Iron Man (2008): der Urknall des MCU im VLM-Rewatch (Steadyklusiv)

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KaneKane
KorbiKorbi

Die beliebteste VLM-Reihe geht weiter: Kane und Korbi setzen ihren chronologischen MCU-Rewatch fort, nach rund einem Jahr Pause seit der Captain-Marvel-Folge. Chronologisch ist es der dritte Film, historisch aber der Urknall: Iron Man (2008) von Regisseur Jon Favreau, der Film, mit dem das gesamte Marvel Cinematic Universe losgetreten wurde. Diese Folge gibt es exklusiv auf Steady. Hier im Teaser, was drinsteckt.

Worum geht es in Iron Man (2008)?

Tony Stark, gespielt von Robert Downey Jr., ist Multimilliardär und Kopf des Rüstungskonzerns Stark Industries. Bei einer Waffenpräsentation in Afghanistan wird er von der Terrorgruppe Ten Rings entführt, die ihn zwingen will, eine Jericho-Rakete nachzubauen. Schwer verletzt durch Granatsplitter, die langsam Richtung Herz wandern, baut Stark mit dem Mitgefangenen Yinsen heimlich einen ersten Rüstungsanzug, den Mark I, und bricht damit aus. Geläutert kehrt er zurück, stellt die Waffenproduktion ein und verfeinert seinen Anzug zum Iron Man. Doch in den eigenen Reihen lauert ein Verräter: Obadiah Stane, Co-Chef von Stark Industries, gespielt von Jeff Bridges.

Jon Favreau: der geilste Affe

Kanes klare Ansage: Alles, was Jon Favreau anpackt, hat Hand und Fuß. Iron Man als Grundstein des MCU, The Mandalorian als eines der Besten, was dem Star-Wars-Universum seit Jahrzehnten passiert ist, die König der Löwen-Realverfilmung als CGI-Maßstab und ganz nebenbei der Weihnachtsklassiker Buddy, der Weihnachtself. Korbi steuert den Mindblow-Faktor bei: Favreau ist auch der Schauspieler, der in Friends mit Monica zusammen war, und im Film selbst spielt er Tonys Fahrer und Bodyguard Happy Hogan. Regie führen und mitspielen, das zieht Favreau hier sauber durch.

Robert Downey Jr.: ein Goldgriff

Für Kane gibt es keinen Schauspieler, der Tony Stark besser verkörpern könnte als Robert Downey Jr. Der Film begleitet seine Wandlung vom Playboy-Arschloch zum Helden mit Charakter und freiem Herzen. Bemerkenswert auch die körperliche Vorbereitung: Mit Anfang 40 absolvierte Downey Jr. laut Making-of fünf Krafttrainingseinheiten pro Woche plus Kampfsport. Stark Industries, Stane, die Ten Rings, der erste Auftritt der Ten Rings im MCU, der später in Shang-Chi wieder aufgegriffen wird, und natürlich der Sidekick James Rhodes, gespielt von Terrence Howard: Iron Man legt das Fundament für ein gewaltiges Franchise.

Handgemachte Effekte: das große Plus

Kanes größtes Top: Der Film steckt voller praktischer Effekte. Die Iron-Man-Anzüge, Mark I bis Mark III, wurden bei Stan Winston Studios tatsächlich gebaut, sodass Robert Downey Jr. damit gehen konnte. Es war der letzte Film, an dem Stan Winston selbst beteiligt war. Echte Explosionen, echte Hubschrauber, echte Sets in der Wüste, kaum Greenscreen. Wenn man Iron Man direkt neben aktuellere MCU-Filme stellt, fällt auf: Das geerdete, handgemachte Spektakel von 2008 sieht teilweise schlicht besser aus. Schon Captain America: The First Avenger profitierte von diesem Ansatz.

Jarvis, der Arc-Reaktor und ein Lebowski-Easter-Egg

Tonys Haus-KI Jarvis, im Original gesprochen von Paul Bettany, der Jahre später als Vision auch vor die Kamera trat, der Arc-Reaktor als Tonys künstliches Herz und Pepper Potts, gespielt von Gwyneth Paltrow: Der Film führt sein Personal mit erstaunlicher Leichtigkeit ein. Jeff Bridges, für viele der Dude aus The Big Lebowski, spielt Obadiah Stane und strahlt nach Kanes Empfinden permanent etwas Bedrohliches aus, selbst als vermeintlicher Mentor. Passend dazu kursiert ein Easter-Egg-Gerücht: Auf Stanes Bildschirm soll eine Datei namens Lebowski zu sehen sein. Kane hat lange danach gesucht und es nicht gefunden, also: vermutlich Fake News.

Der Cheeseburger-Verrat

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis der Folge, mit einem Augenzwinkern: Nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft will Tony zuerst einen Cheeseburger. Stane fragt mit, bekommt aber keinen ab, und unter dem Tisch zieht Tony einen zweiten Cheeseburger hervor. Kanes steile These: Es ging nie um die Rüstung, es ging immer um den Cheeseburger. Wer jemandem einen Double Cheeseburger vorenthält, braucht sich über Verrat nicht zu wundern.

Easter Eggs und MCU-Anknüpfungen

  • In Tonys Werkstatt taucht bereits das Schild von Captain America auf, schon im allerersten MCU-Film
  • Beim Testflug nennt Jarvis die SR-71 Blackbird als Höhenrekord-Referenz, eine bewusst weit zurückgegriffene X-Men-Anspielung aus einem Comic von 1970, damals noch wegen der Fox-Rechte nötig
  • Ein riesiges Werbebanner zeigt Fin Fang Foom, den Drachen aus dem Marvel-Universum
  • Die Ten Rings als Terrorgruppe bekommen hier ihren ersten Auftritt, Jahre vor Shang-Chi
  • Der Score von Ramin Djawadi nutzt zum Auftakt AC/DCs Back in Black, das wiederkehrende Iron-Man-Leitmotiv

Die Sache mit Terrence Howard

Ein Wermutstropfen, über den die Folge ausführlich spricht: Terrence Howard als James Rhodes wird ab dem nächsten Film durch Don Cheadle ersetzt. Die genauen Gründe sind nie offiziell bestätigt, es kursieren Gerüchte um eine Gagen-Thematik. Kane und Korbi finden den Wechsel schade, sehen aber auch das Gute daran: Da er gleich nach dem ersten Film passiert, hat man danach durchgehend dieselbe Besetzung. Korbi steht optisch sogar eher auf Howards Version. Ein kleiner Synchro-Hinweis am Rande: Rhodes‘ Satz beim Anblick des zweiten Anzugs, im Original ein vielsagendes „next time“, verliert in der deutschen Fassung seine Vorausdeutung.

Die Post-Credit-Szene: das MCU beginnt

Iron Man ist der erste Film mit einer Post-Credit-Szene, und was für eine: Samuel L. Jackson tritt als Nick Fury auf und lädt Tony Stark zur Avengers-Initiative ein. Schönes Detail aus dem Gespräch: Der Film-Fury basiert auf dem Fury aus den Ultimate-Marvel-Comics, und dieser Comic-Fury wurde wiederum optisch nach Samuel L. Jackson gezeichnet. Eine echte Casting-Seption.

Tops und Flops

Korbis Top: Die kurzweilige Montage am Anfang und der Zusammenbau des Anzugs, die Charakter und ein ganzes Ensemble Nebenfiguren in kürzester Zeit etablieren, durchgehend spannend. Korbis Flop: Dass Terrence Howard in den Folgefilmen nicht mehr dabei ist, der Wiedererkennungseffekt einer durchgehenden Figur geht damit verloren. Kanes Top: Die handgemachten Effekte, echte Sets, echte Anzüge, echte Explosionen. Kanes Flop: Dass AC/DC ab hier zum festen Iron-Man-Sound wird, und es nie wieder Back in Black ist.

Die Triple-Threat-Frage: Titten, Trompeten, tote Tiere?

Am Ende steht die heilige Frage nach der VLM-Dreifaltigkeit: Titten, Trompeten, tote Tiere. Bei einem PG-13-Blockbuster aus dem Hause Marvel stehen die Vorzeichen erfahrungsgemäß nicht üppig. Wie die Bilanz für Iron Man genau ausfällt, gibt es nur in der vollständigen Folge auf Steady.

FAQ zu Iron Man (2008)

Wer sind die Hosts in dieser Folge?
Kane und Korbi. Die beiden setzen ihren chronologischen MCU-Rewatch fort, nach rund einem Jahr Pause seit der Captain-Marvel-Folge. Mike ist diesmal nicht dabei, er kommt seinen ehelichen Pflichten nach.

Wer hat Iron Man (2008) inszeniert?
Jon Favreau, der im Film auch selbst Happy Hogan spielt. Favreau gilt vielen als einer der verlässlichsten Namen im Blockbuster-Geschäft, von Iron Man über The Mandalorian bis zur König-der-Löwen-Realverfilmung.

Warum ist Iron Man so wichtig für das MCU?
Iron Man von 2008 ist der erste Film des Marvel Cinematic Universe und damit der Startpunkt des gesamten Franchises. Die Post-Credit-Szene mit Nick Fury etabliert erstmals die Avengers-Initiative.

Warum wurde Terrence Howard ersetzt?
Ab dem zweiten Iron-Man-Film übernimmt Don Cheadle die Rolle von James Rhodes. Offiziell bestätigte Gründe gibt es nicht, es kursieren Gerüchte um eine Gagen-Thematik.

War Iron Man im Kino geschnitten?
Ja. Die deutsche Kinofassung war leicht zensiert, einige Action-Szenen waren entschärft. Ungeschnitten erschien der Film erst auf DVD und Blu-ray, beide Fassungen FSK 12.

Ist diese Folge kostenlos verfügbar?
Nein. Die vollständige Iron-Man-Folge ist Steadyklusiv und damit nur für Steady-Mitglieder zugänglich. Dieser Beitrag ist der frei verfügbare Teaser.

Die ganze Folge auf Steady

Iron Man (2008) in voller Länge gibt es exklusiv für die VLM-Crew auf Steady, zusammen mit allen weiteren Steadyklusiv-Folgen und Bonus-Formaten.

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Mehr aus dem MCU-Rewatch

Der MCU-Rewatch läuft chronologisch: Davor besprochen wurden Folge 68: Captain America: The First Avenger und Folge 80: Captain Marvel. Als Nächstes in der Reihe steht Folge 196: Der unglaubliche Hulk (Steadyklusiv) an. Wer beim Iron-Man-Strang bleiben will: Folge 190: Iron Man 2 (Steadyklusiv) setzt die Solo-Reihe fort.

Mehr Steadyklusiv-Folgen findet ihr in der Steady-Kategorie, alle Film-Diskussionen im Film-Bereich.

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