Shōgun, Civil War & Fallout: Woah Lecks April 2024

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Kane moderiert die April-Woah-Lecks 2024 mit Korbi und Mike. Es war ein Monat, der so HARD:LINE-lastig war wie kaum einer zuvor. Zwischen Festival-Nachklang, einer Premiere beim Cineplex Regensburg und dem heimischen Streaming-Stapel landen auf dem Tisch: die FX-Serie Shōgun, Alex Garlands Civil War, die Videospiel-Verfilmung Fallout, die Game-Serie Twisted Metal, Korbis Trash-Perle Nikos the Impaler, der Gangster-Brocken Gangs of London und ein Premieren-Besuch bei Winnie the Pooh: Blood and Honey 2. Ehrlich abgewogen zwischen „Woah Leck, war das geil“ und „Bäh Leck, war das daneben“.

Winnie the Pooh: Blood and Honey 2 im Kino (Cineplex-Premiere)

Eingeladen vom Cineplex Regensburg (Dank an Markus) waren Kane und Korbi auf der Premiere von Winnie the Pooh: Blood and Honey 2. Das Urteil überrascht: Teil 2 ist deutlich besser als der erste. Der Einstieg macht noch Angst, danach zieht der Slasher spürbar an, nimmt sich angenehm ernster und lockert die düstere Stimmung im festen Takt mit übertrieben fiesen Kills auf. Sogar der neu besetzte Christopher Robin wird innerhalb des Films erklärt, also einfach sitzen bleiben.

Größter Spaß am Rande: der Abspann, der ein ganzes „Poohniverse“ andeutet. Mike fehlte bei der Premiere mal wieder, was an der Kinokasse inzwischen mehr Reaktionen auslöst als seine Anwesenheit. Für Freunde von billig-blutigem Public-Domain-Horror mit Augenzwinkern ein Spaß, gerne wieder präsentiert vom VLM.

Shōgun: die Serien-Sensation des Jahres (Disney+)

Für Korbi der heiße Anwärter auf Serie des Jahres: Shōgun auf Disney+, nach der Romanreihe von James Clavell. Episch, brutal und visuell überwältigend, irgendwo zwischen Game of Thrones und feudalem Japan, mit Figuren, in die man sich sofort verliebt. Wenn es gewalttätig wird, wird voll draufgehalten, und die handgemachten Kulissen und Effekte sehen schlicht großartig aus.

Der Wermutstropfen: Vorerst keine zweite Staffel, weil die erste nur einen Ausschnitt der größeren Geschichte erzählt, der eigentliche große Krieg bis zum Shogunat bleibt offen. Korbi hofft, dass das laute Feedback eine Fortsetzung erzwingt. Einziges mögliches Manko für manche: viel japanischer Originalton mit Untertiteln, für Anime- und Genre-Fans aber ohnehin kein Thema. Als einzige Qualitätskonkurrenz fällt der Runde die zweite Staffel House of the Dragon ein.

Fallout: die Spieleverfilmung auf Amazon Prime

Großes Triple-Woah-Leck von Korbi für die Fallout-Serie auf Amazon Prime. Sie nimmt genau das mit, was die Spiele ausmacht: Ghule, Power-Rüstungen, Nuka-Cola, Kronkorken, den ganzen Wasteland-Charme, mehr aber auch nicht. Endlich eine Spieleumsetzung, die sich nicht dafür schämt, eine zu sein. Korbi, der vor allem Fallout 3 gespielt hat, fängt jede Anspielung mit und ist restlos begeistert vom Detailreichtum.

Die Runde ist sich einig, dass die Serie Fallout 3, 4 und 76 eine echte Renaissance beschert, und sieht hier sogar Stoff für ein eigenes Talkthrough. Die zweite Staffel ist bereits bestätigt. Einziges „Problem“: So gut, dass man nach jeder Folge sofort weiterschauen will.

Twisted Metal: Auto-Chaos als Serie (Amazon)

Mikes Tipp: Twisted Metal, nach dem Spiele-Klassiker, in dem ein Clown-Gesicht im Auto alles über den Haufen fährt. Die ersten zwei Folgen machen mit knapp 30 Minuten Laufzeit jede Menge Spaß, nehmen sich null ernst und gehen in die Richtung von Blood Drive. In der Hauptrolle Anthony Mackie (aktueller Captain America), dazu Stephanie Beatriz (Rosa aus Brooklyn Nine-Nine) und der prägnante Clown, der in Folge 2 seinen herrlich bescheuerten ersten Auftritt hat. Schon um eine Staffel verlängert. Wenn das Niveau bleibt: ideales Nebenbei-Bingen.

Nikos the Impaler (2003): Korbis Trash-Perle

Angefixt durch HARD:LINE-Regisseur Ted Geoghegan, der das Drehbuch schrieb, hat Korbi nach 20 Jahren wieder Nikos the Impaler ausgegraben, einen Film von Andreas Schnaas, auch bekannt als Violent Shit 4. Die Prämisse: Der im Mittelalter hingerichtete Nikos kehrt 2003 durch eine Maske in einem Museum zurück und geht seinem Metzger-Handwerk nach, mit fettem Body-Count und einem absurd riesigen Plastikschwert samt Flugzeug-Sound.

Billig, aber mit Herzblut, mit Cameos von Troma-Legende Lloyd Kaufman, Phyllis Rose (Sleepaway Camp) und Bela B (Die Ärzte). Wer auf Indie-Splatter steht, kommt voll auf seine Kosten. Eine richtig schöne Schlachtplatte, die sich zu keiner Sekunde ernst nimmt.

Gangs of London: gnadenloser Gangster-Brocken

Kane hat sich endlich auf Mikes Empfehlung eingelassen (und sich vorab entschuldigt, dass er Mike-Tipps sonst nie anschaut) und die erste Staffel Gangs of London durchgesuchtet, mit der unverkennbaren Handschrift von Gareth Evans (The Raid). Coole Geschichte, coole Schauspieler, brutale Kampfchoreografien, gnadenlos die ganze Zeit: Wenn gekämpft wird, dann richtig, mit Aschenbecher im Gesicht und allem, was wehtut. Eine zweite Staffel ist durch, eine dritte gesetzt. Verfügbar unter anderem über WOW, für Kane ein fettes Woah Leck und einen Regalplatz wert.

Civil War: Alex Garlands Bürgerkriegs-Thriller

Korbi und Kane haben Civil War von Alex Garland gesehen, und der Film hat Korbi umgehauen. Sogar Kirsten Dunst, die Korbi sonst nicht ausstehen kann, überzeugt hier komplett als abgefuckte Kriegsfotografin. In den USA tobt ein Bürgerkrieg, und eine Gruppe Pressefotografen reist Richtung Washington, D.C., um den Präsidenten zu interviewen, bevor alles kippt.

Was Korbi packt: der grandiose, beklemmende Soundtrack und die ständige Frage, wie gestört es eigentlich ist, danebenzustehen und nur Fotos zu machen, statt zu helfen. Starke Nightcrawler-Vibes (Jake Gyllenhaal). Jesse Plemons liefert in einer Szene den verstörendsten Auftritt des Films. Am Ende gibt es einen kompromisslosen Action-Part rund ums Weiße Haus, der genau das einlöst, was der Trailer versprochen hat. Korbis Fazit zu Garland: Der Mann hat noch keinen schlechten Film gemacht, anschauen.

Außerdem im April: X-Men ’97

Über X-Men ’97 redet die Runde seit Wochen Folge für Folge weiter, hebt sich die ausführliche Besprechung aber bewusst für eine eigene Folge auf. Kurzfassung: läuft, bleibt dran.

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Mehr aus dem VLM-Universum

Wer auf Woah-Lecks-Geplauder steht, schaut auch in diese Folgen: Woah Lecks März 2024, Woah Lecks Mai 2024 und die komplette Reihe in der Kategorie Woah Lecks. Alles Gruselige sammeln wir auf unserer Seite zum Horror-Podcast aus Bayern.

FAQ

Welche Filme und Serien werden in den Woah Lecks April 2024 besprochen?

Unter anderem Shōgun, Alex Garlands Civil War, die Fallout-Serie, Twisted Metal, Nikos the Impaler (Violent Shit 4), Gangs of London, Winnie the Pooh: Blood and Honey 2 und X-Men ’97.

Lohnt sich die Fallout-Serie auch ohne Vorkenntnisse der Spiele?

Ja. Die Serie funktioniert für sich, belohnt Spieler aber mit unzähligen Details aus Fallout 3, 4 und 76. Korbi war auch ohne tiefe Reihen-Kenntnis voll begeistert, eine zweite Staffel ist bestätigt.

Warum ist Civil War kein typischer Kriegsfilm?

Alex Garland erzählt den US-Bürgerkrieg aus Sicht einer Gruppe Pressefotografen und stellt die moralische Frage, ob man dokumentieren oder helfen soll. Statt Action-Spektakel dominiert eine beklemmende Soundkulisse, mit starkem Finale am Weißen Haus und einem verstörenden Auftritt von Jesse Plemons.

Wer hostet die Woah Lecks April 2024?

Kane moderiert, mit Korbi und Mike, alle drei Co-Founder von Viva la Movielución. Die Folge entstand kurz nach dem HARD:LINE Filmfestival, das den April stark geprägt hat.

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