Meg (2018) – Statham gegen den Megalodon

Korbi – Co-Founder und Host von Viva la MovieluciónKorbi
Kane – Co-Founder von Viva la MovieluciónKane
Mike – Horror-Experte und Co-FounderMike

Ein 23 Meter langer prähistorischer Hai trifft auf Jason Statham als Profitaucher Jonas Taylor: The Meg (2018, im Deutschen knapp „Meg“) ist Jon Turteltaubs Sommerblockbuster mit 130 Mio USD Budget, der weltweit über 530 Mio USD eingespielt hat und damit zu den profitabelsten Hai-Filmen aller Zeiten zählt. Korbi eröffnet, Kane bringt Produktionsgeschichte (20 Jahre Entwicklungshölle, Eli Roth, durchsichtige Buch-Megs) und unnützes Wissen (Wal Gracie als Star-Trek-IV-Hommage), Mike liefert die Schauspieler-Anekdoten (Rainn Wilson aus Haus der 1000 Leichen wird Fischfutter, Ruby Rose schlafwandelt). Die Devise: Hai super, Charaktere blass, aber ein amüsanter Sommerblockbuster. Und weil Kane im Talk genau die richtige Vorhersage getroffen hat, gibt es weiter unten eine eigene Sektion zur Fortsetzung Meg 2: The Trench (2023).

The Meg (2018): Statham gegen den Megalodon

  • Originaltitel: The Meg (Deutscher Titel: Meg, ohne „The“)
  • Regie: Jon Turteltaub (zuvor: Cool Runnings, National Treasure, The Sorcerer’s Apprentice)
  • Drehbuch: Dean Georgaris, Jon Hoeber, Erich Hoeber
  • Buchvorlage: Meg: A Novel of Deep Terror (1997) von Steve Alten – mittlerweile eine 8-teilige Romanreihe
  • Hauptcast: Jason Statham (Jonas Taylor), Bingbing Li (Suyin), Rainn Wilson (Morris), Cliff Curtis (Mac), Winston Chao (Dr. Zhang), Sophia Cai (Meiying, 8 Jahre), Ruby Rose (Jaxx), Page Kennedy (DJ), Robert Taylor (Heller), Ólafur Darri Ólafsson (The Wall), Jessica McNamee (Lori, Jonas‘ Ex-Frau), Masi Oka (Toshi)
  • Genre: Creature Feature / Sommerblockbuster / Sci-Fi-Action
  • Laufzeit: 113 Minuten · FSK: 12 (Korbi: „wer geht denn da mit seiner Zwölfjährigen rein?“)
  • Budget: 130 Mio USD · Einspielergebnis: 530 Mio USD weltweit, das beste Solo-Opening der Statham-Karriere
  • Premiere: 10. August 2018 (USA, Deutschland fast zeitgleich)
  • Co-Produktion: USA + China (Vollkooperation, daher keine chinesische Quotenregelung – der Film hat ca. 150 Mio USD allein im asiatischen Markt eingespielt)

Jonas Taylor (Jason Statham) ist Profi-Tiefseetaucher, einer der besten der Branche. Nach einem gescheiterten Rettungseinsatz, an dem ihm eigentlich keiner einen Vorwurf machen kann, sitzt er trinkend in Thailand und hadert. Bis seine Ex-Frau Lori in einer Tiefsee-Forschungsstation namens Mana One von einem gigantischen Wesen angegriffen wird. Jonas wird reaktiviert, taucht ab und stellt fest: Im Marianengraben, unterhalb einer thermoklimatischen Schicht, lebt der totgeglaubte Megalodon, ein 23 Meter langer prähistorischer Hai. Und der ist nicht allein.

Drei Hosts, ein klares Resultat: Hai super, Rest blass

  • Korbi liebt den Hai, kritisiert die austauschbaren Charaktere und das übertriebene Ende: „Mehr sage ich dazu nicht ohne Spoiler-Alarm.“ Wäre lieber gewesen, der Film hätte einfach 113 Minuten Megalodon gezeigt, ganz ohne Menschen.
  • Kane findet den Film klar amüsant, aber nicht nachhaltig. Big-Budget-Trash mit Schauwerten. Hätte sich ein R-Rating gewünscht (Piranha-3D-Richtung), denn die Schluss-Szene hätte das Potenzial für ein „fettes Blutbad“ gehabt. Plus: das CGI ist teilweise erstaunlich kreislich, sogar seiner Freundin ist das aufgefallen.
  • Mike hebt den Twist in der Filmmitte hervor (ohne Spoiler), kritisiert aber die fehlende Tiefe der Charaktere und den ständigen Vergleich mit Spielbergs Der weiße Hai: „der hat das vor 45 Jahren saucool gemacht, da war die Erwartungshaltung anders.“

Die Produktionsgeschichte: 20 Jahre Entwicklungshölle

Kanes ausführliche Erklärung im Talk ist filmgeschichtlich solide: Meg war eines der längsten „Development Hell“-Projekte Hollywoods. Die Geschichte:

  • 1996: Disneys Hollywood Pictures kauft die Rechte am Steve-Alten-Roman Meg. Tom Wheeler schreibt ein Drehbuch, dann Jeffrey Boam – beide werden abgelehnt.
  • 1999: Disney lässt das Projekt fallen, die Rechte gehen zurück an Steve Alten.
  • 2005: New Line Cinema steigt ein, geplantes Budget 75 Mio USD, geplante Veröffentlichung Sommer 2006. Wird auch nichts.
  • 2015: Warner Bros. übernimmt – Drehbuch von Dean Georgaris.
  • Juni 2015: Eli Roth ist als Regisseur im Gespräch. Er will: 250 Mio USD Budget, R-Rating und die Hauptrolle selbst spielen. Warner sagt: passt nicht.
  • Anfang 2016: Jon Turteltaub übernimmt. Statham und der Rest des Casts kommen August/September 2016 dazu.
  • Oktober 2016 – Januar 2017: Drehzeit in West Auckland (Neuseeland) und Sanya (Hainan, China).
  • 10. August 2018: Kinostart, weltweit 530 Mio USD.

Steve Altens Romane: durchsichtige Megs im Marianengraben

Der Roman Meg: A Novel of Deep Terror erschien 1997, der Film basiert auf den ersten beiden Bänden. Mittlerweile ist die Reihe auf acht Bände angewachsen. Kanes geilstes Trivia: Im Buch sind die Megalodons durchsichtig. Alten erklärt das damit, dass die Tiere im lichtlosen Marianengraben leben und die Evolution sie deshalb pigmentlos gemacht hat. Für die Computereffekt-Crew war das aber zu schwierig, deshalb haben sie der Filmversion den klassischen „Großer Weißer Hai“-Look gegeben. Plus: laut den Büchern verträgt der Megalodon kein direktes Sonnenlicht und kommt nur nachts an die Oberfläche, was die Filmversion komplett ignoriert. Der Sub-Reddit /r/megaheads hat sich an dieser Fan-Diskussion abgearbeitet, seit der Film draußen ist.

Cast-Highlights: Statham-Diver, Heroes, Rainn Wilson und das Bing-Bing

Jason Statham ist im Wasser tatsächlich kein Stunt: Er war 1985 bei Olympia-Trials als Wettkampftaucher und repräsentierte 1990 England bei den Commonwealth Games im Diving. Die meisten Wassertricks im Film sind real. Kanes „geil ist er, springt mit einem sauberen Käpf wieder rein“ ist also biografisch verankert und nicht nur Fast-and-Furious-Übertreibung.

Masi Oka spielt den Toshi und ist (wie Korbi richtig erkennt) Hiro Nakamura aus Heroes. Mike hat Heroes nicht geschaut. Kane hat Heroes nicht geschaut. Korbi muss allein bleiben mit seiner Begeisterung für die erste Staffel. Sonst war Oka in Get Smart (2008) und einigen Netflix-Death Note-Filmen zu sehen.

Rainn Wilson spielt den Multimilliardär Morris, der die Mana-Forschungsstation finanziert. Mikes Anekdote: Wilson ist der „Fischjunge“ Otis Driftwood Jr. aus Rob Zombies Haus der 1000 Leichen (2003) und wird hier ironisch zu Fischfutter. Außerdem natürlich Dwight Schrute aus The Office.

Ruby Rose als Jaxx. Mike: „schlafwandelt durch den Film, wie sie auch durch John Wick: Chapter 2 und ihre Batwoman-Serie schlafwandelt.“ Ihre Rolle ist hauptsächlich technische Exposition.

Bingbing Li (Suyin) ist der chinesische Co-Star, brachte den Film auf den asiatischen Markt. Kane outet sich im Talk mit „pubertierendem 12-jährigen Idiotenhumor“ zu ihrem Namen, was im Englischen anders klingt als im Mandarin. Wir lassen das mal so stehen.

Die Hommage-Liste: vom Wal Gracie bis Alex Kintner

Kane hat einen Adlerblick für Easter-Eggs. Hier die wichtigsten:

  • Wal Gracie: Der Wal, den die Mana-One-Crew am Anfang beobachtet, heißt Gracie – benannt nach dem Wal in Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (1986), den Kirk und Spock zur Verständigung mit der außerirdischen Sonde holen. Korbi kennt nur Willy Yack aus South Park, aber das macht den Easter-Egg nicht weniger geil.
  • Findet-Nemo-Hommage: Statham sagt zu sich selbst beim Hai-Anschwimmen „Just keep swimming, just keep swimming“ – Dorys Mantra aus Findet Nemo. Das ist im Drehbuch tatsächlich so verankert, kein Zufallsmurmeln.
  • Alex-Kintner-Hommage: In der Strand-Sequenz vor dem finalen Showdown gibt es einen kleinen Buben, der unbedingt ins Wasser will – eine direkte Anspielung auf Alex Kintner, das zweite Tagesopfer in Spielbergs Der weiße Hai (1975). Im Meg-Universum überlebt dieser Bub allerdings und sitzt nach dem Angriff in aller Ruhe Eis essend am Strand. Kane: „Geil, Eis schmeckt, ich habe überlebt.“
  • Aggressive Boote: Im Film fällt der Satz „Wir dürfen nicht näher ranfahren, anscheinend machen die Boote ihn aggressiv.“ Was der Megalodon mit den Booten genau hat, bleibt offen. Aber Kane: „Was hat der scheiß Hai für ein Problem mit den Booten? Wahrscheinlich kein Boot, deswegen ärgere ich ihn nicht.“

FSK 12 für einen 23-Meter-Hai? Erziehungsmaßnahmen.

Korbi stolpert im Talk über die FSK-Freigabe: FSK 12 für einen Film, in dem ein gigantischer Hai durch Tokyo-Bay-Lookalike-Strände fährt und Wale verputzt. „Wer geht mit seinem 12-jährigen Kind in den Film?“ Kane: „Wenn der FSK sagt, dann passt das schon, Leute.“ Mike differenzierter: Auf der heimischen Couch eher okay, im Kino auf großer Leinwand wäre er da bei einem 12-Jährigen vorsichtiger. Die FSK-12-Freigabe war auch eine wirtschaftliche Entscheidung, denn ein R-Rating (oder das deutsche FSK 16) hätte das US-Publikum begrenzt. Der Trade-off: kinderfreundlicher gleich mehr Geld, aber weniger Splatter-Highlights.

Pro & Contra

Korbi (Pro): Der Hai. Punkt. Plus: Der Schluss hat ihm gefallen, geile Hai-Action, ähnlich Godzilla nur unter Wasser. Korbi (Contra): Charaktere austauschbar, Ende übertrieben unrealistisch (ohne zu spoilern: die Puppen-äh, Hai-Logistik passt nicht).
Mike (Pro): Der Twist in der Mitte des Films (kein Spoiler), die Hai-Action, die Cast-Anekdoten. Mike (Contra): Charaktere blass, ständiger Vergleich mit Der weiße Hai fällt zugunsten Spielbergs aus.
Kane (Pro): Hai-Action bis zum Twist, Statham als überzeichnet-mutiger Tauch-Held, das Fast-and-Furious-Finale. Kane (Contra): Stellenweise erstaunlich kreislich aussehendes CGI, das nicht ins R-Rating geht (Piranha-3D-Richtung wäre cooler gewesen). Aber: „amüsanter Sommerblockbuster, den man sich anschauen kann, ohne sich danach Vorwürfe zu machen.“

Meg 2: The Trench (2023): die Fortsetzung

Kane hat im Talk vorhergesagt, dass eine Fortsetzung kommt und dass der chinesische Markt dann noch deutlich stärker durchschlägt. Genau so ist es passiert. Meg 2: The Trench startete 2023 in den Kinos, diesmal mit Ben Wheatley auf dem Regiestuhl statt Turteltaub und mit dem chinesischen Action-Star Wu Jing als neuem Co-Lead. Bingbing Li ist nicht zurück, ihre Figur Suyin ist im Film bereits verstorben.

  • Originaltitel: Meg 2: The Trench (in einigen Märkten: Shark 2; chinesisch „巨齿鲨2“)
  • Regie: Ben Wheatley (zuvor: Kill List, Sightseers, High-Rise, Free Fire – bekannt für sehr schwarzen Humor)
  • Drehbuch: Jon Hoeber, Erich Hoeber, Dean Georgaris (alle drei aus Teil 1 zurück)
  • Buchvorlage: The Trench (1999), der zweite Steve-Alten-Roman
  • Hauptcast: Jason Statham (Jonas Taylor), Wu Jing (Jiuming Zhang), Sophia Cai (Meiying, jetzt Teenager), Page Kennedy (DJ), Cliff Curtis (Mac), Sergio Peris-Mencheta (Montes), Skyler Samuels (Jess), Sienna Guillory (Hillary Driscoll)
  • Genre: Creature Feature / Sci-Fi-Action / Adventure
  • Laufzeit: 116 Minuten · FSK: 12 (US-Rating: PG-13)
  • Budget: ca. 129 Mio USD · Einspielergebnis: rund 398 Mio USD weltweit (82,6 Mio in USA/Kanada, ca. 315 Mio international, China allein gut 118 Mio USD)
  • Premiere: Weltpremiere Shanghai International Film Festival 9. Juni 2023, US-Start 4. August 2023, Deutschland Anfang August 2023
  • Produktion: Leavesden Studios bei London plus Außenaufnahmen in Asien (die „Fun Island“-Szenen entstanden am Paradise Beach in Phuket, Thailand)

Fünf Jahre nach Teil 1 hilft Jonas Taylor weiter der Mana-One-Station und bekämpft Umweltverbrechen. Nach dem Tod von Suyin zieht er deren Tochter Meiying gemeinsam mit Suyins Bruder Jiuming Zhang (Wu Jing) groß. Eine illegale Tiefsee-Mining-Operation lockt diesmal nicht einen, sondern gleich mehrere Megalodons nach oben, dazu kommt noch ein riesiger Kraken. Wheatley bringt genau den sehr schwarzen Humor mit, für den er bekannt ist: aus einem Hai werden drei, und Statham boxt sich durch alles, was Zähne hat.

Kanes Vorhersage im Talk, „ich bin gespannt, wie dann die Einflüsse vom chinesischen Markt sein werden“, ist exakt eingetreten. Mit Wu Jing als Co-Lead lief der Film in China überragend (allein dort über 118 Mio USD) und trug einen Großteil der weltweiten 398 Mio USD. Die Kritik war hart: Bei den 44. Goldenen Himbeeren gab es drei Razzie-Nominierungen, nämlich Schlechtester Film, Schlechtester Hauptdarsteller (Statham) und Schlechtester Regisseur (Wheatley). Trotzdem bleibt die Reihe ein internationaler Kassenmagnet.

Und Teil 3? Wheatley war 2023 vor dem Kinostart noch begeistert von den Möglichkeiten. In einem Interview Anfang 2026 klingt er deutlich zurückhaltender und wirkt selbst unsicher, was mit dem Projekt los ist. Offiziell angekündigt ist Meg 3 Stand 2026 nicht. Hinzu kommt: Statham ist mit The Beekeeper, A Working Man und Fortsetzungen wie The Beekeeper 2 extrem ausgelastet, eine Rückkehr als Jonas Taylor ist also alles andere als sicher.

Statham bleibt Action-Maschine: Zwischen 2018 und 2026 stehen unter anderem Hobbs & Shaw (2019), Wrath of Man (2021, Guy Ritchie), Operation Fortune: Ruse de Guerre (2023), The Beekeeper (2024) und A Working Man (2025, David Ayer) in seiner Vita. Volles Action-Repertoire.

Eli Roth hat statt Meg 2018 später Thanksgiving (2023) gemacht, sein Slasher-Comeback nach Jahren als Produzent. Dort konnte er sein R-Rating und den Spaß am Splatter ausleben, was bei Meg nie möglich gewesen wäre.

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FAQ zur Folge

Wer spricht in dieser Folge?

Korbi, Kane und Mike, das komplette VLM-Hosttrio, mit Korbi als Eröffnungs-Stimme. Kane bringt die ausführliche Produktionsgeschichte und sämtliches Easter-Egg-Wissen ein (Wal Gracie als Star-Trek-Hommage, Findet-Nemo-Zitat, Alex-Kintner-Verschnitt), Mike sorgt für die Cast-Anekdoten (Rainn Wilson aus Haus der 1000 Leichen, Ruby Rose schlafwandelt). Korbi feiert vor allem den Hai.

Worum geht es in The Meg?

Profi-Tiefseetaucher Jonas Taylor (Jason Statham) wird aus dem Ruhestand in Thailand zurückgeholt, weil seine Ex-Frau Lori in der Tiefsee-Forschungsstation Mana One von einem unbekannten Wesen angegriffen wurde. Im Marianengraben, unterhalb einer thermoklimatischen Schicht, entdeckt sein Team einen 23 Meter langen prähistorischen Hai, einen Megalodon, der eigentlich seit zwei Millionen Jahren ausgestorben sein sollte. Und der ist nicht allein.

Wer hat Regie geführt?

Jon Turteltaub, bekannt aus Cool Runnings (1993), While You Were Sleeping (1995) und vor allem den National-Treasure-Filmen mit Nicolas Cage. The Meg war sein erster Genrefilm außerhalb des Disney-Familienfilm-Bereichs. Vor ihm war Eli Roth als Regisseur im Gespräch, wegen kreativer Differenzen (Roth wollte 250 Mio Budget, R-Rating und die Hauptrolle selbst spielen) wurde er ersetzt. Tarantino-Trivia: Turteltaub ist am gleichen Tag geboren wie Chris Rebello, der Michael Brody im Original-Jaws spielte. Bei der Fortsetzung Meg 2: The Trench (2023) übernahm dann Ben Wheatley.

Auf was basiert der Film?

Auf Steve Altens Romanen „Meg: A Novel of Deep Terror“ (1997) und „The Trench“ (1999). Die Romanreihe ist mittlerweile auf acht Bände angewachsen. Eine wichtige Buchänderung: Im Roman sind die Megalodons durchsichtig, eine evolutionäre Anpassung an das lichtlose Leben im Marianengraben. Für die VFX-Crew war das zu komplex, deshalb hat die Filmversion das klassische Großer-Weißer-Hai-Design.

Wer spielt mit?

Jason Statham als Profi-Taucher Jonas Taylor (Statham war 1990 echter Olympia-Diver für England). Bingbing Li als Ozeanographin Suyin. Rainn Wilson, im Talk als der „Fischjunge aus Haus der 1000 Leichen“ identifiziert, als Multimilliardär-Sponsor Morris. Cliff Curtis als der andere Mac (nicht zu verwechseln mit dem Megalodon!). Ruby Rose als Tech-Spezialistin Jaxx. Masi Oka aus der Serie Heroes als Toshi. Sophia Cai als 8-jährige Meiying.

Welche Easter-Eggs hat der Film?

Drei wichtige: Erstens, der Wal Gracie ist nach dem Wal aus Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (1986) benannt. Zweitens, Statham sagt sich beim Hai-Anschwimmen „Just keep swimming, just keep swimming“, Dorys Mantra aus Findet Nemo. Drittens, in der Strand-Sequenz vor dem Finale gibt es eine direkte Hommage an Alex Kintner, das zweite Tagesopfer aus Spielbergs Der weiße Hai (1975), nur dass der kleine Bub im Meg-Universum überlebt und nach dem Angriff in aller Ruhe Eis isst.

Gibt es eine Fortsetzung?

Ja: Meg 2: The Trench kam 2023 in die Kinos, mit Ben Wheatley statt Turteltaub als Regisseur und einer deutlich stärker chinesisch geprägten Co-Produktion. Wu Jing kam als neuer Co-Lead dazu (Jiuming Zhang), Bingbing Li ist nicht mehr dabei, Statham, Sophia Cai, Page Kennedy und Cliff Curtis sind zurück. Diesmal sind es gleich mehrere Megalodons plus ein riesiger Kraken. Weltweites Einspielergebnis: rund 398 Mio USD, rentabel, aber unter Teil 1. Es gab drei Razzie-Nominierungen (Schlechtester Film, Schlechtester Hauptdarsteller, Schlechtester Regisseur). Ein dritter Teil war 2023 von Wheatley als denkbar bezeichnet worden, Stand 2026 ist Meg 3 aber nicht offiziell angekündigt.

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