Der Weird Weekender wird größer, aber nur mit eurer Hilfe. Das internationale Genrefilmfestival in Stuttgart feiert vom 13. bis 15. November 2026 seine vierte Ausgabe und zieht erstmals komplett in den großen Saal der Innenstadtkinos. Kane und Korbi begrüßen dazu Stefan Schimek, den künstlerischen Leiter des Festivals, der zum dritten Mal bei Viva la Movielución zu Gast ist. Diesmal geht es nicht um den Rückblick, sondern um die Vorschau: Die Folge ist der Auftakt einer Road to Weird Weekender, mit der laufenden Startnext-Kampagne, den ersten drei Programmtiteln und einer Zombie-Ausstellung im Lindenmuseum.
Weird Weekender 2026: Vierte Ausgabe im großen Saal
Der Weird Weekender entstand 2023 aus der Stuttgarter Filmreihe Weird Wednesday und hat sich in drei Ausgaben zum festen Termin für Fans des schrägen Genre-Kinos entwickelt. Bisher lief das Programm überwiegend im EM2 der Innenstadtkinos mit 102 Plätzen. 2026 wechselt das Festival komplett ins EM1 mit 220 Plätzen, weil sich der Bedarf schon im Vorjahr abgezeichnet hatte. Über 16 Vorstellungen verteilt kamen 2025 rund 1.500 Gäste. Stefan erklärt in der Folge, was der größere Saal für die Planung bedeutet und warum das Festival dieses Jahr zunächst mit drei statt vier Tagen kalkuliert.
Die Startnext-Kampagne: Warum Crowdfunding?
Im Mittelpunkt steht die Startnext-Kampagne. Die Idee dazu hatte Co-Festivalleiter Jörg, der beruflich schon öfter mit der deutschen Crowdfunding-Plattform zu tun hatte. Seit zwei Jahren verkauft das Festival darüber Festivalpässe und Merchandise, das Geld fließt in erster Linie in die Saalmiete. Die Etappenziele von 5.000 und 6.000 Euro wurden in den Vorjahren jeweils erreicht.
2026 hat sich die Lage verändert: Die städtische Kulturförderung, die in den ersten drei Ausgaben rund 6.000 Euro ausmachte, fällt weg, weil Stuttgart sparen muss. Gleichzeitig steigt mit dem größeren Saal die Miete. Drei Festivaltage sind gesichert. Werden bis zum 18. Oktober 7.500 Euro erreicht, kommt der Eröffnungsabend am 12. November mit zwei zusätzlichen Vorstellungen und Aftershow-Party dazu, ohne dass der Festivalpass teurer wird. Zum Aufnahmezeitpunkt Mitte August stand die Kampagne bei knapp über 50 Prozent, mit rund 30 verkauften Festivalpässen. Stefan ist optimistisch, weil erfahrungsgemäß in der ersten und in der letzten Woche das meiste Geld zusammenkommt. Und für den Eröffnungsabend hat er bereits zwei Filme in der Hinterhand, einer davon fix.
Die Dankeschön-Pakete im Überblick
Korbi, erklärter Startnext-Fan, der regelmäßig Kurzfilme über die Plattform unterstützt, geht die Pakete durch. Wer nur etwas beisteuern will, wählt einen freien Betrag. Für kleines Geld gibt es das Festival-Shirt mit Artwork von Skinner, dem US-Künstler, der unter anderem Cover für Mastodon (Once More ‚Round the Sun) und Metallica gestaltet hat, limitiert auf 39 Stück. Der Festivalpass für 99 Euro kommt mit Jutebeutel, Programmheft und Stickern und bleibt auch dann bei 99 Euro, wenn der vierte Tag dazukommt. Wer sein Logo auf der Leinwand sehen möchte, wird für 1.000 Euro einer von fünf Sponsoren. Einen dieser Plätze hat sich Viva la Movielución bereits gesichert. Kane, der Startnext zu Beginn der Folge noch für ein Hobby der oberen Zehntausend hielt, entdeckt derweil, dass Crowdfunding auch für Schwaben funktioniert.
Black Zombie: Doku-Premiere und Zombie-Ausstellung im Lindenmuseum
Drei Programmtitel darf Stefan bereits verraten. Black Zombie von Maya Bedward feiert als Dokumentation über die haitianischen Wurzeln des Zombie-Mythos ihre Deutschlandpremiere. Neben den genreüblichen Talking Heads arbeitet der Film sehr filmisch und lässt zwei Voodoo-Priester aus Haiti zu Wort kommen, einer davon ist zugleich Kurator der Zombie-Ausstellung im Lindenmuseum Stuttgart. Die läuft von Oktober 2026 bis Mai 2027 und ist mit dem Festivalpass vergünstigt zu besuchen. Der Plan: Samstagvormittag ins Museum, gegen 13 Uhr in die Vorführung, danach Q&A, wenn möglich mit der kanadischen Regisseurin vor Ort. Auf die Ausstellung ist Stefan übrigens über Instagram gestoßen, eine Nachricht später stand die Kooperation.
Ikatan Darah: Splatter-Action von Iko Uwais‘ Firma
Ikatan Darah (Blood Bond) ist die erste Actionproduktion von Uwais Pictures, der Firma von Iko Uwais (The Raid, The Night Comes For Us). Eine Martial-Arts-Kämpferin muss nach einer Schulterverletzung den Profisport aufgeben, während ihr Bruder die Familie mit Hilfe zwielichtiger Gestalten aus der finanziellen Schieflage holen will. Das geht schief, und sie verteilt standesgemäß Ohrfeigen. Stefan verspricht Kämpfe auf dem Niveau von The Raid, mit weniger Budget als The Furious, aber deutlich splattriger. Der Film läuft als Deutschlandpremiere am Samstagabend, dem 14. November, präsentiert von Kino Plus, danach steigt die Party mit dem Haus-und-Hof-DJ des Festivals.
Cure (1997): Kiyoshi Kurosawas Kultklassiker in 4K
Als Klassiker läuft Cure von Kiyoshi Kurosawa in der restaurierten 4K-Fassung, voraussichtlich im traditionellen Klassiker-Slot am Sonntagnachmittag. Ein Polizist in Tokio ermittelt in einer Mordserie, deren Opfer alle ein blutiges X am Hals tragen. Der erste Verdächtige ist schnell gefunden, aber sehr schräg, und alles wird noch schräger. Mehr will Stefan nicht verraten, nur so viel: Ein Film, den man auf der großen Leinwand gesehen haben sollte.
Weird Wednesday: Das Programm bis zum Festival
Die monatliche Genre- und Indie-Reihe Weird Wednesday, 2015 von Jörg und weiteren Teammitgliedern gegründet, läuft seit 2026 parallel in Stuttgart und in den Tübinger Kinos an der Blauen Brücke. Bis zum Festival hat das Team die Schlagzahl erhöht: The Shining im US Extended Cut, John Woos Hard Boiled und The Killer in neuen 4K-Restaurationen, deren Rechte nach der Insolvenz von Golden Princess jahrzehntelang bei einer Hongkonger Immobilienfirma festhingen, Strange Harvest mit Regisseur Stuart Ortiz per Videocall im Q&A, Wes Andersons Bottle Rocket zum 30. Jubiläum in der OV sowie Taxi Driver zum 50. und Drive zum 15. Jubiläum als Warm-Ups im EM1. Bei Strange Harvest gehen die Meinungen im Podcast auseinander: Korbi schwärmt seit dem HARD:LINE, Kane fand ihn gut, aber nach reichlich True Crime nicht neu. Alle Termine gibt es auf weirdwednesday.de.
Kane kommt nach Stuttgart
Zum Schluss die Ankündigung, auf die Stefan drei Jahre gewartet hat: Kane will 2026 endlich persönlich zum Weird Weekender kommen, Korbi als Plus eins gleich mit. Ob Kane dabei im Tentakelkostüm eine Vorführung moderiert, wird sich zeigen. Für Mike gäbe es als Anreiz sogar ein Handtuch. Wer ebenfalls dabei sein will, holt sich den Festivalpass am besten über startnext.com/weird-weekender-2026. Weitere Folgen der Road to Weird Weekender folgen, sobald Stefan mehr Filme verraten darf.
Folge hören: Podigee | Spotify | Apple Podcasts | Steady
Eine kurze Bitte zum Schluss
Wenn euch die Folge gefallen hat, schenkt uns eine Minute auf Apple Podcasts und hinterlasst eine kurze Rezension. Das hilft uns enorm, neue Hörer zu erreichen.
Verwandte VLM-Folgen
- Weird Weekender 2025: Taroman, Zeitreisen & Weird Cinema mit Stefan Schimek
- Weird Weekender 2024: Hinter den Kulissen mit Stefan Schimek
- Weird Weekender 2023: Genre-Festival-Premiere in Stuttgart
- HARD:LINE Film Festival 2026: Unser Roundup
- Alle Festival-Folgen | Horror-Podcast-Übersicht
Häufige Fragen zur Folge
Wann und wo findet der Weird Weekender 2026 statt?
Vom 13. bis 15. November 2026 im EM1 der Innenstadtkinos Stuttgart. Erreicht die Startnext-Kampagne bis zum 18. Oktober 7.500 Euro, kommt am 12. November ein Eröffnungsabend mit zwei Vorstellungen und Aftershow-Party dazu.
Was kostet der Festivalpass?
Der Festivalpass kostet 99 Euro und enthält Jutebeutel, Programmheft und Sticker. Der Preis bleibt gleich, falls der vierte Festivaltag finanziert wird. Erhältlich ist er über die Startnext-Kampagne.
Welche Filme laufen beim Weird Weekender 2026?
Bestätigt sind bisher die Dokumentation Black Zombie (Deutschlandpremiere), der indonesische Actionfilm Ikatan Darah (Deutschlandpremiere) und Kiyoshi Kurosawas Cure (1997) in 4K. Weitere Titel werden in den kommenden Folgen der Road to Weird Weekender verraten.
Was hat es mit der Zombie-Ausstellung auf sich?
Das Lindenmuseum Stuttgart zeigt von Oktober 2026 bis Mai 2027 eine Ausstellung zum Zombie-Mythos. In Kooperation mit dem Festival gibt es mit dem Festivalpass vergünstigten Eintritt, passend zur Vorführung von Black Zombie.
Wo kann ich die Folge hören?
Auf allen gängigen Plattformen: Podigee, Spotify und Apple Podcasts. Auf Steady gibt es neue Folgen zwei Tage früher.


