REC (2007): Found-Footage-Horror aus Barcelona im Check

Korbi, Co-Founder von Viva la MovieluciónKorbi
Mike, Co-Founder und Horror-Experte von Viva la MovieluciónMike

Korbi und Mike nehmen sich REC vor, den spanischen Found-Footage-Schocker von 2007. Mike kennt den Film seit Jahren und liebt ihn, für Korbi war es die Erstsichtung. Beide sind sich einig: ein hochintensiver, kurzweiliger Genre-Geheimtipp, der seinen Hype zu Recht bekommen hat. Mit dabei: die Frage nach Zombie oder nicht, der Vergleich mit Paranormal Activity und eine deutsche Synchro, die spaltet.

REC (2007): Found-Footage-Horror aus Barcelona

REC, stilisiert als [REC] und abgeleitet vom Aufnahmesymbol der Kamera, ist das Regiedebüt des Duos Jaume Balagueró und Paco Plaza, geschrieben mit Luiso Berdejo. Bei einem Budget von rund 2 Millionen Dollar spielte der Film weltweit etwa 32,5 Millionen ein, lief erfolgreich über die Festivals und wurde vom Geheimtipp zum Genre-Klassiker. In den USA entstand 2008 das Remake Quarantine, dazu kamen drei Fortsetzungen.

Worum geht es in REC?

Die TV-Reporterin Ángela Vidal (Manuela Velasco) dreht mit ihrem Kameramann Pablo einen nächtlichen Beitrag über den Berufsalltag einer Feuerwehrwache in Barcelona. Bei einem vermeintlich normalen Einsatz in einem Wohnhaus eskaliert die Lage: Die Behörden riegeln das Gebäude ab und stellen alle unter Quarantäne. Im Inneren breitet sich eine Infektion aus, die die Bewohner in rasende Angreifer verwandelt. Gefilmt wird alles aus der Perspektive von Pablos Kamera, weil die beiden eben gerade aufnehmen.

Zombies oder nicht? Die Infizierten in REC

Ein Dauerstreit unter Fans: Sind das überhaupt Zombies? Im Kern handelt es sich um Besessene, deren Zustand auf einen Virus mit dämonischem Ursprung zurückgeht, der per Biss von Körper zu Körper weitergegeben wird. Das erklärt auch, warum die Infizierten rennen statt schlurfen, was sie umso bedrohlicher macht. Wer die ganze Zombie-Definition vertiefen will, dem sei die VLM-Folge zu The Sadness ans Herz gelegt.

Warum REC so gut funktioniert

Das Erfolgsrezept ist Authentizität. Die weitgehend unbekannten Darsteller, die dokumentarischen Kamerafahrten und die Interviews in der Feuerwache ziehen sofort ins Geschehen. Der Film verzichtet komplett auf Filmmusik und erzeugt seine Atmosphäre allein über Bild, Ton und Schnitt. Gleich zu Beginn etabliert die Kamera die Architektur des Hauses, Treppenauge und Raumaufteilung, sodass man später trotz wackliger Bilder den Überblick behält. Zwischen den Angriffen sorgen ruhige Interviewphasen für Hintergrund und Storytelling, und es gibt stets einen plausiblen Grund, warum überhaupt gefilmt wird.

Effekte, Jumpscares und das Finale

REC setzt auf praktische Effekte und kaum CGI, das Make-up der Infizierten ist erstklassig. Die Angriffe im Treppenhaus, in denen die Besessenen von unten heraufstürmen, sind extrem intensiv inszeniert und liefern verlässlich Jumpscares. Höhepunkt ist das berüchtigte Finale: Nachtsichtmodus und Patient Zero gehören zum Gruseligsten, was das Found-Footage-Genre zu bieten hat. Mikes einziger Kritikpunkt ist gleichzeitig augenzwinkernd, das mehrfache atemlose Treppauf und Treppab macht ihm bei der Wacklerei fast schlecht.

Schwäche: die deutsche Synchronisation

Beide stören sich an der deutschen Synchro. Wie bei vielen spanischen Filmen wirkt die Vertonung bei einigen Hausbewohnern unpassend und stellenweise schwach. Das ist allerdings dem Verleih geschuldet, nicht dem Film selbst, und ändert nichts an der Klasse des Originals.

Triple Threat

Wie immer prüfen Korbi und Mike am Ende ihre berüchtigte Triple-Threat-Wertung. In welchen Kategorien REC liefert, verraten wir hier nicht. Das gibt es nur in der Folge, also unbedingt reinhören.

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Häufige Fragen zur REC-Folge

Wer sind die Hosts dieser Folge?

Korbi und Mike. Mike ist langjähriger Fan des Films und Horror-Experte, für Korbi war REC die Erstsichtung.

Worum geht es in REC (2007)?

Eine TV-Reporterin und ihr Kameramann begleiten in Barcelona nachts die Feuerwehr zu einem Einsatz in einem Wohnhaus. Das Gebäude wird unter Quarantäne gestellt, während sich eine Infektion ausbreitet, die die Bewohner zu rasenden Angreifern macht.

Sind die Kreaturen in REC Zombies?

Streng genommen nein. Es handelt sich um Besessene, deren Infektion einen dämonischen Ursprung hat und per Biss übertragen wird. Weil sie rennen und aus dem Dunkeln angreifen, wirken sie wie eine besonders aggressive Zombie-Variante.

Wer hat REC gedreht?

Regie führten Jaume Balagueró und Paco Plaza, es war ihr gemeinsames Regiedebüt. Das Drehbuch schrieben sie mit Luiso Berdejo. Hauptdarstellerin Manuela Velasco ist in Spanien tatsächlich als TV-Moderatorin tätig.

Wie viele REC-Filme gibt es?

Vier: REC (2007), REC 2 (2009), REC 3: Génesis (2012) und REC 4: Apocalypse (2014). Dazu kommt das US-Remake Quarantine von 2008.

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