Mike moderiert die April-Woah-Lecks 2026 mit Korbi und Kane, frisch nach dem HARD:LINE und mit prall gefülltem Stapel. Ehrlich abgewogen zwischen „Woah Leck war das geil!“ und „Woah Leck war das scheiße/dumm“. Mit dabei: die abgedrehte Netflix-Comedy Kacken an der Havel mit Rapper Fatoni, die Marvel Special Presentation The Punisher: One Last Kill, das Steelbook-Highlight The Housemaid, die zweite Staffel Dorohedoro, das Disney+-Revival Malcolm mittendrin: Life’s Still Unfair, der gemeinsame Kinobesuch bei Lee Cronins The Mummy, der Mittelmaß-Slasher The Strangers: Chapter 3, die Found-Footage-Ausgrabung Home Movie, der italienische Sektenfilm The Holy Boy, der Anime-Kracher Chainsaw Man: Reze Arc, der Prime-Geheimtipp Darwin’s Incident, der argentinische Nonnen-Thriller Der Konvent, Sam Raimis Send Help, Korbis Herzenssache Friss oder stirb, die animierte Star-Wars-Serie Maul: Shadow Lord und der Überraschungssieger Five Nights at Freddy’s 2, garniert mit Pokémon-Real-Talk und Kanes Bewerbungsgespräch-Fingernagel-Drama.
Korbis Woah Leck — Kacken an der Havel (Netflix)
Korbis Empfehlung des Monats ist die Netflix-Serie Kacken an der Havel: erfolgloser Rapper Toni, gespielt vom echten Rapper Fatoni, lebt seit achtzehn Jahren in Berlin und muss nach dem Tod seiner Mutter zurück in seinen (fiktiven) Heimatort Kakin an der Havel. Dort regiert Veronika Ferres mit harter Hand: als Bürgermeisterin, mit eigener Veronika-Ferres-Schule und sogar einem Schulfach gleichen Namens. Korbi verortet den Ton irgendwo zwischen Bullyparade und Wes Anderson, eine Familiengeschichte, so comichaft und überzeichnet, dass man nach jeder der neun Folgen denkt: so dumm und abgedreht, und trotzdem will man sofort weiterschauen.
Das schönste Element: Tonis Stiefvater ist jünger als er selbst und behandelt ihn trotzdem herzlich wie sein Söhnchen. Korbi war nach den neun Folgen komplett gehypt und überrascht, wie viel deutsche Comedy-Talente hier auf einmal aufblitzen. Mike bekommt von Korbi ein striktes Slasher-freies Zuschauverbot, falls jemals eine zweite Staffel kommt, darf er die erste trotzdem nicht bewerten. Klare Empfehlung aus dem Hause Korbi.
Kanes Woah Leck mit Schönheitsfehler — The Punisher: One Last Kill
The Punisher: One Last Kill ist die nächste Marvel Special Presentation, dieselbe rund-40-Minuten-Reihe, aus der schon Werewolf by Night und das Guardians of the Galaxy Holiday Special stammen. Kane ist restlos begeistert von Jon Bernthals komplett zerstörtem, durchgedrehtem Frank Castle: ein One-Shot, der sich raid-mäßig durch Wohnblock und Straße metzelt, mit Händen, Knarren, Stichwaffen und einem mittlerweile legendären Kugelschreiber-Kill. Für Kane der perfekte Punisher, genau in diesem Stil hätte er gern endlich einen abendfüllenden Film.
Der dicke Wermutstropfen: ein einziger, nicht fertig gerenderter CGI-Stunt-Shot sieht aus wie eine PlayStation-2-Zwischensequenz und geht sogar als Clip viral. Wegen dieses einen Schnitzers in einem sonst makellosen Streifen vergeben die drei statt der vollen Punktzahl vier von fünf, gerade weil so viel handgemacht und praktisch ist, schmerzt der eine digitale Ausrutscher umso mehr. Zeitlich ist die Episode lose im MCU verortet, die Spekulation der Runde geht in Richtung Spider-Man-Vorgeplänkel. Mike vermisst Bernthal derweil schmerzlich in der zweiten Staffel Daredevil.
Mikes Woah Leck — The Housemaid (Steelbook)
Mike bekommt das wunderschöne Steelbook mit Schuber zu The Housemaid und ist nach dem Hören der ausführlichen Folge von Kane und Seppi voll dabei. Sydney Sweeney spielt eine vorbestrafte Frau, die sich verzweifelt als Hausmädchen bei einer reichen Familie um Amanda Seyfried verdingt und merkt, dass dort einiges nicht rundläuft und manche Personen nicht das sind, was sie vorgeben. Ein paar saubere Offenbarungen, ordentlich Twists, für Mike ein richtig solider Thriller mit Erotic-Thriller-Anstrich, der aber an der entscheidenden Stelle die Handbremse anzieht.
Mikes Referenzrahmen: irgendwo zwischen Finchers Gone Girl und Alien 3, nur mit angezogener Handbremse, Sweeney und Seyfried tragen das Ganze locker. Das Ende macht Bock auf mehr, und die Fortsetzung The Housemaid’s Secret ist laut Kane bereits in der Mache. Wer es tiefer will, hört die eigene VLM-Folge von Kane und Seppi zum Film, plus Steelbook-Video auf dem VLM-Instagram.
Kanes Woah Leck — Dorohedoro Staffel 2
Fünf fucking Jahre Wartezeit zwischen Staffel 1 und 2, jetzt steht das Finale unmittelbar bevor. Kane ist im Wettlauf zwischen Manga-Lesen (fast durch Band 5) und Anime-Schauen, will dem Manga immer ein Stück voraus sein und liebt beide Versionen abgöttisch. Die zweite Staffel ist für ihn nochmal eine Spur besser animiert als die erste, eine herrlich abgedrehte, abgespacete Geschichte rund um Kaiman und Nikaido im Loch. Korbi hat das Finale noch vor sich und ist gespannt, wie lange diesmal auf Staffel 3 gewartet werden muss, dass es weitergeht, davon gehen beide fest aus.
Korbis Woah Leck — Malcolm mittendrin: Life’s Still Unfair (Disney+)
Nur vier Folgen, aber Korbi hat das Malcolm-mittendrin-Revival auf Disney+ ohne Ende gefeiert. Es wäre leichter aufzuzählen, wer nicht zurück ist, und Bryan Cranston hat sichtlich den Spaß seines Lebens. Was die Runde überrascht: hinter dem Klamauk schwingen ernste Themen mit, etwa Malcolms Bruch mit der eigenen Familie, die er vor seinem jetzigen Leben versteckt. Korbis heimlicher Star ist die non-binäre Figur Kelly, eine Mischung aus Malcolm und Reese, von der er sich ein Spin-off wünscht.
Beim Wiedersehen mit Reese war Kane fast überfordert, so stark hat sich der Darsteller verändert. Korbi zieht die Parallele zu King of Queens, wo der Bruch der Hauptfigur erst ab Staffel fünf, sechs richtig kippt. Sein Wunsch: dass aus dem Revival mehr wird, am liebsten mit Kelly als neuer Hauptfigur.
Kanes Serien-Doppel — Die Scrubs Reunion (und Malcolm-Vorfreude)
Kane war bei der Scrubs Reunion erst ultra-skeptisch, weil ihm schon die letzten zwei Original-Staffeln keinen Spaß mehr gemacht haben, ist jetzt aber positiv überrascht: die Reunion knüpft gut an das an, was Scrubs früher ausgemacht hat, viel von der alten Riege ist zurück (einige leider nur kurz), und sie ist schön zum Versenken, wenn auch nicht ganz so begeisternd wie früher. Eine zweite Reunion-Staffel ist bereits verlängert. Korbi steckt parallel im klassischen Erstdurchlauf in der achten Staffel und merkt, dass Scrubs ab Staffel sieben spürbar abbaut, gefühlt hatte der Cast da langsam keinen Bock mehr. Nebenbei landet Malcolm mittendrin frisch auf Kanes Watchlist, sobald sein aktueller Re-Watch von King of Queens durch ist.
Real Talk — Mike, die Kids und das Pokémon-Mastersheftl
Mikes Real-Talk-Block: Er muss bei seinen Kindern ein bisschen gegen die Pokémon-Übermacht ansteuern und blättert wehmütig in seinen eigenen Sammelbänden, hochwertig gebundene Retro-Paperbacks, die mehrere 90er-Ausgaben zusammenfassen. Das Drama: Sein Sohn hat die im Anhang abgedruckten Schwarz-Weiß-Artwork-Skizzen kurzerhand als Ausmalvorlage interpretiert und alles falsch ausgemalt, Charizard nicht grün genug. Dazu die väterliche Sinnkrise: Am 5. Juni läuft ein neuer Pokémon-Film, und Mike bangt, ob sein achtjähriger Jonas lieber Pokémon-Karten sortiert als ins Kino zu gehen. Korbi mahnt aus eigener Kindheitserfahrung: Eltern, die den Pokémon-Kinobesuch verwehren, werden das jahrelang vorgehalten bekommen. Einigkeit immerhin bei Detective Pikachu, mit Ryan Reynolds als quasi jugendfreiem Deadpool im Pikachu-Pelz, klare Empfehlung.
Kanes Alltags-Wahleck — Das Bewerbungsgespräch und der vergessene Fingernagel
Kanes Alltags-Wahleck zum Schmunzeln: Beim letzten Maniküre-Durchgang hat er in seiner endlosen Weisheit ausgerechnet den linken kleinen Fingernagel vergessen zu schneiden und es erst auf dem Weg zum Bewerbungsgespräch im Tinder-Spiegel bemerkt. Ergebnis: die ganze Zeit den kleinen Finger verstecken, erfolgreich, und wie immer nur komische Blicke ins Gesicht statt auf die Hände. Die obligatorische Rückfrage, ob er sich beim Vorstellungsgespräch wieder ausgezogen und nach einem Bügelbrett für die Hose gefragt hat, lässt er charmant offen.
Das gemeinsame Kino-Lecks — Lee Cronins The Mummy (AKA Egyptian Dead)
Mike und Korbi waren gemeinsam im Kino, Kane war nicht eingeladen, aber hat Lee Cronins The Mummy trotzdem gesehen, von allen dreien liebevoll Egyptian Dead getauft. Der Plot grob: Die Tochter eines Journalisten verschwindet in der Wüste, kehrt nach acht Jahren bandagiert aus einem Sarkophag zurück und bringt etwas sehr Böses mit, das über ihre Familie hereinbricht. Mike, der voreingenommene weiße Mann, regt sich erst über „schon wieder ein Mumienfilm“ auf, dreht dann aber komplett bei: Man merkt in jeder Einstellung, dass hier der Evil-Dead-Rise-Regisseur Lee Cronin am Werk ist, inklusive Beerdigungsszene und Besessenheits-Inszenierung, die direkt ins Evil-Dead-Universum passen.
Holzhammer-Inszenierung mit Ansage, dazu eine Gebiss-Szene, die unter anderem Regisseur lächerlich gewirkt hätte und hier voll zündet. Die Runde diskutiert genüsslich einen besseren Titel (Egyptian Dead bzw. „Evil Dead Story: The Mummy“) und ist sich einig: Die geplante Herabstufung von FSK 18 auf 16 wäre ein Fehler, das Ding hat die 18 verdient, vor allem wegen dem, was das Kind im Film anstellt. Bonus-Hype im Kino: der gefürchtete Evil-Dead-Burn-Trailer, laut Kane allein schon ein eigenes Woah Leck wert. Ein Crossover zum Thema haben sich Mike und Kane fest vorgenommen.
Kanes Bäh Leck — The Strangers: Chapter 3
Für Kane ein lehrbuchhaftes Bäh Leck: The Strangers: Chapter 3 ist so konsequent auf Nummer sicher gebauter Mittelmaß-Slasher, dass es fast schon wieder bemerkenswert ist. In jedem Moment der allereinfachste, hundertfach gesehene Weg, das Drehbuch wirkt wie von ChatGPT. Handwerk, Effekte und Look sind solide, erzählerisch ist es ein Tiefflieger ohne eine einzige Überraschung, Kane konnte den kompletten Verlauf nach zehn Minuten vorhersagen. Richard Brake ist dabei und komplett verschenkt.
Die drei Teile bilden eine durchgehende Geschichte, ein Opfer aus Teil 1 taucht im dritten wieder auf, man sollte also alle Teile kennen. Den zweiten Teil (laut Runde von Renny Harlin) will Kane noch nachholen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Sein Fazit: für Horror-Einsteiger eine brauchbare, geradlinige Trilogie, für alle anderen eher mittelprächtig. Trotzdem Dank ans Rezensionsexemplar.
Korbis Woah Leck — Home Movie (2008)
Korbi hat den Found-Footage-Film Home Movie aus dem Jahr 2008 auf Prime geliehen, angefixt von einer Empfehlung als Found-Footage-Perle, die kaum jemand kennt. Eine Familie mit zwei eineiigen Kindern, die sich zunehmend verstörend benehmen, im Home-Video-Stil, leicht in Richtung Paranormal Activity. Der Vater ist Priester, die Mutter Psychologin, eine Mischung, die für die apathischen, auf nichts reagierenden und irgendwann die Katze meuchelnden Kinder offensichtlich nicht gesund ist. Teils richtig krasse Szenen, der Schluss überzeugt Korbi nicht, aber der Abspann hat es in sich: Wenn die Kinder zum Schluss nur zu summen anfangen, kriegt man die pure Gänsehaut.
Die Prämisse findet Korbi so stark, dass er sich ein hochwertiges Remake wünscht, Blumhouse möge bitte zugreifen. Praktischer Hinweis aus der Runde: Die Blu-ray erscheint laut Mike am 28. Mai 2026 für rund 27 Euro, wer nicht warten will, leiht den Film wie Korbi für ein paar Euro. Kurzweilige 76 Minuten für zwischendurch, sofern man die Credits aushält.
Mikes Bäh Leck — The Holy Boy (Paolo Strippoli)
Großes Bäh Leck für Mike trotz Vorschusslorbeeren vom Fantasy Filmfest: The Holy Boy vom A-Classic-Horror-Story-Regisseur Paolo Strippoli. Der psychisch angeschlagene Sergio kommt als Lehrer in ein abgeschiedenes italienisches Dorf mit sektenartigen Strukturen: Einmal pro Woche umarmen die Dorfbewohner einen Jungen namens Mateo, danach geht es ihnen gut, eine regelrechte Abhängigkeit. Die Grundstimmung und die italienische Exotik sind super, aber der Film tritt fast durchgehend auf der Stelle.
Viel Dialog, in dem nichts passiert, und ungeduldiges Warten beim Zuschauen, erst die letzte Viertelstunde wird konsequent und steuert auf ein starkes Finale zu. Für Mike zu zäh, der Horror-Aspekt wird zugunsten des Dramas sträflich vernachlässigt. Warum so viele Festival-Stimmen jubeln, kann er nicht nachvollziehen, für ihn leider nichts. Wer den Film kennt, soll Mike gerne in den Kommentaren widersprechen.
Kanes Woah Leck — Chainsaw Man: Reze Arc (Crunchyroll)
Chainsaw Man: Reze Arc ist mittlerweile auf Crunchyroll und für Kane bombengeil, nachdem schon die Serie ein dickes Woah Leck war. Geiler Soundtrack, geiler Animationsstil, coole Geschichte rund um Menschen, die Teufel in sich tragen oder Pakte mit ihnen schließen, der titelgebende Chainsaw Man mit Kettensäge als Kopf und eine Gegnerin mit Bombenkopf. Trotz allem Irrsinn schwingt große Tragik in den Figuren mit, Kane war am Ende sogar zu Tränen gerührt, sein schwarzer Klumpen in der Brust hat leicht gepocht.
Korbi liefert die harte Zahl: Bei den Letterboxd Top 500 steht der Film auf Platz 108 und hält locker mit den Ghibli-Filmen mit, hervorragende Bewertungen praktisch überall. Korbi kennt Chainsaw Man bislang nur aus Kanes Erzählungen, nimmt sich den Film aber jetzt fest vor.
Kanes Woah Leck — Darwin’s Incident (Prime)
Kanes zweiter Anime-Tipp läuft auf Prime: Darwin’s Incident, eine völlig verrückte Geschichte um eine militante vegane Terrorgruppe, die Bombenanschläge auf Steakhäuser verübt und den Halb-Mensch-Halb-Schimpansen Charlie rekrutieren will. Charlie vereint den Intellekt des Menschen mit der hochmultiplizierten Kraft des Schimpansen. Banane als Ausgangslage, ja, aber drumherum ernste, ehrlich behandelte Themen rund um Moral und Fleischkonsum, ganz ohne erhobenen Zeigefinger: Der Anime lässt die Entscheidung offen und liefert nur Denkanstöße.
Wie schon bei Chainsaw Man, in Kanes Augen hier sogar noch krasser, kippt der Wahnsinn der Grundidee in echte Tiefe. Hauptfiguren sind nicht sicher, ein paar gehen verloren. Dreizehn Folgen erste Staffel, sehr hohe Qualität in Animation und Erzählweise. Klare Empfehlung.
Mikes Bäh Leck — Der Konvent
Vom Meteor-Film bekam Mike die Blu-ray zu Der Konvent, mit deutlichen storytechnischen Parallelen zu Immaculate (samt Sydney Sweeney, hier im Podcast schon Thema). Eine wundertätige Mutter Oberin, eine junge Novizin namens Lucia, dunkle Wahrheiten im Kloster. Das Problem: Der Film könnte herrlich blasphemisch und exploitation-mäßig sein, Marke Nunsploitation, bleibt aber durchweg zu zahm, kaum Schauwerte, zu digitaler Look, zu wenig Mut.
Wie so oft zieht erst der Schluss an, ein paar coole Wendungen, ein paar krasse Szenen, da ist es aber schon zu spät. Mehr Thriller als Jumpscare-Kino. Für Light-Fans von The Nun mal ein Reinschauen wert, Mike schaut lieber nochmal Immaculate, der war unterhaltsamer.
Mikes Woah Leck — Send Help (Sam Raimi)
Mike und seine Frau haben die Leonine-Blu-ray zu Send Help von Sam Raimi geschaut, parallel zur Disney+-Auswertung. Mikes Frau hat seit dem familiären Drag-Me-to-Hell-Kinotrauma eine Sam-Raimi-Allergie, ließ sich aber von Rachel McAdams ködern und war am Ende zum ersten Mal selbst begeistert. Humor, Thrill, ein cooles Ende, eine herrlich hassenswerte Chef-Figur und die berüchtigte Ratten-Szene, Mike war voll dabei.
Einziger Kritikpunkt: mit knapp zwei Stunden etwas zu lang, ein Effekt-Shot ist Drag-Me-to-Hell-typisch durchwachsen getrickst, passt aber in den Raimi-Kosmos. Kane sieht es lauwarmer: cool und spaßig, aber kein Hype-Train, die Erwartungen nach dem vielen Lob waren zu hoch. Korbi hat den Film bei Disney+ entdeckt und direkt der eigenen Frau ans Herz gelegt.
Korbis Herzens-Woah-Leck — Friss oder stirb (Die Toten Hosen)
Korbis Finale ist persönlich: Friss oder stirb, die dreizehnteilige TV-Show, die Die Toten Hosen auf Tournee, bei Rock am Ring und bei völlig bescheuerten Aktionen (Zelten, Golf, Tennis) begleitet hat. Anlass: Mit Trink aus, wir müssen gehen erscheint dieses Jahr das letzte Studioalbum der Düsseldorfer. Was Korbi als Jugendlichen umgehauen hat, war nicht nur die Band, sondern Schnitt und Machart: jede rund 20-minütige Folge in Kapitel zerlegt, die Zelt-Folge hat zwanzig Kapitel im Sechzig-Sekunden-Takt.
Genau diese Inszenierung hat Korbi inspiriert, mit seinem Bruder Videos zu machen, Radiomoderator zu werden, sich in Video- und Audioschnitt zu vertiefen, und letztlich in diesem Podcast zu landen. Die Serie gibt es nirgends regulär zu kaufen, nur noch gebraucht als DVD-Box. Die ganze Geschichte dahinter steht in unserem Liebesbrief-Artikel zu Trink aus, wir müssen gehen. Ohne diese Serie gäbe es Viva la Movielución vermutlich nicht.
Kanes Woah Leck — Maul: Shadow Lord (Disney+)
Kanes finales Woah Leck: die durchgelaufene animierte Disney+-Serie Maul: Shadow Lord rund um Darth Maul, für ihn animiertes Peak und bereits um eine zweite Staffel verlängert. Geiler Animationsstil, dichte Welt, viel Unterwelt von Coruscant, Syndikate samt Pike-Bezug aus dem Solo-Film, Inquisitoren, ein episch inszenierter Lichtschwertkampf mit einem alten Bekannten am Ende. Maul ist hier noch wuchtiger und zugleich verletzlicher geschrieben als in The Clone Wars, schade, dass die Figur damals in Episode 1 so schnell über die Klippe musste.
Für Mike als künftigen Einsteiger gibt Kane die Sehreihenfolge mit: The Clone Wars erst (ab etwa Staffel 3 wird es geradlinig und teils sehr düster, Stichwort Kriegsverbrechen), danach Rebels, dann The Bad Batch. Dort lernt man auch, wie Maul überhaupt überleben konnte. Laut Kane stecken in Clone Wars und Rebels teils bessere Story-Arcs als in den Filmen.
Mikes Woah Leck auf der anderen Seite — Five Nights at Freddy’s 2
Kein klassisches Woah Leck, eher eins „auf der anderen Seite“, weil so viel besser als Teil 1: Five Nights at Freddy’s 2. Endlich ein paar wirklich gruselige Sachen, Richtung Gänsehaut und Horror für Einsteiger. McKenna Grace ist dabei, wird aber nach Mikes Eindruck mal wieder rasch verheizt, Scream-Six-Gedächtnis. Offenes Ende, Mike ist gespannt, wie es weitergeht, Kane wartet vorsichtshalber auf die nächsten Prime-Leih-Deals.
Outro — Oskar, das Spülbecken und ein Podcast-Crossover
Kanes vorsichtige Gute-Nachricht des Monats: Kater Oskar benutzt nach langer Spülbecken-Phase seit einigen Tagen wieder das Katzenklo, noch wird nichts verschrien, Daumen drücken erlaubt. Und zum Schluss eine dringende Hörempfehlung in eigener Sache: In unserer Crossover-Folge HARD:LINE für Anfänger mit dem Art or Trash Cinema Podcast gibt es die heilige Dreifaltigkeit aus Mike, Korbi und Kane noch einmal in fremdem Revier, den zweiten Teil findet ihr zeitgleich drüben beim Art or Trash Cinema Podcast.
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Mehr aus dem VLM-Universum
Wer auf Woah-Lecks-Geplauder steht, schaut auch in diese Folgen: Folge 345: HARD:LINE für Anfänger (das Crossover mit dem Art or Trash Cinema Podcast), Woah Lecks März 2026 (HARD:LINE Preview, One Piece, Rental Family) und Woah Lecks Februar 2026 (Send Help, Good Boy, Game of Death). Mehr Toten-Hosen-Herzblut gibt es in unserem Liebesbrief zu „Trink aus, wir müssen gehen“, und alles Gruselige sammeln wir auf unserer Seite zum Horror-Podcast aus Bayern. Die komplette Reihe findet ihr in der Kategorie Woah Lecks.
FAQ
Welche Filme und Serien werden in den Woah Lecks April 2026 besprochen?
Unter anderem Kacken an der Havel, The Punisher: One Last Kill, The Housemaid, Dorohedoro Staffel 2, Malcolm mittendrin: Life’s Still Unfair, die Scrubs Reunion, Lee Cronins The Mummy, The Strangers: Chapter 3, Home Movie (2008), The Holy Boy, Chainsaw Man: Reze Arc, Darwin’s Incident, Der Konvent, Sam Raimis Send Help, Friss oder stirb, Maul: Shadow Lord und Five Nights at Freddy’s 2.
Warum nennen die Hosts Lee Cronins The Mummy „Egyptian Dead“?
Weil sich der Film für die Runde weniger wie ein klassischer Mumienfilm anfühlt und mehr wie eine Evil-Dead-Geschichte. Regisseur Lee Cronin hat zuvor Evil Dead Rise gedreht, und Inszenierung, Besessenheit und Holzhammer-Stil erinnern stark daran, daher der liebevolle Spitzname Egyptian Dead.
Wer hostet die Woah Lecks April 2026?
Mike moderiert, mit Korbi und Kane. Alle drei sind Co-Founder von Viva la Movielución und bringen eigene Themenblöcke mit, von Horror über Anime bis Star Wars und Real Talk. Ein Gast ist diesmal nicht dabei.
In welcher Reihenfolge sollte man Star Wars: The Clone Wars schauen?
Kanes Tipp für Einsteiger: zuerst The Clone Wars (ab etwa Staffel 3 wird die Erzählung geradlinig und teils sehr düster), danach Rebels, anschließend The Bad Batch. Wer das gesehen hat, versteht auch die Vorgeschichte zu Maul: Shadow Lord.
Was hat Friss oder stirb mit Viva la Movielución zu tun?
Die Toten-Hosen-TV-Show Friss oder stirb hat Korbi als Jugendlichen durch ihren Schnitt und ihre Kapitelstruktur so geprägt, dass er Videos zu schneiden begann, Radiomoderator wurde und letztlich in diesem Podcast landete. Ohne diese Serie gäbe es VLM vermutlich nicht.



