The Hills Have Eyes (2006): Ajas Wüsten-Splatter im Check

Mike, Co-Founder und Horror-Experte von Viva la MovieluciónMike
Korbi, Co-Founder von Viva la MovieluciónKorbi

Mike und Korbi nehmen sich The Hills Have Eyes vor, das 2006er Remake von Alexandre Aja. Mike ist großer Fan und hat den Film damals dreimal im Kino gesehen, für Korbi war es die Erstsichtung. Im Gepäck: brachiale praktische Effekte, eine zynische Abrechnung mit dem American Way of Life und Korbis liebevoll-ironische Sympathie für die Mutanten.

The Hills Have Eyes (2006): Ajas Remake des Wes-Craven-Klassikers

Das Remake von Alexandre Aja basiert auf Wes Cravens Original von 1977. Aja, der mit dem französischen Slasher Haute Tension (High Tension) international bekannt wurde, inszenierte den Film als sein englischsprachiges Debüt, gemeinsam mit Co-Autor Grégory Levasseur. Bei einem Budget von rund 15 Millionen Dollar spielte The Hills Have Eyes weltweit etwa 70 Millionen ein und gilt als eine der gelungensten Genre-Neuverfilmungen der frühen 2000er, neben Texas Chainsaw Massacre (2003) und Dawn of the Dead (2004).

Worum geht es in The Hills Have Eyes?

Eine amerikanische Familie macht auf dem Weg nach Kalifornien eine Abkürzung durch die Wüste, die ihr ein Tankwart empfohlen hat. Mitten im Nirgendwo bekommt das Auto einen Platten und die Familie strandet in einem alten Atomtestgebiet. Dort lauern die Folgen jahrzehntealter Kernwaffentests: eine Gemeinschaft von Mutanten, die das Gebiet nie verlassen haben und sich über die Gestrandeten hermachen. Was als Familienurlaub beginnt, wird zum blutigen Überlebenskampf.

Besetzung: Ted Levine, Emilie de Ravin und Greg Nicotero als Mutant

Familienoberhaupt Big Bob spielt Ted Levine, vielen als Buffalo Bill aus Das Schweigen der Lämmer im Gedächtnis. Aaron Stanford gibt den anfangs verweichlichten Schwiegersohn Doug, der eine markante Wandlung durchläuft. Emilie de Ravin, bekannt aus Lost, spielt Tochter Brenda. Billy Drago ist als Papa Jupiter zu sehen. Ein Detail für Genre-Fans: Effekt-Legende Greg Nicotero von KNB EFX, heute auch als Regisseur bei The Walking Dead bekannt, spielt selbst den Mutanten Cyst.

Der Überfall im Wohnwagen: brachiale Effekte und Intensität

Für Mike sind zwei Sequenzen herausragend: der nächtliche Überfall auf den Camper und später Dougs Kampf gegen den massigen Mutanten Pluto. Der Angriff bei Nacht ist roh und intensiv inszeniert, getragen von einem fast technoiden Score, während die Familie Unfassbares durchmacht. Die praktischen Masken und Gore-Effekte der KNB-Crew, dieselbe Schmiede hinter From Dusk Till Dawn, sind drastisch und überzeugend. Wer tiefer einsteigen will, dem empfiehlt Mike das Making-of Surviving the Hills auf der Blu-ray.

Abrechnung mit dem American Way of Life

Hinter dem Splatter steckt eine zynische Gesellschaftskritik. Die Familie wird als erzkonservative US-Vorzeigefamilie gezeichnet, die im Ernstfall sofort zu den Waffen greift, während der eingeheiratete Doug zunächst für eine liberalere Haltung steht. Wenn am Ende sogar eine US-Flagge zur Waffe wird, hält der Film dem amerikanischen Selbstbild bewusst den Spiegel vor. Genau diese Doppelbödigkeit hebt das Remake über reinen Schauwert hinaus.

R-Rated oder Unrated? Die Schnittfassungen

Es gibt eine geschnittene Kinofassung und eine Unrated-Version. Zwischen beiden liegen laut Mike rund 31 Änderungen, nicht nur Lauflänge, sondern auch zahlreiche abweichende Bildeinstellungen. Für Gorehounds lohnt sich klar die Unrated-Fassung, weil sie deutlich mehr Schauwerte bietet. Bemerkenswert: In Deutschland lief der Film mit Freigabe ab 18 ungeschnitten, obwohl er hartes Brot ist.

Triple Threat

Wie immer prüfen Mike und Korbi am Ende ihre berüchtigte Triple-Threat-Wertung. In welchen Kategorien The Hills Have Eyes liefert, verraten wir hier nicht. Das gibt es nur in der Folge, also unbedingt reinhören.

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Häufige Fragen zur Hills-Have-Eyes-Folge

Wer sind die Hosts dieser Folge?

Mike und Korbi. Mike ist langjähriger Fan des Films und Horror-Experte, für Korbi war The Hills Have Eyes die Erstsichtung.

Worum geht es in The Hills Have Eyes (2006)?

Eine Familie strandet auf einer Wüstenabkürzung in einem alten Atomtestgebiet und gerät in einen Überlebenskampf gegen eine Gemeinschaft strahlengeschädigter, kannibalischer Mutanten.

Ist das ein Remake?

Ja. Der Film ist Alexandre Ajas Remake von Wes Cravens Original aus dem Jahr 1977 und Ajas englischsprachiges Regiedebüt, geschrieben mit Grégory Levasseur.

Welche Fassung sollte man schauen, R-Rated oder Unrated?

Für Gore-Fans lohnt sich die Unrated-Version. Sie unterscheidet sich in rund 31 Punkten von der Kinofassung und bietet deutlich mehr Schauwerte. In Deutschland lief der Film ungeschnitten ab 18.

Spielt Greg Nicotero mit?

Ja. Effekt-Legende Greg Nicotero von KNB EFX, heute auch Regisseur bei The Walking Dead, spielt den Mutanten Cyst.

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