#332 – The Housemaid: Sydney Sweeney im Psycho-Thriller – Review mit Spoilern

Korbi – Co-Founder und Host von Viva la MovieluciónKorbi
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Erstmals im Filmbesprechungs-Einsatz: Seppi begleitet Korbi ins Cineplex Vilsbiburg – inklusive Sektempfang – für The Housemaid. Achtung: Diese Folge enthält massive Spoiler, denn ohne sie lässt sich über den Film kaum sprechen.

Worum geht’s in The Housemaid?

The Housemaid erzählt die Geschichte von Millie (Sydney Sweeney), die im Auto lebt und als Hausmädchen bei der wohlhabenden Familie Winchester anfängt. Herrin des Hauses ist Nina (Amanda Seyfried), ihr gutaussehender Ehemann ist Andrew (Brandon Sklenar). Was als Job-Rettung beginnt, entwickelt sich zu einem Geflecht aus Manipulation, häuslicher Gewalt und einem überraschenden Rollentausch.

Amanda Seyfried stiehlt allen die Show

Beide sind sich einig: Die Schauspielleistung von Amanda Seyfried ist das Highlight des Films. Ihre schnellen Wechsel zwischen freundlich und völlig eskalierend sind beeindruckend gespielt. Seyfried hat deutlich mehr zu tun als Sweeney und nutzt jede Szene. Korbi und Seppi wählen sie übereinstimmend als Top des Films.

Sydney Sweeney: Eye Candy oder unterfordert?

Die Kritik an Sweeneys Schauspiel wird diskutiert, aber beide nehmen sie in Schutz: Die Rolle gibt schlicht nicht mehr her. Millie ist als zurückhaltende Duckmäuserin geschrieben – erst spät bekommt sie Raum zur Entfaltung. Für den nächsten Teil hoffen beide auf mehr Tiefe für ihre Figur.

Buchvorlage vs. Film: Seppi klärt auf

Seppi hat die Buchreihe gelesen und liefert wertvolle Einblicke: Im Buch ist Millie deutlich vielschichtiger, der Gärtner hat eine echte Hintergrundgeschichte, und das Finale läuft anders ab – gleich im Ergebnis, aber psychologisch intensiver. Der Film geht eher in Richtung Unterhaltungskino, während die Vorlage als psychologischer Thriller viel langsamer aufbaut und die Figuren besser ausleuchtet.

Kameraarbeit und Cast-Dynamik

Auffällig: Die Kamera zeigt in Dialogszenen oft nur die sprechende Person – als wären die Schauspieler nie zeitgleich in der Szene. Dazu die extreme Perspektive, die Brandon Sklenar wie einen Drei-Meter-Riesen wirken lässt. Handwerklich eigenwillig, thematisch vielleicht beabsichtigt – aber gewohnheitsbedürftig.

Die fehlende Tiefe bei schweren Themen

Seppi sieht den Film kritisch: Die Buchvorlage behandelt häusliche Gewalt und Unterdrückung von Frauen in der Ehe – ernste Themen, die im Film zugunsten von Unterhaltung und Sydney Sweeneys optischen Reizen etwas untergehen. Trotzdem funktioniert der Film als eigenständiges Werk: Über zwei Stunden Laufzeit, nie langweilig, und mit einem Ende, das die Fortsetzung anteast.

Fortsetzung in Sicht

Mit einem Budget von 35 Mio. Dollar und bereits 200 Mio. Einspielergebnis ist eine Fortsetzung quasi sicher. Die Buchreihe hat noch zwei weitere Teile (Wenn sie wüsste, Sie würd dich finden) und bietet genügend Stoff. Regie führt Paul Feig – ob er bleibt, wird sich zeigen.

Tops & Flops

Top: Amanda Seyfrieds Schauspielleistung – einstimmig von beiden gewählt. Flop (Seppi): Sydney Sweeney wird zu sehr als Eye Candy eingesetzt statt mit Tiefe versehen. Flop (Korbi): Die Mutter von Andrew bekommt viel zu wenig Fett weg für ihren verabscheuungswürdigen Charakter.

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