Godzilla MonsterVerse: Drei Filme im Vorfreude-Check (2014–2019)

Kane – Co-Founder und Host von Viva la MovieluciónKane
Korbi – Co-Founder und Host von Viva la MovieluciónKorbi

Kane und Korbi machen den Rundumschlag durchs amerikanische MonsterVerse – also Godzilla (2014), Kong: Skull Island (2017) und Godzilla: King of the Monsters (2019). Roland Emmerichs ’98er-Fail zählen sie demonstrativ nicht mit („den lassen wir außen vor, der funktioniert nicht als Godzilla-Film“). Anlass: Godzilla vs. Kong sollte Ende März 2021 ins Kino – über den würden wir heute auch noch reden, aber Corona hat andere Pläne. Kane meldet sich übrigens vom Strand von Saint-Tropez aus, finanziert komplett aus den 6 Euro Steady-Einnahmen (vor Steuern, versteht sich).

Das Ranking aus Bayern

Beide Hosts kommen unabhängig auf das exakt gleiche Ranking, was die Folge etwas streit-arm macht:

  1. Godzilla (2014) – die Inszenierung, das Slow-Build, die Menschen, die nicht nerven
  2. Kong: Skull Island (2017) – die Monster-Action des Trios, mit John C. Reilly als Bonus
  3. Godzilla: King of the Monsters (2019) – starke Monster, vergurkte Menschen-Dialoge

Godzilla (2014): Wann zeigt sich endlich das Vieh?

Godzilla startet das amerikanische MonsterVerse unter Regie von Gareth Edwards. Bryan Cranston als Joe Brody, sein Sohn Ford Brody (Aaron Taylor-Johnson, bekannt aus Kick-Ass), Elle Brody (Elizabeth Olsen – ja, dieselbe Olsen wie aus WandaVision, also Verbindungspunkt zu unseren Folgen 50 und 58), plus Ken Watanabe als Dr. Ishiro Serizawa.

Was Kane an dem Film genial findet: Edwards spielt mit den Erwartungen der Zuschauer, lässt Godzilla immer wieder kurz anteasern und reisst ihn dann wieder weg. Korbi merkt allerdings an, dass er den Film im Kino zwei- bis dreimal gesehen hat – und in der allerletzten Spätvorstellung schläft er regelmäßig ein und wacht nur für die Action-Szenen wieder auf. Das ist auch ein Kompliment. Der Soundtrack zitiert das Originalthema von Akira Ifukube, was Kane regelmäßig Gänsehaut verschafft. Das Box-Office: $529 Mio. bei $160 Mio. Budget – das war der franchise-startende Hit.

Kong: Skull Island (2017): 70er-Mucke und John C. Reilly

Kong: Skull Island spielt 1973, kurz nach Vietnam, und schickt eine US-Expedition auf eine bisher unkartierte Pazifik-Insel. Regie: Jordan Vogt-Roberts. Cast: Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, Brie Larson, John Goodman – und der absolute Highlight-Charakter John C. Reilly als Hank Marlow, der seit dem Zweiten Weltkrieg auf der Insel gestrandet ist. Sein Auftritt ist Korbis persönliches Highlight des ganzen MonsterVerse.

Plus: Soundtrack-Bombe. CCR, Black Sabbath, David Bowie – 70er-Jahre-Klassiker untermalt mit Kong-Power. Visuell der starke Helo-Sprung-Moment im roten Sonnenuntergang ist eine der ikonischen MCU-… äh, MonsterVerse-Sequenzen geworden.

Witzige Fußnote: Kane erinnert sich daran, dass Skull Island bei Erscheinen in einigen Rezensionen als „menschenverachtend“ gegeißelt wurde – weil Monster Menschen fressen. Sein Kommentar: „Seit Anbeginn der Monsterfilm-Zeit sind Monster dazu da, um Menschen zu zerdrücken, zu zerreißen, zu fressen. Wo war die Empörung bei Jurassic Park?“ Box Office: $566 Mio. bei $185 Mio. Budget – noch vor dem 2014er-Godzilla der teuerste, aber gleichzeitig profitabelste der Reihe.

Godzilla: King of the Monsters (2019): Geile Monster, Cringe-Dialoge

Der Wermutstropfen der Trilogie. Regie: Michael Dougherty. King of the Monsters packt tatsächlich alle Monster-Wunschträume aus: King Ghidorah, Mothra, Rodan, plus Background-Titan-Monster wie der Methuselah (das Mammut-Berg-Monster, das in München rumstapft – Kane: „der bayerische Methuselah“), Behemoth (das Wollhaarmammut-Monster) und Skullcrawler-Verwandte. Die Originalmusik mit Akira-Ifukube-Theme an einer Schlüsselstelle – wieder Gänsehaut.

Cast-technisch ist hier viel los: Kyle Chandler, Vera Farmiga, Millie Bobby Brown (Stranger Things) – und der absolute Cross-Connect zu unserer letzten Folk-Horror-Folge: Charles Dance spielt den Öko-Terroristen Alan Jonah. Das ist derselbe Charles Dance, der bei uns gerade in Folge 57 (Die Erlösung der Fanny Lye) als Tywin Lannister auf’m Bauernhof gefeiert wurde.

Was Kane allerdings auf 180 bringt, sind die Menschendialoge: „Die schlechtesten Witze, glaube ich, in der Filmgeschichte. Wenn der eine sagt ‚Mein Gott‘ und der andere antwortet ‚Zilla‘ – fick dich. Oder wenn Watanabe ‚Komm, mein großer Fighter!‘ sagt – keine Mindestintelligenz hat das jemals im Leben gesagt.“ Box Office: $386 Mio. bei $170 Mio. Budget – saftiger Rückgang gegenüber den Vorgängern, der sogar zur kurzen Diskussion geführt hat, ob das MonsterVerse weiterläuft.

Box-Office-Trend: warum es kritisch wurde

Drei Zahlen, die alle¿Dinger sagen:

  • Godzilla (2014): $529 Mio bei $160 Mio Budget
  • Kong: Skull Island (2017): $566 Mio bei $185 Mio Budget
  • Godzilla: King of the Monsters (2019): $386 Mio bei $170 Mio Budget

Prämie: Godzilla vs. Kong muss liefern, sonst war’s das mit dem MonsterVerse. Und dann kommt Corona. Sehr unfair gegenüber den geilen Echsen.

Vorfreude auf Godzilla vs. Kong (2021)

Godzilla vs. Kong kommt unter Regie von Adam Wingard (You’re Next, The Guest, Death Note). Laufzeit: knappe 113 Minuten. Im Trailer schon enthalten und Pflicht-Setpiece: der 18-minütige Schiffsträger-Kampf. Cast u.a. Alexander Skarsgård, Millie Bobby Brown (Rückkehr), Rebecca Hall, Kyle Chandler.

Kanes heißeste Spekulation: Mechagodzilla als End-Boss. Die Hinweise sind über Trailer und Marketing-Material verstreut, plus die Comics-Tradition. Korbis Bonus-Wunsch: weniger Menschen-Drama als beim King of the Monsters, mehr fette Kloppe. Stilistisch: bitte mehr 2014er-Atmosphäre mit den geilen Lichtsetups, weniger King-of-the-Monsters-Schmutz-und-Schreierei.

Update mid-Aufnahme: Kinostart in Deutschland gestrichen

Während der Folgenaufnahme bekommt Kane die News-Pushmeldung: Warner Brothers streicht den Kinostarttermin von Godzilla vs. Kong UND Mortal Kombat in Deutschland. Beide Filme sind ohne Starttermin und werden höchstwahrscheinlich auf Sky (HBO Max-Zweitverwertung) landen. Sehr trauriger Tag für alle, die sich auf große Leinwand und richtigen Subwoofer eingestellt hatten. Aber: Kane wird auch die Sky-Variante schauen – „aus Protest verzichten geht nicht – das muss ich anschauen“.

Wunsch für die Zukunft: Prequel und Mecha

Korbis Wunsch-Pitch: Ein Prequel-Film, der die versunkene Stadt aus King of the Monsters näher erforscht – wer hat den Ur-Godzilla verehrt und warum? Zusätzlicher Vorschlag von Kane: ein Film in der „uiden Zeit“, als Monster die Erde beherrschten, ohne lebende Menschen-Charaktere als Plot-Anker. Apokalypto-Style mit Monsterklopperei. Wenn das mal Netflix hört: Realfilm bitte, keinen ekligen 3D-Anime-Style wie die Godzilla: Planet der Monster-Anime-Trilogie aus 2017-18.

Tops & Flops

Welcher 70er-Jahre-Klassiker auf welchem Soundtrack katapultiert Korbi wöchentlich auf eine andere Tonspur – und welcher Charakter findet sein Ende, ohne dass Korbi wirklich traurig drüber ist? Welche eine Sache findet Kane am gesamten MonsterVerse genial, und welche eine Sache nervt ihn dermassen, dass er beim Schauen mit den Händen in der Luft umeinander wuchert? Tops und Flops am Schluss der Folge. Direkt anhören auf Podigee.

Verdict

MonsterVerse hat einen klaren Aufstieg-und-Verfall-Bogen: Godzilla (2014) ist die packendste Inszenierung, Skull Island (2017) der unterhaltsamste Pop-Action-Film mit dem geilsten Soundtrack, und King of the Monsters (2019) zeigt was geht, wenn die Monster-Action sahnig ist und die Menschen-Dialoge dazwischen gefräst werden. Klare Empfehlung an alle Genre-Fans: einsteigen, durchziehen, danach Godzilla vs. Kong gucken – ob auf Kinoleinwand (Wunschdenken) oder auf Sky (wahrscheinlicher). Das MonsterVerse muss weiterleben – wir wollen Mechagodzilla, wir wollen Baby Godzilla, und wir wollen einen vernünftigen Godzilla-Dropkick im nächsten Teil.

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Mehr MonsterVerse und Genre-Folgen bei VLM

Häufig gestellte Fragen

Was ist das MonsterVerse?

Das MonsterVerse ist das geteilte Filmuniversum von Legendary Pictures und Warner Bros., das mit Godzilla (2014) startete. Es umfasst aktuell vier Filme: Godzilla, Kong: Skull Island, Godzilla: King of the Monsters und Godzilla vs. Kong. Inzwischen sind weitere Teile erschienen, darunter Godzilla x Kong: The New Empire (2024).

In welcher Reihenfolge sollte man die MonsterVerse-Filme schauen?

Chronologisch: Kong: Skull Island (spielt 1973), Godzilla (2014, spielt in der Gegenwart), Godzilla: King of the Monsters (Sequel zu Godzilla 2014), Godzilla vs. Kong (2021). Für Erstsichtung empfehlen wir die Release-Reihenfolge: Godzilla, Kong: Skull Island, King of the Monsters, Godzilla vs. Kong.

Wer hat im MonsterVerse Regie geführt?

Gareth Edwards (Godzilla 2014), Jordan Vogt-Roberts (Kong: Skull Island), Michael Dougherty (Godzilla: King of the Monsters), Adam Wingard (Godzilla vs. Kong und Godzilla x Kong: The New Empire).

Was ist der Cross-Connect zu Charles Dance?

Charles Dance – bei VLM gerade gefeiert in Folge 57 als Tywin-Lannister-mit-Bauernhof in Die Erlösung der Fanny Lye – spielt in Godzilla: King of the Monsters den Öko-Terroristen Alan Jonah. Selber Charles, anderes Genre.

Welcher MonsterVerse-Film ist der beste?

Aus Kane- und Korbi-Sicht: Godzilla (2014). Beide platzieren ihn vor Skull Island und King of the Monsters. Begründung: Edwards-Inszenierung mit Slow-Build-Spannung, sympathische Menschen-Charaktere im Hintergrund, und das Ifukube-Theme an der richtigen Stelle.

Warum ist Godzilla vs. Kong nicht im Kino gestartet?

Wegen der Corona-Pandemie hat Warner Bros. den Kinostart in Deutschland gestrichen. Der Film wurde stattdessen auf Sky (HBO Max international) veröffentlicht. International gab es teils dennoch Kino-Auswertungen.

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