Woah Lecks Februar 2022 mit Gast Mike von Sofahelden.de: Boba Fett, Jackass Forever & mehr

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Host von Sofahelden.de

Kane, Korbi und Mike empfangen einen Gast: Mike von Sofahelden.de, dem deutschsprachigen Filmportal, das er vor zehn Jahren gegründet hat – „im Grunde das gleiche wie wir, nur in Schriftform“. Das Februar-Woah Lecks 2022 wird mit vier Stimmen zur breitesten Streifzug-Folge der Frühjahrs-Serie: von blutigen A24-Schafen über Cronenberg-Body-Horror, einem kontroversen Mads-Mikkelsen-Suff-Film und einem ausführlichen Spoiler-Block zu The Book of Boba Fett bis zu Kanes erster Sneak-Preview-Erfahrung mit Jackass Forever.

Mikes Arschbomben: Wolf of Snow Hollow & Werewolves Within

Mike VLM legt früh den Bodensatz fest: The Wolf of Snow Hollow (2020) – mit Robert Forster in seiner letzten Rolle vor seinem Tod 2019 – und Werewolves Within (2021, Videospielverfilmung) bleiben bei ihm beide auf dem Bodensatz hängen. Beide Filme sind im Kern Krimi-Komödien mit Werwolf-Element, beide setzen ihre Schrullen-Dorf-Bewohner so übersteuert ein, dass der Vergleich zu Fargo ihm aufdrängt – aber überdrüssig statt liebevoll.

Korbi widerspricht direkt: er hatte den Eindruck, Kane hätte Wolf of Snow Hollow hochpriesen. Kane korrigiert: er hat den Film nicht schlecht gefunden, aber „wesentlich mehr Potenzial gehabt.“ Mike-Sofahelden meldet eine Diskrepanz: der Sofahelden-Redakteur hat Werewolves Within 9/10 vergeben. Mike VLM bei Letterboxd: 2 von 5. Die Diskussion mündet im VLM-Klassiker: „Mikes Komedy-Maßstab ist grausam“ (Kane), und der hat einen schlechten Humor-Normaerzeit. Selbst Die nackte Kanone taugt ihm nicht – aber Spinal Tap, sagt er, schon.

Mikes Empfehlungen: Chapelwaite und The Woman in the House

Drei Wochen später hat Mike VLM aber gute News: er hat seit kurzem wieder Free TV mit Magenta TV, und damit Zugriff auf die Stephen-King-Serie Chapelwaite (2021, 10 Folgen). Basis: King’s Kurzgeschichte „Briefe aus Jerusalem“ aus dem Band Nachtschicht – und damit die Vorgeschichte zu Salem’s Lot (Brennen muss Salem, 1979). Hauptrolle: Adrien Brody, „der kann ja nicht schlecht schauspielern, das ist sein Problem.“

Mikes Lob: extrem atmosphärisch, viele praktische Effekte, kaum CGI, echte Bauten, authentische Kostüme. „So stelle ich mir eine Lovecraft-Verfilmung vor.“ Inhaltlich verarbeitet die Serie die Kurzgeschichte sehr werktreu und erweitert sie um eigene Strukturen, die schlüssig wirken. Erinnert ihn an die Mike-Flanagan-Produktionen wie Midnight Mass. Verdikt: eine der besseren King-Verfilmungen.

Plus Magenta-Bonus: Berlin – Tag & Nacht als Free-TV-Negativ-Erfahrung. „Eine Folge und dann war es wieder zu bei mir – ich habe mich so schlecht gefühlt, wie selten in meinem Leben.“ Der Kontrapunkt: Kitchen Impossible mit Tim Mälzer als unkomplizierte Wohnzimmer-Empfehlung.

Dann The Woman in the House Across the Street from the Girl in the Window (Netflix, 8 Folgen à 25 Min, mit Kristen Bell). Wichtiger Schauerinerungs-Disclaimer von Mike: es ist KEIN ernster Thriller. Es ist eine schwarzhumorige Parodie auf die Welle der Window/Train/Hof-Thriller (The Girl on the Train, Das Fenster zum Hof, etc.). Wer das erst nach Folge 2 nicht checkt, wird’s nicht mögen. Bell trägt die Serie souverän. Spoilerbeispiel der Tonalität: die tote Tochter der Protagonistin wurde von einem Massenmörder mit dem Spitznamen „Massacre Mike“ verspeist – das ist nicht ironisch übertrieben gemeint, das ist der Stil. Auflösung: „Argento in den 80ern schon mal so gemacht.“ Acht Folgen, zwei Abende, absolut empfohlen.

Mike Sofahelden: Mississippi Burning – Wiederentdeckung

Mike Sofahelden eröffnet mit dem Klassiker-Rewatch: Mississippi Burning (1988) – Alan Parker, Gene Hackman und Willem Dafoe. Der Film war wieder bei Amazon Prime im Katalog, und Mike hat ihn nach „garantiert 20 Jahren“ wieder gesehen. Verdikt: einer der krassesten Dramen, die er je gesehen hat. Basiert auf wahren Begebenheiten – zwei FBI-Agenten ermitteln in Mississippi der 60er-Jahre im Umfeld des Ku-Klux-Klans und der dortigen Rassentrennung.

Mikes Empfehlung mit Warnung: „Nach dem Abspann schluckst du eigentlich bloß.“ Schau ihn entweder kurz vorm Schlafengehen (damit du es vergisst) oder gleich beim Aufstehen (damit du den ganzen Tag drüber nachdenken kannst). Korbi vergleicht mit Foll Calleni, was die After-Credits-Stille angeht.

Kane ergänzt: direkt danach hat er sich Skin (2018) von Guy Nattiv angeschaut – Jamie Bell als Aussteiger aus einer rechten Gruppierung, mit Hakenkreuz-Tattoo quer übers Gesicht. „Spoiler, der macht es nicht besser.“ Genauso druckend, genauso eindrucksvoll. Beide Filme zusammen: ein einnächtiger Knockout für den emotionalen Zustand.

The Book of Boba Fett: Spoiler-Block

SPOILER-WARNUNG: The Book of Boba Fett

Der folgende Abschnitt diskutiert Story- und Cast-Details der Serie offen. Wer The Book of Boba Fett noch nicht gesehen hat, überspringt diesen Abschnitt bis zum nächsten Kapitel.

Mike Sofahelden ist großer Fan von The Mandalorian – und entsprechend gespannt auf The Book of Boba Fett (Disney+, sieben Folgen, Ende Dezember 2021 bis Februar 2022). Sein Verdikt nach den ersten Folgen: „Folge eins ja okay, Folge zwei naja, Folge drei wird’s langsam besser.“ Die fünfte und sechste Folge fanden er und Kane einig die besten der Staffel – aber: das sind die zwei Folgen, in denen Boba Fett fast komplett verschwindet und die Mandalorian-Story übernimmt. „Sorry, das ist The Book of Boba Fett, nicht The Book of Boba Fett mit zwei Folgen Mandalorian.“

Regie der besten Folgen: Bryce Dallas Howard – die schon bei Mandalorian die stärksten Folgen abgeliefert hat. Pluspunkte aus der Serie: der Wookie-Gladiator (Krrsantan), Cad Bane (für die Clone Wars– und Rebels-Kenner unter den Hosts ein „Wahnsinns-Moment“), die unerwartet gelungenen computer-animierten Cameos. Mike-Sofahelden hat sofort nach Cad Banes Auftritt seinen 3D-Drucker angeworfen.

Hauptkritikpunkte: die Motorrad-Speedster der Hipster-Gang („Space-Schwalben“), die schlecht aussehen und in einer ganzen Folge umeinander düsen. Die letzte Folge mit dem Schlacht-Showdown – „so unwürdig habe ich selten gesehen, jeder Star Wars Battle ist besser.“ Kommentar Korbi: „Es ist eine geile Einstellung: Gefallen hat es mir nicht, aber ich schaue es mir trotzdem an.“ Bottom line von Mike-Sofahelden: nächste Staffel? Wird geschaut, aber begeistern wird’s wahrscheinlich nicht mehr.

Kane dagegen war positiv überrascht: gemächliches Mafia-/Clan-Aufbau-Tempo der ersten Hälfte, dann eskalierender Fanservice der zweiten. Der Cad-Bane-Auftritt als persönliches Highlight. Effekttechnisch für eine Serie „echt schwer ausgeballert“.

Possessor: Brandon Cronenberg auf Höchststufe

Mike Sofahelden ist bekennender Cronenberg-Fan – beim Senior wie beim Junior. Possessor (2020) von Brandon Cronenberg ist sein klares Highlight des Februars. Sein Tipp: Trailer nicht schauen, gar nichts vorher wissen, einfach reingehen.

Bonus aus der Folge: Mike hat sich nach dem Film noch die Bonus-Materialien der US-Blu-Ray gegeben – speziell das Special-Effects-Special (etwa 15-18 Minuten). Erkenntnis: praktisch alle Effekte sind nicht CGI, sondern handgemacht. Nur ein einziger Nebeleffekt ist computererzeugt. Der Special-Effects-Boss lacht im Interview ständig darüber, wie viele Puppen sie gebraucht haben („Wir haben drauf eingestochen, dann haben wir noch ein paar Puppen gebraucht, das hatte ich noch nie in einem Film“). Mike: „Da ist der Film bei mir vom guten Treppchen aufs sehr gute Treppchen gewandert.“ Plus Sean Bean (Sean Bean) in einer Nebenrolle – immer ein Pluspunkt.

Mike VLM ergänzt: das Phänomen, dass Bonus-Material den Filmgeschmack signifikant erhöht, hat er auch bei The Mortuary Collection erlebt. Hand-gemachte Effekte mit Liebe gemacht – das färbt auf die nachträgliche Bewertung ab.

Caveat: Possessor ist entschleunigt. Mike Sofahelden warnt vor: 100 Leute schauen rein, 15 brechen nach 10 Minuten ab. „Slow Burning“ (Mike VLM-Sprache) – ja, aber mit einigen Body-Horror- und Psychedelik-Spitzen, die alles Geld wert sind. Aus VLM-Sicht: VLM-eigene Folge zu Possessor ist bereits in Planung.

Der Rausch: Mads Mikkelsen und das Gesellschafts-Experiment

Der Rausch / Druk / Another Round (2020) von Thomas Vinterberg, mit Mads Mikkelsen – Mike Sofahelden hat eine ungewöhnliche Diskussionsanmerkung. Inhaltlich super, schauspielerisch Mikkelsen-typisch grandios („der Typ ist einfach so charismatisch, der kann nicht schlecht spielen“). Aber: der Schluss hat ihn mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.

Sein Punkt: ein Jugendlicher, der den Film ohne Kontext anschaut, hat einen erheblichen Spielraum, die Promille-Studien-Premise als Bestätigung statt als Sozialsatire zu lesen. „Bevor ich Squid Game auf Netflix rausnehme, würde ich Der Rausch rausnehmen.“ Provokant, aber sein Argument ist ernst gemeint: leicht zugänglich, charismatisch besetzt, und ohne klare moralische Endklammer.

Korbi-Gegenposition: gerade weil der Film keine Moralkeule am Ende schwingt, ist er ernst zu nehmen. Erwachsene, gemäßigte Alkoholmomente sind in bestimmten Phasen Teil des Lebens – und der Film geht ihnen ohne Vorzeichen-Reflexe nach. Mike VLM: „Im Endeffekt ist mit Alkohol alles besser, oder?“ (Provokation als Antwort auf die Provokation.) Kane ergänzt, dass Squid Game eine andere Risiko-Klasse hatte: dort wurden die Todesspiele nachgespielt – beim Rausch das viel realistischere Risiko-Verhalten Alkoholexzess. Diskussion bleibt offen, der Film aber: für alle in der Folge ein guter Film.

Korbis Februar: Lamb, A Taxi Driver, The Office

Lamb (2021) – A24-Produktion, isländisch, mit Noomi Rapace. Mike VLM hatte den Hardline-Filmfestivals-Trip dazu angeboten, Korbi war wegen einer Geburtstags-Saufahrt nicht dabei – ein VLM-Klassiker des Februars 2022. Korbi hat den Film später per A24-Newsletter-US-Blu-Ray nachgeholt. Wenig Plot-Beschreibung in der Folge, weil A24-typisch jeder Twist ein Spoiler ist. Junges Schaf-Paar auf einem abgelegenen Island-Bauernhof, eines der Lämmer kriegt zentralen Raum. „Wer A24 kennt, ahnt, dass dabei was geht.“ Sehr empfohlen. Deutscher Bluray-Release damals angekündigt für 28. April über Koch Media.

A Taxi Driver (2017, koreanisch) – Korbi hat ihn endlich gesehen, nachdem er lange auf der Watchlist stand. Song Kang-ho (aus Parasite, The Host) spielt einen Taxifahrer in Seoul, 1980, der einen deutschen ARD-Reporter (gespielt von Thomas Kretschmann) in eine Provinz fährt, in der gerade militärische Unruhen abgehen. Basiert auf wahren Begebenheiten (Gwangju-Aufstand). Korbi-Verdikt: einer der starken koreanischen Filme, viele Jahre bevor er es nach Deutschland geschafft hat (DE-Release 23.09.2021, vier Jahre später).

Korbi-Verdikt: 4 Sterne. Anfangs Gute-Laune-Film, dann „Teppich-unterm-Arsch-weg“-Wendung, am Schluss „ein Tränchen verdrückt“. Mike VLM hat den Film noch nicht selbst gesehen, bringt aber die Untertitel-Diskussion ein: Sprachbarriere des Films (Koreanisch + gebrochenes Englisch + Untertitel) macht ihn sperrig für Free-TV-Verwertung. Mikes Frau dazu: „Wenn ich lesen will, lese ich ein Buch.“

The Office (US, 2005-2013, 9 Staffeln) – Korbi hat sich Anfang des Jahres durch alle 9 Staffeln gekämpft. Beim Wechsel von Amazon (englisch, gekauft) auf Netflix (deutsche Synchron-Verfügbarkeit) ist er hin- und hergesprungen. Verdikt: grandiose Serie, erste Staffel sperrig zum Reinkommen, danach reiner Genuss. Kane hat in der Weihnachtszeit angefangen und ist in Staffel zwei – einigen sich beide: ab Staffel zwei zündet’s. Steve Carell als Anker. Ebenfalls auf der Carell-Liste: Space Force (Netflix), zweite Staffel verfügbar – Korbi war begeistert von Staffel 1, mittendrin in Staffel 2 mit ähnlich gutem Eindruck. Eine echte Carell-Phase.

Trailer-Watch: Rings of Power und Halo

Korbi hat den Super-Bowl-Trailer der The Lord of the Rings: The Rings of Power-Serie gesehen. Verdikt: „Ich fühle mich null abgeholt.“ Vom alten Herr-der-Ringe-Feeling ist nichts mehr da. Er befürchtet, Amazon vergeigt die Serie. Selbsterkenntnis: „Haben wir nicht gesagt, Trailer schauen ist scheiße?“

Gegenteilig: Mike VLM hat den Trailer zu Halo (Paramount+ Serie, mit Pablo Schreiber) während Wäsche-Aufhängens gesehen – „der schaut ganz cool aus.“ Mike Sofahelden ergänzt mit Kontext: die früheren Halo-Filme (insb. Halo: Nightfall 2014) waren mittelmäßig. Die Serie steigert die Erwartung wieder.

Korbis Highlights: Fallout-Ankündigung und The Trip

Korbi feiert: Fallout wird verfilmt – Amazon-Serie der Westworld-Macher, mit Walton Goggins als Hauptdarsteller. Fallout ist eine seiner Lieblings-Videospielreihen, die Serie auf seinem Persönlichen-Hype-Radar ganz oben.

Mike VLM-Tipp: The Trip / I onde dager (2021) von Tommy Wirkola (Dead Snow), mit Noomi Rapace und Aksel Hennie – jetzt bei Amazon Prime drin. „Splättert und ist lustig.“ Korbi bestätigt: Top-5-Film von 2021 für ihn.

Plus The Room (2019) – Olga Kurylenko als Frau in einem Haus mit einem Zimmer, das Wünsche erfüllen kann. Korbi: ähnlich Atmosphäre wie Vivarium, mit großen Logiklöchern, aber als Idee unterhaltsam. Über Tipps-Empfehlungen der Hosts gibt’s Diskussion (Mike VLM bestreitet, ihn empfohlen zu haben – aber er hat).

Kanes Kino-Wochen: Jackass Forever und Uncharted

Kane’s erste Sneak Preview seines Lebens – Auflösung: Jackass Forever (2022). Wer mit Jackass aufgewachsen ist und „im Kopf 12 ist“, hat seinen Spaß. „50-jährige Idioten, die immer noch ehrlich auf 15-Jährige tippen.“ Der neue Cast (Generation 2 der Truppe) integriert sich gut. Sneak-Preview-Erkenntnis: zehn Minuten reichen nicht für ein Urteil – einige Leute sind nach 10 Minuten gegangen.

Kane teasert die Triple-Threat-Bewertung der Folge in seiner berüchtigten Kategorie: Titten, Trompeten, Tote Tiere. Das Verdikt klärt sich erst beim Hören der Folge.

Uncharted (2022) – Kanes lang erwarteter Spiel-Adaption-Test. Tom Holland als Nathan Drake, Mark Wahlberg als Sullivan. Kane ist Uncharted-Spielreihe-Fan („eine der geilsten Spielreihen, die es gibt – kein Durchhänger dabei“). Filmverdikt: nicht perfekt, aber macht unglaublich viel Spaß. Flugzeug-Absturz-Setpiece aus Teil 3 wird ein-zu-eins übernommen und gut umgesetzt. Tom-Holland-Casting-Caveat: Nathan Fillion wäre die natürliche Wahl gewesen, ist aber nicht im Cast. Post-Credit-Szene teasert Teil 2 an.

Mike VLM contra: Saw: Spiral – Trailer-Verjüngerung von Samuel L. Jackson (digitaler Schnurri) und Chris Rock (rückwärts-Cap) als Beispiel für miserable visuelle Verjüngung. Der Film war ohnehin nicht gut, die Trailer-Verjüngerung hat das Niveau zusätzlich gesenkt.

Triple Threat: Titten, Trompeten, Tote Tiere

Kane liefert die berüchtigte Triple-Threat-Bewertung zu Jackass Forever. Kategorien wie immer: Titten, Trompeten, Tote Tiere. Wer schmunzelnde Anekdoten zu Chris Pontius und seinen Auftritten in der Folge sucht, klick auf den Podigee-Player – Auflösung exklusiv im Audio.

FAQ zur Folge

Wer ist Mike von Sofahelden.de?
Mike ist Gründer der deutschsprachigen Filmseite Sofahelden.de, die er vor zehn Jahren (Stand: Feb 2022) ins Leben gerufen hat. Sofahelden ist ein Team-betriebenes Filmportal mit Reviews, Specials und gelegentlich auch Podcast-Versuchen. Erstmaliger Gast bei Viva la Movielución.

Welche Folge basiert auf einer Kurzgeschichte aus Stephen Kings Nachtschicht?
Chapelwaite (2021, Magenta TV) basiert auf der Kurzgeschichte „Briefe aus Jerusalem“ (engl. „Jerusalem’s Lot“) aus dem Sammelband Nachtschicht. Es ist das narrative Prequel zu Stephen Kings Salem’s Lot.

Ist The Woman in the House ernst gemeint?
Nein. Es ist eine bewusste schwarz-humorige Parodie auf die Welle der Mystery-Thriller mit Frauen-am-Fenster-Tropus (The Girl on the Train, Das Fenster zum Hof, etc.). Wer die Serie als straight-played Thriller anschaut, wird enttäuscht.

Lohnt sich The Book of Boba Fett?
Gespaltene Reaktionen in der Folge. Mike-Sofahelden enttäuscht (besonders die Schluss-Schlacht), Kane positiv überrascht. Konsens: Folgen 5 und 6 (Regie Bryce Dallas Howard) sind die stärksten – das sind aber gleichzeitig die Mandalorian-Folgen, was vom Hauptthema ablenkt.

Wer hat Possessor inszeniert?
Brandon Cronenberg, Sohn des Body-Horror-Pioniers David Cronenberg. Possessor (2020) gilt als sein Durchbruch und nutzt fast ausschließlich praktische Effekte statt CGI. Sean Bean in einer Nebenrolle.

Ist Der Rausch jugendgefährdend?
Die Diskussion in der Folge: Mike-Sofahelden argumentiert, dass die fehlende moralische Endklammer Jugendliche zu falschen Schlüssen verleiten könnte. Korbi argumentiert das Gegenteil: gerade weil keine Moralkeule kommt, ist der Film ernst zu nehmen.

Wer spielt im Uncharted-Film mit?
Tom Holland als Nathan Drake, Mark Wahlberg als Sullivan. Regisseur Ruben Fleischer. Der Film basiert lose auf der Naughty-Dog-Videospielreihe.

Aus welchem Land kommt der Reporter in A Taxi Driver?
Aus Deutschland – Thomas Kretschmann spielt einen ARD-Reporter (nicht ZDF, wie zunächst in der Folge gesagt). Die Figur basiert auf dem realen Journalisten Jürgen Hinzpeter.

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