Woah Lecks Mai 2026: Dolly, Achtsam Morden Staffel 2 & Return to Silent Hill

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Mike und Korbi nehmen die Woah Lecks für Mai 2026 zu zweit auf, weil Kane fehlt, und packen ein prall gefülltes Doppelpaket aus. Ehrlich abgewogen zwischen „Woah Leck war das geil!“ und „Bäh Leck war das schlecht“. Mit dabei: der rotzige 16mm-Slasher Dolly, die zweite Staffel Achtsam Morden mit einem alten HARD:LINE-Bekannten, das von Gamern zerrissene Return to Silent Hill, das letzte Studioalbum der Toten Hosen, Mikes Cineplex-Ausflug nach Waldkraiburg, der laue Thriller Dead of Winter, der gefeierte Masters of the Universe, das NS-Justizdrama Nürnberg, der überraschend gute Familienfilm Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu, der japanische Klassiker Die Frau in den Dünen und das misslungene Reboot Faces of Death. Garniert mit einem handfesten Bäh Leck über rücksichtslose Kinobesucher in Straubing.

Korbis Solo-Rückblick: Exit 8

Den Auftakt macht ein Lob von Mike für Korbis Solo-Folge zu Exit 8. Mike hatte den Film nur beim Scrollen am Rande wahrgenommen und ist nach Korbis quasi referathaft vorbereitetem Solo-Auftritt jetzt richtig heiss darauf, ihn endlich selbst zu schauen. Korbi verrät das Geheimnis hinter der Folge: kein nachträglich zurechtgeschnittenes Stundenmonster, sondern am Stück eingesprochen, so wie wenn die beiden gemeinsam aufnehmen. Respekt von Mike für die Vorbereitung, und ein schöner Einstieg in die geballten Woah Lecks.

Das gemeinsame Woah Leck: Dolly

Dank eines Screeners von Tiberius haben Mike und Korbi den Slasher Dolly vorab gesehen. Die Prämisse: Macy fährt mit ihrem Freund zum Wandern in die Berge und wird im Wald von einer monströsen Gestalt entführt, die sie wie ihr eigenes Kind aufziehen will, mit gruseliger Puppenmaske und einer Schaufel als Mordwerkzeug. Was beide sofort packt, ist der 70er-Jahre-Look: echtes 16mm-Material, das brutal nach Texas Chainsaw Massacre aussieht und dem Film eine herrlich altmodische Textur gibt.

Mike feiert den Streifen als rotzigen, stumpfen Slasher ohne Metaebene, der genau weiss, wie lange er dauern darf: knappe 80 Minuten, ein paar blödig-coole Kills und mit Wrestlerin Max „The Impaler“ Lindsay eine Killerin, die ihre Opfer wie ein Koloss auseinandernimmt. Auch der Stifler-Darsteller aus American Pie ist dabei und sieht keinen Tag älter aus. Korbi vergibt zwar nur zwei von fünf Sternen auf Letterboxd, empfiehlt das Ding aber klar für Freunde des stumpfen Slashers, am besten mit ein paar Bierchen und Kumpels. Einziger Streitpunkt: ob man mit einer Schaufel wirklich derart schwertartig metzeln kann. Irgendwo zwischen Texas Chainsaw Massacre und Ghostland, und gegen Winnie the Pooh: Blood and Honey ein Meisterwerk.

Korbis Woah Leck: Achtsam Morden (Staffel 2)

Die zweite Staffel Achtsam Morden ist für Korbi eine uneingeschränkte Empfehlung. Unser Lieblingsanwalt Björn Diemel, gespielt von Tom Schilling, muss seine innere Mitte diesmal mit seinem inneren Kind teilen, und das innere Kind will achtsam morden. Wer die erste Staffel und das zweite Buch mochte, wird hier noch weiter begeistert: so cool umgesetzt, so viel Spass, dass Korbi sofort mehr davon will. Die gute Nachricht: Die dritte Staffel ist bereits offiziell angekündigt. Übrigens hatten wir die Reihe schon ganz am Anfang auf dem Schirm, nachzuhören in den Woah Lecks September 2020.

Das Highlight für das VLM-Team ist ein Wiedersehen: In einer der neuen Rollen taucht Frederik von Lüttichau auf, den Mike und Korbi aus Dawn Breaks Behind the Eyes kennen und der beim HARD:LINE persönlich vor Ort war. Er spielt an der Seite von Tom Schilling und sorgt für einen schönen Aha-Moment. Mike hat die Staffel noch vor sich, steckt aber gerade in anderen Serien, und freut sich nach Korbis Schwärmerei umso mehr darauf.

Mikes kontroverses Woah Leck: Return to Silent Hill

Mike hat sich bewusst an Return to Silent Hill gewagt, weil ihn Filme reizen, die derart durchgehend gehatet werden. Als Nicht-mehr-Gamer ohne Bezug zur Vorlage Silent Hill 2 betrachtet er den Film rein als Genrebeitrag, und da gefällt er ihm deutlich besser als sein Ruf. Wer die Reihe lieber im Original mag, findet bei uns die Folge zur Silent-Hill-Verfilmung von 2006. Das Kreaturen-Design findet er stark, der durchweg künstliche Look spiegelt für ihn den Videospiel-Charakter sehr passend wider, und einige Kamerawinkel sind eins zu eins aus dem Spiel übernommen.

Spannend die Budget-Anekdote: angesetzte 40 Millionen, während der Produktion auf 20 gekürzt, was man an einzelnen Effekten merkt, für Mike aber Kleinigkeiten bleiben. Den geballten Hass führt er vor allem auf enttäuschte Fans des kultisch verehrten Spiels zurück. Kane (im Off) hatte Korbi ausdrücklich vor dem Film gewarnt, vor allem wegen der Optik, aber Korbi will trotzdem reinschauen, zumal Mike ihm seine ungeliebte Kaufscheibe gleich vermacht.

Korbis Herzens-Woah-Leck: Trink aus, wir müssen gehen! (Die Toten Hosen)

Am 29. Mai 2026 ist das letzte Studioalbum der Toten Hosen erschienen: Trink aus, wir müssen gehen!. Für Korbi, bekennender Fan, ist es ein würdiger und zugleich trauriger Abschied. Die seit 1982 aktive Band setzt sich selbst das Ende, nicht durch einen Todesfall, sondern aus eigenem Entschluss, eine komplette Trennung ist es ausdrücklich nicht. Das Album steckt voller Referenzen aus über 40 Jahren Bandgeschichte und ist klar ein Werk für die Fans.

Dazu gibt es ein Bonusalbum mit über 25 Covern und Gastmusikern, darunter Feine Sahne Fischfilet und Materia sowie zahlreiche ältere Punks und Rocker. Korbis ganz persönlicher Moment: Er sass in der Londoner U-Bahn, startete das Album in der Erwartung, die jahrelang besungene Ärzte-Hosen-Rivalität würde unaufgelöst bleiben, und stellte fest, dass im ersten Song nicht Campino, sondern Farin Urlaub singt, eine so schöne Hommage, dass ihm die Tränen kamen. Er freut sich bereits auf die kommenden Konzerte in Hamburg und Nürnberg. Ein klares Woah Leck und ein Schlag ins Gesicht, im besten Sinne.

Mikes Woah Leck: Cineplex-Event in Waldkraiburg

Mike wurde mit dem VLM-Team zu einer Präsentation des Ultimate Studio im Cineplex Waldkraiburg eingeladen, und es war ein rundum gelungener Abend. Cosplayer, Foto-Ops, rumfahrende Druiden, ein zehn Meter langes Buffet, dazu Filmschnipsel von Top Gun Maverick, Dune 2 und A Star is Born auf 4D-Sitzen. Selbst als Nicht-Top-Gun-Fan war Mike von den mitfahrenden Sitzen begeistert: Wenn die Düsenjets starten, reisst es einen zurück, im Sturzflug rutscht man fast vom Stuhl. Dazu gab es The Mandalorian and Grogu in 3D. Grosses Lob und Dank an die Veranstalter, Bild und Ton in Perfektion.

Mikes Bäh Leck: Dead of Winter

Trotz vielversprechender Prämisse und gutem Trailer enttäuscht Dead of Winter mit Emma Thompson. Sie spielt eine ältere Dame, die die Asche ihres Mannes an einem zugefrorenen Bergsee verstreuen will und dabei auf eine Waldhütte mit seltsamen Bewohnern stößt, die eine junge Frau im Keller gefangen halten. Emma Thompson ist wie immer souverän, doch der Film ist vorhersehbar, wiederholt ständig dieselben Szenen (Festnehmen, Fesseln, Entkommen) und trifft unsinnige Drehbuchentscheidungen.

Besonders ärgerlich für Mike: Wenn die Gegenspielerin angeschossen am Boden liegt, läuft Thompson einfach vorbei, statt die Sache zu Ende zu bringen, das darf in einem modernen Film nicht passieren. Immerhin passte die kalte, winterliche Stimmung beim Schauen zum verregneten Wetter. Das Finale zündet nicht, unterm Strich ein laues Lüftchen statt cooler Thriller. Keine Empfehlung.

Mikes Woah Leck: Masters of the Universe (2026)

Nach 37 Jahren Wartezeit ein Herzensthema: Masters of the Universe von Travis Knight. Mike feiert den Film und ärgert sich, dass er an den Kinokassen floppt, während Amazon die grossen Franchise-Pläne unbeirrt weiterzieht. Den ausführlichen Tiefgang hebt er sich für eine eigene Folge mit Seppi auf, der ebenfalls alter Masters-Fan ist und schon per Sprachnachricht jubelte. Klar ist: von Mikes Seite gibt es eine Empfehlung, der offene Schluss schreit nach einer Fortsetzung. Wer in der Zwischenzeit He-Man-Nachschub braucht, hört unsere Folge zu Masters of the Universe: Revelation.

Das schönste am Kinobesuch war die Dynamik im Saal: lauter Väter zwischen 40 und 50 mit ihren Kindern, die Jungen schon eingeweiht und aufgeregt vor den Postern, die Älteren genauso hibbelig wie Mike selbst. Sein Sohn Jonas war begeistert dabei, ein gelungener Vater-Sohn-Nachmittag, auch wenn es mit dem spontanen Podcast-Einspieler des Kleinen noch nicht ganz geklappt hat.

Korbis Woah Leck: Nürnberg

Korbi hat sich bewusst gegen Masters of the Universe und mit seiner Frau für die einzige Vorstellung von Nürnberg in der Gegend entschieden. Der Film erzählt von den Nürnberger Prozessen, von denen es erstaunlich wenige Verfilmungen gibt. Im Zentrum steht der US-Militärpsychiater Douglas Kelley, gespielt von Rami Malek, der die NS-Hauptkriegsverbrecher untersuchen soll, allen voran Hermann Göring, verkörpert von Russell Crowe, der für die Rolle 22 Kilo zunahm.

Korbis Erwartung war, mehr vom eigentlichen Prozess zu sehen; bekommen hat er eine stark amerikanisierte Geschichte rund um das psychologische Duell zwischen Kelley und Göring. Lobenswert findet er, dass es den Film überhaupt gibt und dass die Verhandlung gut rüberkommt. Sein Hauptkritikpunkt: Der Film erweckt den Eindruck, es habe nur eine Handvoll wirklich schlimmer Nazis gegeben, die am Ende alle umgebracht wurden, obwohl historisch 22 Angeklagte vor Gericht standen, mit Todesurteilen, Haftstrafen und Freisprüchen. Crowes teils fast humorvolle Darstellung Görings findet Korbi getroffen, weil der echte Göring genau so selbstgewiss auftrat. Beeindruckend: Bei rund 10 Millionen Budget hat der in Budapest gedrehte Film über 57 Millionen eingespielt.

Mikes Woah Leck: Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu

Auf Wunsch seiner Kinder hat Mike günstig Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu besorgt, in der festen Erwartung eines Reinfalls, und wurde eines Besseren belehrt. Als Pokémon-Neuling führt ihn der Film an die Hand in eine Welt voller Pokémon, die effekttechnisch erste Sahne in die Realität eingefügt sind, mit einem leicht düsteren, an Blade Runner erinnernden Neon-Look. Die Detektivgeschichte um Tim Goodman und einen von Ryan Reynolds gesprochenen Pikachu (quasi ein kindgerechter Deadpool) ist voller Humor, Action und Enthüllungen.

Ein schöner Familienfilm, den man auch losgelöst vom Franchise genießen kann. Zum Pokémon-Fan macht der Film Mike trotzdem nicht: Die Serie bleibt für ihn ein Komplettausfall, vor allem das ewige Elektrisieren raubt ihm den letzten Nerv. Korbis Gegentipp für die Kinder wäre ohnehin eher Digimon. Lieber schaut die Familie gemeinsam wieder einen richtigen Film wie Bumblebee, ebenfalls von Masters-Regisseur Travis Knight.

Korbis Woah Leck: Die Frau in den Dünen (1964)

Aus Korbis Projekt, die Letterboxd-Bestenliste abzuarbeiten, stammt dieser Klassiker von 1964: Die Frau in den Dünen von Hiroshi Teshigahara. Der Insektenforscher Niki Junpei sucht in einer Küstengegend nach seltenen Insekten, verpasst den letzten Bus und wird von Dorfbewohnern bei einer Witwe einquartiert, deren Haus in einer Sandgrube unterhalb einer Klippe liegt, erreichbar nur über eine Strickleiter. Am nächsten Morgen ist die Leiter weg, und Niki ist gefangen.

Was Korbi so beeindruckt, ist das Setting: Das Haus steckt buchstäblich in der Düne, ständig rieselt Sand vom Dach, die Schauspieler sind permanent von Sand überzogen, sogar in einer Liebesszene. Diese körperliche Anstrengung und der Aufwand, das Szenario am Leben zu halten, machen den Film für ihn so kraftvoll, dass ein Remake völlig überflüssig wäre. Eher Drama als Thriller, ein Film mit starker Botschaft und riesiger Inspiration für viele Regisseure. Zwei Oscar-Nominierungen, zu Recht weit oben in den Bestenlisten. Korbi sah die rund zweistündige Fassung; es gibt einen 147-minütigen Directors Cut. Beeindruckend und trotz Länge kurzweilig, eine echte Perle, die man sonst nirgends gezeigt bekommt.

Mikes Bäh Leck: Faces of Death (2026)

Zum Abschluss ein Reinfall: das Reboot von Faces of Death von Camp-Regisseur Daniel Goldhaber. Margot prüft als Content-Moderatorin den ganzen Tag hochgeladene Videos und stößt auf eine Reihe, die echte Morde zeigen könnte, nachgestellte Todesarten aus dem berüchtigten Video-Nasty der 70er. Angetrieben von einer eigenen Backstory macht sie sich auf die Suche nach dem Urheber. Die erste Hälfte mit ihren investigativen Chatroom-Szenen erinnert entfernt an Red Rooms, erreicht dessen Qualität aber nicht.

Ab der zweiten Hälfte wird der Film käsig: Man erfährt viel zu früh, wer der Killer ist, danach nur noch ermüdendes Hin und Her ohne Spannungskurve. Weder spannend noch überraschend noch gory, für Mike eine vertane Chance, weil die Grundidee durchaus Potenzial gehabt hätte. Keine Empfehlung. Zum originalen Faces of Death räumt Mike auf: Der galt als Mutprobenfilm, etwa 80 Prozent der Szenen sind aber gestellt, damals wusste das nur kaum jemand.

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Wer auf Woah-Lecks-Geplauder steht, schaut auch in diese Folgen: Woah Lecks April 2026 (Maul Shadow Lord, The Punisher, Lee Cronins The Mummy), Woah Lecks März 2026 (HARD:LINE Preview, One Piece, Rental Family) und Woah Lecks Februar 2026 (Send Help, Good Boy, Game of Death). Mehr Toten-Hosen-Herzblut gibt es in unserem Liebesbrief zu „Trink aus, wir müssen gehen“, und alles Gruselige sammeln wir auf unserer Seite zum Horror-Podcast aus Bayern. Die komplette Reihe findet ihr in der Kategorie Woah Lecks.

FAQ

Welche Filme und Serien werden in den Woah Lecks Mai 2026 besprochen?

Unter anderem Exit 8, Dolly, Achtsam Morden Staffel 2, Return to Silent Hill, Dead of Winter, Masters of the Universe, Nürnberg, Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu, Die Frau in den Dünen und Faces of Death, dazu das letzte Toten-Hosen-Album Trink aus, wir müssen gehen.

Wer spielt in Achtsam Morden Staffel 2 mit, den das VLM-Team vom HARD:LINE kennt?

Frederik von Lüttichau, bekannt aus Dawn Breaks Behind the Eyes und persönlich beim HARD:LINE-Festival zu Gast, spielt in der zweiten Staffel an der Seite von Tom Schilling als Björn Diemels Vater.

Lohnt sich Return to Silent Hill trotz der schlechten Kritiken?

Mike findet ja: Rein als Horrorfilm betrachtet, ohne Bezug zum Spiel Silent Hill 2, gefällt ihm das Kreaturen-Design und der bewusst künstliche Videospiel-Look. Den grossen Hass führt er vor allem auf enttäuschte Fans der Vorlage zurück.

Warum ist Trink aus, wir müssen gehen das letzte Album der Toten Hosen?

Die seit 1982 aktive Band hat selbst entschieden, sich mit diesem Studioalbum aus dem regulären Albumgeschäft zu verabschieden. Eine komplette Trennung ist es nicht; einzelne Konzerte bleiben möglich. Das Album steckt voller Referenzen aus über 40 Jahren Bandgeschichte.

Wer hostet die Woah Lecks Mai 2026?

Mike und Korbi, beide Co-Founder von Viva la Movielucion. Kane ist diesmal nicht dabei, ein Gast ebenfalls nicht.

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