzichtet auf Score-Pump-Up-Tracks, lässt Stille zur tragenden Säule werden.
Korbi: „Es ist Wahnsinn, wenn du denkst, dass dir was so dermassen Angst machen kann, wenn du gar nichts siehst. Stell dir vor, du hörst dann den Atem oder so. Oder den Windzug.“ „Das und der Schwiegermütter-Magnitudin, die nur der starr in dich starrt.“
Mike: „Im Endeffekt weißt man als Zuschauer mehr als sie. Das ist Suspense, wie ihn Hitchcock gepredigt hat.“
Restaurant-Messer-Szene
Der größte Schock-Moment des Films, ohne Spoiler-Markierung: Cecilia trifft sich nach einem Streit mit ihrer Schwester Emily Kass (Harriet Dyer) im Restaurant. Versuch der Versöhnung. Zündet emotional. Cecilia bekommt endlich Unterstützung. Dann: Schnitt-Tonschnitt und Adrian sticht Emily mit Cecilias Messer in den Hals.
Mike: „Die Szene, wenn er das Messer aufgreift in der Küche und dann sagst du, du hast bei der Eier rasiert. Weltklasse.“ Korbi: „Die Radzieher mies gewissen bei dir der Szene im Restaurant, hast du dann das Gefühl, jetzt kommt der Gegenschlag. Wie macht’s das jetzt, dass sie dann praktisch den Unsichtbaren da irgendwie besiegt? Und auf einmal denkst du so: ach du Scheiße.“
Cecilia wird für den Mord verurteilt und in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert. Schwangerschafts-Diagnose, Pille gegen Plazebo getauscht. Mike: „Da wo man dann im ersten Moment sagt, war Leck, das ist ja auch richtig krass. Ich dachte, vielleicht hat er sie vergewaltigt.“
Klapse-Action-Setpiece
Wendepunkt der Folge. Cecilia versucht, sich in der Klapse mit einem Kugelschreiber selbst umzubringen – als List, weil sie weiß, Adrian ist im Raum. Sticht sich, blutet, Adrians Anzug flackert unter dem Bluteinfall. Sicherheitswachen stürmen herein. Action-Setpiece: Cecilia kettet sich ans Bett, Adrian kämpft gegen mehrere Wachleute, immer wieder flackernd sichtbar in Strobo-Momenten.
Mike: „Eine brutal geile Action-Sequenz in der Klapse, wo der Unsichtbare gegen ein paar Wachleute antreten muss. Wie das Ganze inszeniert ist, von den Effekten, von der Kamerafahrung – unglaublich cool.“ Kane: „Weltklasse, die war echt gigantisch geil.“
Schnitt-Trivia: Die Selbstmord-Szene wurde in den USA fürs PG-13 gekürzt. Drei Sekunden vor dem Stich mussten weg, damit der Film nicht NC-17 bekam. Bei der internationalen Fassung sieht man den Einstich, dann ein paar schnelle Schnitte, damit es nicht so lange wirkt.
End-Twist und Finalszene
Spoilerwarnung an die Hörer: Kane macht im Podcast eine explizite Spoiler-Warnung vor dem Final-Block. Hier nur kurz: Cecilia fliegt aus der Klapse, kämpft sich zu Adrians Haus, und entdeckt: Der echte Unsichtbare war nicht Adrian – oder doch? Der gefasste Unsichtbare flackert nicht. Der zweite Anzug ist intakt. Logik-Diskussion: Sind beide am Final dabei?
Logik-Anker: Adrians Bruder Tom Griffin wird als der Mit-Täter etabliert (er ist sein „Mädchen für alles“). Dann gibt es Hinweise im Film, dass beide eine Rolle spielen – Brust-Kollision von Sydney im Gang, Spritzer-Spur im finalen Showdown.
Whannell wurde in Interviews mit Logiklöchern konfrontiert. Seine Antwort, sinngemäß: „Es ergibt in meinem Kopf Sinn, und wenn es bei euch nicht so ist, ist das euer Scheißbiech.“ Statement-König.
Cecilia bekommt ihre Rache: Adrian hat ein Geheimnis, sie macht es – und kommt ungeschoren davon. Plus: Sie hat Adrians Hund Zeus mitgenommen. Logik-konsistent: Der Hund war von Anfang an mit ihr verbündet.
Box Office & Corona-Dynamik
Budget: ca. 7 Millionen US-Dollar. Box Office: ca. 145 Millionen US-Dollar weltweit (Kane-Korrektur Ende der Folge). 20-fache Rendite, eines der profitabelsten Blumhouse-Projekte aller Zeiten.
Bemerkenswert: Der Film war einer der ersten, dessen Theater-Release durch die COVID-19-Pandemie abgebrochen wurde. Universal hat ihn nach drei Wochen Kino-Laufzeit für digitales Streaming freigegeben (gegen 20 USD), was für 2020 ein bahnbrechender Bruch mit dem Kino-Veranstaltungs-Modell war. Kane: „Ich hab den im Kino gesehen, das war einer der letzten Filme, die ich vor Lockdown 1 gesehen habe.“
Cool-Anekdote von Kane: „Das war Bloodshot und der Unsichtbare, die zwei Filme habe ich am Double-Feature-Tag im Kino angeschaut. Zuerst Bloodshot und dann der Unsichtbare. Gut, dass ich die Reihenfolge gewählt habe – so bin ich nämlich voll lästig und voll gut gelaunt ausgegangen.“ Andere Pioniere des Streaming-Schwenks: Trolls World Tour, Känguru-Chroniken (D).
Tops & Flops
Welche scheinbar nebensächliche Logik-Schraube findet Mike so verblüffend, dass er sie als Highlight-Quirk nennen muss (Tipp: das Tier, das eigentlich tot sein sollte)? Welche eine Sequenz aus dem Film hat Kane so beeindruckt, dass er sie als „Laola-Welle der Hoden“ beschrieben hat? Und welcher Filmkomponente kreidet Mike als nicht-zufriedenstellend an – die er aber so lieb hat, dass er nichts Negatives sagen will? Direkt anhören auf Podigee.
Triple Threat
Drei Kategorien: Titten? Trompeten? Tiere? Eine Kategorie scheitert technisch (warum das so ist, hat mit Adrian’s Anzug zu tun), eine bleibt unbeantwortet (hätte aber von Mike gerne gesehen werden wollen), und die letzte ist trotz aller Spekulation über Zeus‘ Schicksal in der Verdacht-Position. Triple Threat-Bewertung in der Folge.
Verdict
Der Unsichtbare (2020) ist moderner Universal-Horror auf Königsklasse-Niveau. Whannell-Inszenierung mit Hitchcock-DNA, Elisabeth Moss als phänomenale Hauptdarstellerin, ein Beziehungs-Trauma-#MeToo-Subtext, der nie didaktisch wirkt, plus eine Splatterszene, die den Film aus dem Mumblecore-Trauma-Bereich in vollendetes Action-Horror-Genre hebt. Logiklöcher gibt es – aber nichts, was den Sog des Films bricht.
4,5/5 Sterne Empfehlung von allen drei Hosts. Pflicht-Sehung für Genre-Fans und ein überzeugender Beweis, dass standalone Horror die richtige Strategie für Universals Monster-Marken war – nicht das gescheiterte Cinematic-Universe.
Praxis-Tipp: Auf Bluray (Universal Pictures Home Entertainment) erhältlich, plus auf größeren Streaming-Diensten verfügbar. Whannells Vorgängerfilm Upgrade (2018) ist als Bonus-Empfehlung für Genre-Fans drangezogen worden – cooler Cyber-Action-Horror, technisch verknüpft mit Der Unsichtbare durch das fiktive Tech-Unternehmen Cobalt.
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Häufig gestellte Fragen
Wer ist Leigh Whannell?
Australischer Regisseur und Drehbuchautor, am bekanntesten als Co-Schöpfer des Saw-Franchise (mit James Wan) und der Insidious-Reihe. Sein Spielfilm-Regie-Debüt war Insidious: Chapter 3 (2015), gefolgt von Upgrade (2018) und Der Unsichtbare (2020). 2026 ist Wolf Man erschienen, ein weiterer Universal-Monsters-Standalone.
Wo kann man Der Unsichtbare schauen?
Verfügbarkeit wechselt je nach Region. Auf Bluray bei Universal Pictures Home Entertainment, plus auf den großen Streaming-Diensten je nach Verfügbarkeitskalender. Für Genre-Fans empfohlen: das Steelbook (limitiert) und die 4K UHD-Bluray.
Hat der Film mit dem 1933er Original zu tun?
Nur lose. Whannells Version ist eine moderne Neuinterpretation der H.G.-Wells-Novelle The Invisible Man (1897), nicht des James-Whale-Klassikers von 1933. Aber: das Passwort „1933“ im Film und ein Klapse-Patient mit Bandagen à la Claude Rains sind Hommagen.
Warum ist der Film kein Teil des Dark Universe?
Universal hat das Dark Universe nach dem kritischen und finanziellen Versagen von Die Mumie (2017) komplett gekippt und entschieden, künftig Standalone-Filme zu produzieren. Whannell hat in Interviews klargestellt, dass sein Film nie Teil des Dark Universe sein sollte. Das Ergebnis spricht für die Strategie.
Wer ist Elisabeth Moss?
US-amerikanische Schauspielerin, bekannt aus Mad Men, The Handmaid’s Tale und Top of the Lake. Ihre Performance als Cecilia Kass wurde von Kritikern als eine der besten Leistungen ihres Karriere bewertet.
Gibt es eine Fortsetzung?
Universal hat eine Invisible Woman-Spinoff angekündigt (geschrieben und inszeniert von Elizabeth Banks). Whannell hat in Interviews gesagt, dass Der Unsichtbare für ihn eine abgeschlossene Geschichte ist und er aktuell keine Idee für ein direktes Sequel hat. Elisabeth Moss hat aber Bock auf eine Fortsetzung.
Was bedeutet das Easter Egg „1933“ im Film?
Cecilias Computer-Passwort lautet „1933“ – eine Hommage an James Whales Universal-Monster-Klassiker The Invisible Man (1933) mit Claude Rains in der Titelrolle.



