

Korbi und Kane besprechen Ari Asters neuestes Werk: Eddington, eine schwarze Komödie mit Western- und Horror-Elementen, die während der Covid-19-Pandemie in einer fiktiven Kleinstadt in New Mexico spielt. Mit Joaquin Phoenix, Pedro Pascal, Emma Stone und Austin Butler hochkarätig besetzt – aber hält der Film, was der Cast verspricht?
Die Handlung: Sheriff gegen Bürgermeister
Mai 2020, fiktives New Mexico: Joe Cross (Joaquin Phoenix) ist Sheriff mit Asthma, trägt keine Maske und gerät dadurch in Konflikt mit Bürgermeister Ted Garcia (Pedro Pascal). Als der Bürgermeister Front macht, beschließt Cross, selbst für das Amt zu kandidieren. Was harmlos beginnt, eskaliert in der zweiten Hälfte komplett – inklusive einer wilden Schießerei am Ende.
Sozialkritik im Überfluss
Ari Aster packt alles rein: Covid-Pandemie, Black Lives Matter, Rassismus, Verschwörungstheorien, sexuelle Übergriffe und fragile Männlichkeit. Kane fühlt sich an die reale Pandemie-Überforderung erinnert – damals wie im Film war einfach zu viel auf einmal. Korbi sieht die Themen zwar gut gewählt, aber zu wenig ausgearbeitet: Alles wird angerissen, nichts wirklich zu Ende erzählt.
Breaking-Bad-Vibes und Horror-Atmosphäre
Kane erkennt starke Breaking Bad-Vibes: Das New-Mexico-Setting, die langsam aufkochende Stimmung und die moralischen Abgründe erinnern an Vince Gilligans Meisterwerk. Wenn Ari Aster mit Lichtverhältnissen und Schattenspielen arbeitet, kommt echtes Horror-Gefühl auf – besonders zum Schluss wird es atmosphärisch dicht.
Handwerklich top, erzählerisch überladen
Beide stimmen überein: Visuell ist Eddington beeindruckend – tolle Einstellungen, geile Bilder. Aber die 145 Minuten Laufzeit und die Menge an Themen überfordern. Joaquin Phoenix spielt stark, Pedro Pascal hat überraschend wenig zu tun, Emma Stones Rolle gibt kaum etwas her, und Austin Butlers geheimnisvoller Charakter taucht für gefühlt fünf Minuten auf und verschwindet wieder.
Ari Aster im Ranking
Korbi ordnet ein: Eddington landet bei ihm auf Platz 4 im Ari-Aster-Ranking – kein schlechter Film, aber hinter Hereditary, Midsommar und Beau Is Afraid. Während Kane den Film gerne nochmal sehen würde, greift Korbi lieber zu Beau Is Afraid und dem legendären Dachboden-Zipfel.
Triple Threat: Trompeten, tote Tiere, Nacktheit
Das VLM-Ritual: Trompeten? Ja, eindeutig! Tote Tiere? Unsicher – wahrscheinlich eher nein. Nacktheit? Ja, am Schluss gibt es eine Szene. Also: 2 von 3 im Triple Threat. Kein Übernatürliches in diesem Ari-Aster-Film – eine Premiere.
Tops & Flops
Korbis Top: Die Thematik und sozialkritischen Ansätze. Korbis Flop: Die Themen werden zu wenig ausgearbeitet. Kanes Top: Die Nebencharaktere, besonders die Polizisten-Kollegen und Officer Butterfly Gimenez. Kanes Flop: Pedro Pascal hat trotz Hauptrolle erstaunlich wenig Schauspielraum.
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