Erste Woah Lecks für 2021 – und keine David-Lynch-Filme weit und breit, dafür ein voller Mix aus Indie-Games, Hollywood-Klassikern, einem Trash-Trinkfilm und einer Mediabook-Ankündigung. Mike, Kane und Korbi machen die Dezember-Bilanz, alle drei am Mikrofon.
Korbi geht filmtechnisch den unkonventionellen Weg und liefert drei Spiele statt Filme – alle drei mit der gleichen Mischung aus „voll geil“ und „hat mich fast wahnsinnig gemacht“. Mike feiert den Weihnachts-Rewatch der Zurück in die Zukunft-Trilogie, kombiniert mit einem Ghostbusters-Doppel und Antebellum als Kontrastfilm. Kane bringt einen Trinkfilm-Verriss, einen Webdesign-Rant und eine Mediabook-Vorfreude.
Korbis Spiele-Trio: cool und wahnsinnig zugleich
Korbi schert aus dem Filmraster aus – im Dezember hat er drei Games ans Limit gespielt. Gemeinsamer Nenner: in jedem Titel kommt der Punkt, an dem der Controller beinahe in der Wand landet.
Hollow Knight (Team Cherry)
Süß gezeichnetes Metroidvania-Indie aus Australien, entwickelt von einem Drei-Personen-Studio (Team Cherry): einer zeichnet, einer programmiert, einer macht Sound. Erhältlich für PC, PlayStation, Xbox und Switch. Auf den ersten Blick wirkt es niedlich genug fürs Kinderzimmer – bis der erste Boss kommt.
Spielprinzip wie Dark Souls in Pixel-Optik: stirbt man, bleibt der Geist mit den Lebenspunkten an der Sterbestelle und muss zurückgeholt werden. Speicherbänke (Sitzbänke) sind rar verteilt – wer eine ganze Korridor-Sequenz durchläuft und dann am Boss verreckt, läuft alles zurück. Das Spiel hat keinen Schwierigkeitsgrad-Schalter, keinen Easy-Mode. Manche Bosse fordern eine auswendig gelernte Choreografie – Sprung-Sprung-Sprung-Zack -, sonst keine Chance.
Korbi hat das Ding über 80 Stunden auf 100 Prozent gespielt. Das Highlight des Wahnsinns: das Pantheon of Hallownest – eine Trophy-Anforderung, in der man sämtliche Endbosse hintereinander besiegen muss, ohne ein einziges Mal zu sterben. Kane spielt parallel mit einem Kumpel im 14-Tage-Rhythmus – und bestätigt: jedes Mal nach der Pause erst zwei Stunden Orientierung suchen, dann der nächste Boss-Schock. Beide einig: Hollow Knight ist meisterhaftes Game-Design, aber schmerzhaft.
Death Stranding (Kojima Productions)
Hideo Kojimas erstes Solo-Projekt nach dem Konami-Bruch (siehe Metal Gear Solid V) – Death Stranding erschien 2019, Korbi hat es im Dezember 2020 auf 100 Prozent durchgespielt. Hauptrolle: Norman Reedus als Postbote Sam Porter Bridges, plus Mads Mikkelsen, Lea Seydoux und Guillermo del Toro im Cast. Eine Stargarde wie sonst kein Game hat.
Setting: postapokalyptisches Amerika nach dem titelgebenden „Death Stranding“. Statt Zombies oder Days-Gone-Freakers wandern Geister durch die Welt – Tote, die nicht ins Jenseits wollen und die Lebenden auf ihre Seite ziehen. Sam liefert Pakete von einer isolierten Siedlung zur nächsten und reaktiviert dabei das Kommunikationsnetz. Spielmechanisch heisst das: zu Fuss laufen, Gleichgewicht halten, nicht hinfallen, mit beschädigten Paketen weniger Likes kassieren.
Und ja: Likes sind das Währungs-System. Levelaufstieg per Daumen-hoch der Anonymen Spielergemeinschaft. Korbi-Diagnose: „das ist nicht ergebt, das ist echt ergebt.“ Im Glascontainer sitzt das Bridge Baby – ein BB, das tot-aber-nicht-tot-genug-fürs-Jenseits ist und Sam erlaubt, die Geister zu sehen. Sam kämpft mit eigenem Blut gegen sie. Story-mässig: jeder Charakter hat einen Knall, Sam ist der Normalste, alle anderen reden in Rätseln. Schluss-Cinematic dauert eine halbe Stunde. Im Spielmenü findet man dabei 50 Sammelobjekte, die Kojimas Inspirationsquellen ehren – voll mit Selbstgesprächs-Texten über seinen kreativen Erguss.
Korbi-Verdikt: das Päckchen-Austragen wird süchtig-meditativ wie Spazierengehen. Aber die Story-Überladung hat ihn fertig gemacht. Strategie war: spielen bis 100 Prozent erreicht, dann sofort löschen. Daysgone bekommt im selben Atemzug eine Rehabilitation – nach Death Stranding wirkt der von Korbi früher kritisierte PS-Exklusivtitel plötzlich klassisch und gradlinig.
GeoGuessr
Browser-Game von GeoGuessr, basiert auf Google Street View. Kostenloses Tageslimit: ein Spiel pro Tag, fünf Runden. Prinzip: man wird irgendwo auf einer auswählbaren Karte (Deutschland, weltweit, eigene Lieblingsregionen) abgeworfen und muss anhand von Strassenschildern, Architektur, Vegetation, Sprache identifizieren, wo man steht. Punkte gibt es entsprechend der Tipp-Genauigkeit.
Korbis Verdict: das einzige der drei Spiele mit überwiegend positivem Anteil. Spielprinzip einfach, Sucht-Faktor hoch. Schwachstelle: Berlin. Eine Stadt, in der niemand wirklich weiss, wo Berlin anfängt und aufhört – und in der jeder Bezirk gleich aussieht wie der nächste. Korbis Tipp: an Bushaltestellen orientieren oder Fährgrenzen rauslesen, falls es welche gibt. Plus die Bewunderung für Streamer wie Rocky Beans, die anhand kyrillischer Schriftzeichen erkennen, dass sie gerade in Russland abgeworfen worden sind.
Mikes Filmpaket: Trilogie und zwei 80er-Klassiker
Mike rollt das Weihnachts-Aufnahmegerede aus dem Wohnzimmer auf: drei Filme zum Wiedersehen, zwei davon Klassiker, einer aktuelle Ware mit Twist.
Zurück in die Zukunft – die Trilogie am Stück
Zurück in die Zukunft (1985), Teil II (1989) und Teil III (1990) – alle drei von Robert Zemeckis inszeniert, Buch von Bob Gale und Zemeckis. Michael J. Fox als Marty McFly und Christopher Lloyd als Doc Emmett Brown – eines der besten Duos der Filmgeschichte. Mike hatte die drei Filme seit 15 Jahren nicht mehr gesehen und musste seine Frau überreden, was wider Erwarten nicht in Gegenwehr endete.
Verdikt nach Komplett-Sichtung: einer der schlüssigsten Trilogien überhaupt. Teil 1 stand ursprünglich für sich, der Schlussgag war als reiner Lacher konzipiert – die Fortsetzung ergab sich aus dem Welterfolg. Teil 2 spielt 1985, 2015 und 1955 verflochten ineinander. Teil 3 verlegt in den Wilden Westen, was Mike zunächst befürchten liess – und der dann doch überraschend stark funktioniert. Persönliches Highlight: der Wetterbericht-Witz aus Teil 2 („nichts ist genauer als der Wetterbericht“) – 1989 war das gemeinte 2015, mittlerweile ist das gemeinte 2015 sieben Jahre Vergangenheit, und der Wetterbericht ist nach wie vor unzuverlässig.
Was 2015 (das echte) gebracht hat: Hoverboards bleiben Mythos, fliegende DeLoreans gibt es nicht, Pizza-Hydratoren erst recht nicht. Aber der Selbstschnür-Sneaker ist tatsächlich Realität geworden. Korbi hebt zusätzlich Michael J. Fox seine viel zu kurze Schauspielkarriere hervor – sein letzter wirklich starker Auftritt war Peter Jacksons The Frighteners (1996), kurz vor der Parkinson-Diagnose. Heute ist die Krankheit der Hauptgrund für den Rückzug.
Ghostbusters (1984)
Ghostbusters (1984), Ivan Reitman-Regie, Drehbuch Dan Aykroyd und Harold Ramis. Cast: Bill Murray als Dr. Peter Venkman, Aykroyd als Dr. Ray Stantz, Ramis als Dr. Egon Spengler, plus Sigourney Weaver als Dana Barrett, Rick Moranis als Louis Tully, Ernie Hudson als Winston Zeddmore. Trigger für den Mike-Rewatch: Bayern 3 spielt seit kurzem regelmäßig den Ray-Parker-Jr.-Titelsong, und die Frau hat zugestimmt.
36 Jahre alter Film, gleich alt wie Mike selbst – und nach wie vor frisch zu schauen. Praktische Effekte, schauspielerische Höchstform, gnadenlos gute Wortwitze. Mike-Highlight: die Fahrstuhlszene, in der Egon Ray zum Einschalten des Protonenpacks anweist und Dr. Spengler dann seitlich an ihm vorbeigeht und seine Eier zum Schutz vor möglicher nuklearer Explosion schräg stellt. Plus die ikonischen Lines: „He slimed me“, „There is no Dana, only Zuul“, der Stay-Puft-Marshmallow-Mann, der Schlüssgag mit dem Marshmallow.
Vergleich zum 2016er-Reboot für Mike ungünstig: das Original gewinnt in Sachen Witz, Pacing und Chemie. Vorfreude jetzt auf den Mehrteiler-Anschluss Ghostbusters: Afterlife, dessen Release wegen Corona auf den Sommer 2021 verschoben wurde – falls bis dahin geimpft ist und das Kino wieder offen.
Antebellum (2020)
Regie-Debüt von Gerard Bush und Christopher Renz, die auch das Drehbuch verfasst haben. Antebellum ist auf Englisch „Vor dem Krieg“ aus dem Lateinischen – die Schreibung selbst gibt also das erste Rätsel der Geschichte. Hauptrolle: Janelle Monae in ihrem ersten Spielfilm-Hauptpart (Sängerin und Schauspielerin, vorher in Hidden Figures und Moonlight). Plus Jena Malone aus Nicolas Winding Refns The Neon Demon.
Genre: Horror-Thriller mit Sklaverei-Setting und gesellschaftspolitischem Anspruch. Im Geiste von Jordan Peels Get Out und Us – beim Antebellum allerdings deutlich plumper. Erste Dreiviertelstunde zeigt die brutale Realität einer Südstaaten-Plantage. Dann kommt der M.-Night-Shyamalan-Twist – so heftig, dass Mike sehr explizit warnt: wer den Film schauen möchte, schaut sich auf keinen Fall den Trailer an, weil dieser den Twist quasi spoilt. „Schweig still, schweig Segen,“ Kane dazu.
Mike-Bewertung: 2,5 von 5 Sternen auf Letterboxd. Fragwürdig, aber nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Die ersten 45 Minuten sind aufwühlend stark, ab dem Twist wird der Film schwächer und holzschnittartiger. Gesellschaftlich ein wichtiger Beitrag – aber der Anspruch überholt das Handwerk. Eigentlich für Sommer 2020 als Kinostart geplant, dann durch Corona auf Video-on-Demand verlegt (USA: PVOD via Lionsgate, Europa: Amazon Prime). Black Lives Matter hat dem Film einen Hype eingebracht, der ihn in den Bestlisten und den Floplisten 2020 landen liess.
Kanes Mix: Trash, Programmier-Frust und Mediabook-Vorfreude
Drei Punkte, einer pro Themenfeld – und Kane macht es sich nicht schwer mit der ausführlichen Gewürz-Auseinandersetzung.
Mutant River – Trinker-Trash
Über den genauen Titel des Films lässt sich nicht streiten – Kane verzeichnet ihn als Mutant River, Korbi liefert „The Bored People oder so“ als alternative Lesart. Verlässlich identifizierbar ist der Titel jedoch nicht. Sicher ist: Kane hat den Film angeheitert reingeworfen und ist trotzdem so frustriert geworden, dass er auf der Hälfte mehr ins Bierglas geschaut hat als auf den Bildschirm.
Kanes Beschreibung in einem Wort: dumm. Synchronisation unteridisch, Schauspieler peinlich, Geschichte beliebig. Setting: britische Kanäle, in denen mutierte Kreaturen Menschen fressen. Effekte sind Karton-Masken, mit Pappmache zum Eintunken hingeklatscht und ins Gesicht gepappt. Der Film ist so schnell aus der Versenkung verschwunden, wie er aufgetaucht ist – das ist die einzige verlässliche Wert-Aussage.
Webdesign-Rant: Vorname vor Nachname
Aus dem Programmierer-Kane bricht der Universalfrust: warum gibt es Webformulare, in denen das Nachname-Feld vor dem Vornamen-Feld kommt? Niemand stellt sich mit dem Nachnamen vor. „Normale Menschen stellen sich mit dem Vornamen vor.“ Wer auch immer diese Felder so ordnet, hat aus seiner Programmiererhöhle entweder die Welt verlassen vor 30 Jahren oder ist zu faul für Konventionen.
Korbi steuert aus seiner Softwarefirma die nützliche Beobachtung bei: ja, das gibt es manchmal, und in der Regel folgt dann die zweite Stufe – zweiter Vorname vor dem ersten Vornamen. Programmierer-Tipp: wenn das Eingabefeld-Layout den User nervt, hat man den User verloren.
Pierrot Le Fou – Mediabook-Vorfreude im April
Das deutsche Genre-Mediabook-Label Pierrot Le Fou (Kane flüchtet sich beim Aussprechen lieber in „Pero Le Fu Fu“ – gemeint ist das französische Kult-Filmlabel) hat für April 2021 ein neues Mediabook angekündigt: Red Screening – der argentinische Kino-Slasher von 2020 (Originaltitel Panico en el cine), der schon im Hardline-Recap als heimliche Sensation des Festivals galt. Der Film selbst war für Mike die zehntplatzierte Empfehlung in der Best-of-2020-Folge Folge 47.
Cover-Lob ohne Einschränkung: Kane hat die Ankündigung gesehen und sofort den Geldbeutel zucken gespürt. Pierrot Le Fou: „OSC-Film geil, Cover geil, Label geil.“ Korbi spielt mit der Idee, was passiert wäre, wenn der Film in der 80er-Eindeutschungs-Ära gelandet wäre – „Red Screening: Der Augensammler“ oder „Harry Potter und der Augensammler“. Die Diskussion mit Mike ufert anschliessend in eine Sammlung der besten und schlechtesten Eindeutschungs-Schritte aus.
Eindeutschungs-Hass-Galerie
Mike-Beispiel 1: The Town That Dreaded Sundown – im Deutschen unter dem unfassbaren Titel Der Umleger. Ein Filmtitel, der den Publikum offenbar keine drei Englisch-Vokabeln zutraut, dafür aber den Suspense komplett killt. Mike-Beispiel 2: The Wretched – eindeutig kurzer englischer Originaltitel – im deutschen Verleih als The Witch Next Door. Sinnlose Englisch-zu-Englisch-Änderung, die nichts gewinnt und das Original verschlechtert.
Korbis Theorie: in der deutschen Filmindustrie gibt es Marketing-Typen, die entweder Original-nähe oder Klar-vermarktbar als Optionen sehen, beide Optionen aber nur in der unflexibelsten Form denken können. Kane: das Entscheidungsgremium ist vermutlich CSU-besetzt mit Durchschnittsalter 70, daher kommen die cool-Vorschläge wie aus den 90ern.
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Die Vorgänger-Folge Folge 50 – WandaVision: MCU Phase 4 startet auf Disney+ handelt vom Marvel-Disney+-Auftakt; Folge 49 – Schlaf: Michael Venus Genre-Debüt deutscher Mystery-Thriller mit Sandra Hüller; Folge 47 – Beste Filme 2020 (Letterboxd-Edition) mit Mikes Top 10 inklusive Red Screening; Folge 48 – Rambo: First Blood mit Gast Peter Gregor Action-Klassiker. Alle Woah-Lecks-Format-Episoden in der Woah-Lecks-Kategorie, die Talkthrough-Spielethemen-Folgen unter Talkthrough.
FAQ
Was ist das Format Woah Lecks?
Woah Lecks ist VLMs monatliches Tops-und-Flops-Format. Jeder Host bringt drei aktuelle Beobachtungen aus dem letzten Monat – egal ob Film, Serie, Spiel oder Realitäts-Kuriosität -, plus eventuelle Side-Notes wie Mediabook-Ankündigungen oder Branchen-Aufreger. Der Name ist niederbayerischer Überraschungsausdruck. Diese Folge ist die erste Woah Lecks fürs Jahr 2021 und behandelt den Dezember 2020.
Wer ist diese Folge dabei?
Mike, Kane und Korbi – alle drei am Mikrofon. Kane ist nach längerer Pause wieder zurück am Aufnahmen-Tisch, Korbi nimmt die Filmkritik-Position aus und liefert drei Spiele.
Was ist Hollow Knight und warum so schwer?
Hollow Knight ist ein Indie-Metroidvania-Spiel des australischen Drei-Personen-Studios Team Cherry, erhältlich für PC, PlayStation, Xbox und Switch. Niedlich gezeichnet, aber spielmechanisch knochenhart – kein Schwierigkeitsgrad-Schalter, ein Souls-ähnliches Geist-Mechanik beim Tod, und Bosse, die exakt auswendig gelernte Bewegungsmuster verlangen. Pantheon of Hallownest ist die finale Trophy-Anforderung: alle Bosse hintereinander ohne Tod. 80+ Stunden Spielzeit für Korbi – inklusive zahlreicher Controller-Ausflüger.
Wer hat Death Stranding gemacht und worum geht es?
Death Stranding ist Hideo Kojimas Solo-Spiel nach dem Konami-Bruch, entwickelt von Kojima Productions, erschienen 2019 für PS4 (später PS5 und PC). Cast: Norman Reedus, Mads Mikkelsen, Lea Seydoux, Guillermo del Toro. Postapokalyptisches Amerika, Geister statt Zombies, Sam Porter Bridges liefert Pakete und reaktiviert das Kommunikationsnetz. Spielmechanisch ungewöhnlich kontemplativ – Schwerpunkt liegt auf Gleichgewicht halten und nicht hinfallen, nicht auf Schiessen oder Reflexen. Story ist abgedreht, Cinematics extensive, manche Spieler überfordert. Korbi-Verdikt: 100 Prozent durchgespielt, dann sofort gelöscht.
Was ist GeoGuessr?
Browser-Game basierend auf Google Street View. Man wird auf einer auswählbaren Karte irgendwo abgeworfen und muss anhand visueller Hinweise erraten, wo man steht. Strassenschilder, Architektur, Vegetation, Sprache, Werbung – alles ist Hilfe. Tipp wird auf der Weltkarte gesetzt, Punkte je nach Genauigkeit. Kostenlos: ein Spiel pro Tag, fünf Runden. Suchtfaktor hoch.
Welche Filme bespricht Mike in dieser Folge?
Drei Stück. Erstens: die Zurück in die Zukunft-Trilogie als Weihnachts-Rewatch (Robert Zemeckis, Michael J. Fox, Christopher Lloyd). Zweitens: Ghostbusters (1984) von Ivan Reitman mit Bill Murray und Dan Aykroyd. Drittens: Antebellum (2020) mit Janelle Monae – Sklaverei-Horror-Thriller mit M.-Night-Shyamalan-Twist und 2,5/5-Letterboxd-Bewertung von Mike.
Was ist Antebellum?
Antebellum kommt aus dem Lateinischen und bedeutet vor dem Krieg – der Titel ist gleichzeitig der erste Plot-Hinweis, denn der Film handelt nicht von der Sklaverei, wie zunächst erscheint. Regie-Debüt von Gerard Bush und Christopher Renz, Hauptrolle Janelle Monae als Schriftstellerin Veronica. Der Film hat eine erste Dreiviertelstunde brutale Plantagen-Realität, dann einen heftigen Realitäts-Twist im Stil von M. Night Shyamalan. Veröffentlicht 2020 auf PVOD nach Corona-Verschiebung. Mike-Bewertung 2,5/5 – im Geiste von Jordan Peels Get Out und Us, aber deutlich plumper umgesetzt.
Was ist Pierrot Le Fou und welches Mediabook kommt im April?
Pierrot Le Fou ist ein deutsches Genre- und Kult-Mediabook-Label, das hochwertige Hardcover-Editionen exotischerer Filme veröffentlicht. Das April-2021-Mediabook ist Red Screening (Originaltitel Panico en el cine), der argentinische Kino-Slasher von 2020 – schon beim Hardline-Festival ein Geheimtipp und in Mikes Top 10 für 2020. Kane lobt sowohl Film als auch Cover-Gestaltung des Labels.



